EHLEBRACHT AG im Aufbruch

Nach starkem Geschäftsjahr 2008 schleppender Start 2009 / zwei neue Aufsichtsräte gewählt / Geschäftsentwicklung mit Aufwärtstrend

(PresseBox) (Enger / Bielefeld, ) "Im Geschäftsjahr 2008 hat der EHLEBRACHT-Konzern seine Ziele mit einer Umsatzsteigerung um 9,9 Prozent auf 62,0 Millionen Euro und einem um 93 Prozent höheren bereinigten Vorsteuerergebnis von 2,9 Millionen übertroffen. Die Unternehmensgruppe verfügt mit 30,2 Millionen Euro auch über eine überdurchschnittlich gute Eigenkapitalausstattung", erklärte Vorstand Bernd Brinkmann auf der Hauptversammlung des Unternehmens vor rund 150 Aktionären am 1. Juli 2009 in Bielefeld. Dagegen hat sich die in der Kunststoff- und Möbelfunktions-Technik aktive Unternehmensgruppe dem Einfluss der Wirtschafts- und Finanzkrise im laufenden Geschäftsjahr nicht entziehen können. In den ersten fünf Monaten 2009 verbuchte der EHLEBRACHT-Konzern einen Umsatzrückgang um 21,2 Prozent auf 21,2 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis verringerte sich auf 0,1 Millionen Euro (Vorjahr: 1,5 Millionen Euro).

Brinkmann betonte, dass er für das Restjahr 2009 mit einer Verbesserung der Geschäftslage rechne. Der Konzern plane 2009 Umsatzerlöse von 53,0 bis 55,0 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von bis zu 0,5 Millionen Euro. 2010 will EHLEBRACHT über dem Niveau von 2009 liegen.

Zwei neue Aufsichtsräte

Die Anteilseigner der EHLEBRACHT AG folgten den Anträgen der Verwaltung mit überwältigenden Mehrheiten. So soll der Bilanzgewinn in Höhe von 1,4 Millionen Euro in die Rücklagen eingestellt werden. Die Aktionäre beschlossen damit einen Verzicht auf die Dividende aus dem Geschäftsjahr 2008. Vorstand und Aufsichtsrat erteilten sie Entlastung. Mit dem Coesfelder Bankdirektor Günter Pless und Dr. Ing. E. Leopold Dieck, geschäftsführender Gesellschafter der Ravensburger ECB Industrie Holding KG, wählten die Aktionäre zwei neue ordentliche Mitglieder des Aufsichtsrats. Carmen Ehlebracht-Friedrich, die Tochter des Firmengründers Horst Ehlebracht, schied nach 5 Jahren aus dem Aufsichtsgremium aus. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Walter Hasselkus dankte Carmen Ehlebracht-Friedrich für ihre engagierte, umsichtige und gerade in den vergangenen schwierigen Zeiten sehr konstruktive Arbeit.

Wachstum in China

Brinkmann gab sich für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2009 durchaus zuversichtlich. Nach dem Erwerb der restlichen Anteile an der chinesischen Gesellschaft Elektra Industrial China (EIC) rechne der Konzern mit höheren Ergebnisbeiträgen aus dem Reich der Mitte. Das Werk in Shenzhen sei mit neuen Maschinen und Anlagen neu ausgestattet und habe seine Produktionsfläche durch den Umzug in ein neues Gebäude mit ca. 20.000 m² vervierfacht. 2009 werde EIC beim Umsatz um mehr als 30,0 Prozent wachsen. Im Juli starte, so Brinkmann, der Produktionshochlauf einer neuen Baugruppe für eine in China hergestellte Waschmaschine.

Auch der Standort in der Slowakei ist größer und bietet optimale Fertigungsbedingungen. Im neuen Werk hat der Konzern verschiedene Produktionshallen und Lager mit Logistik unter einem Dach zusammengefasst. Die so verbesserten Prozesse sind deutlich kosteneffizienter.

Aufwärtstrend in Deutschland

"In den deutschen Produktionsstandorten hat sich die Auftragslage nach dem Einbruch zu Jahresanfang wieder stabilisiert", so Brinkmann. EHLEBRACHT Berlin werde im Juli mit einem neuen Kunststoff-Produkt in die Serienfertigung eintreten. Die Nachfrage nach den innovativen Produkten der Möbelfunktions-Technik habe in den letzten Monaten wieder zugenommen. "EHLEBRACHT Berlin hat vor wenigen Tagen von einem renommierten deutschen Markenhersteller einen Großauftrag mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 4,0 Millionen Euro erhalten. Der Produktionsanlauf wird Mitte 2010 liegen. Die Geschäftsentwicklung zeigt einen Aufwärtstrend", erläuterte der Vorstand seine Zuversicht für die nähere Zukunft.

Übernahmeangebot an die Aktionäre

Zum Übernahmeangebot der knapp 30,0 Prozent der Aktien der EHLEBRACHT AG haltenden Vestcorp AG (ehem. TFG Capital AG) gab Brinkmann für die Aktionäre keine definitive Stellungnahme im Sinne einer Empfehlung oder Ablehnung ab. Man wolle das Angebot zunächst einmal genau prüfen. Das Übernahmeangebot war erst gegen Ende der Vorwoche eingegangen. Vestcorp bietet den EHLEBRACHT-Aktionären 0,83 Euro pro Aktie an.

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