5 Jahre EDNA-Initiative: Die elektronische Kommunikation funktioniert - aber noch nicht überall und immer

Das Ziel der EDNA, sich überflüssig zu machen, ist noch längst nicht erreicht

(PresseBox) (Esslingen, ) Das "babylonische Sprachwirrwarr" im Energiemarkt zu beenden und die elektronischen Kommunikationsprozesse standardisiert mit den entsprechenden Software-Lösungen abzubilden, mit diesem Ziel ist die EDNA-Initiative vor 5 Jahren angetreten. "Wir machen's einfach", hieß der griffige Slogan der Gründungsversammlung am 13. Dezember 2000 in Berlin. Und schon zwei Monate später zeigte die EDNA-Initiative auf der E-World 2001 in Essen erste Beispiele für einen funktionierenden elektronischen Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Softwaresystemen. Im Herbst 2001 wurden dann auf der ersten EDMlive in Hannover gleich 20 Software-Systeme miteinander gekoppelt, und die EDNA-Initiative präsentierte live, dass der Austausch von Verbrauchsdaten auf Basis des EDIFACT-Formats MSCONS durchaus kein Hexenwerk ist. "Ermutigt durch diese schnellen Erfolge waren wir damals optimistisch, dass die marktübergreifende Interoperabilität der Softwaresysteme in der Energiewirtschaft innerhalb weniger Jahre umzusetzen ist - und wir uns dann wieder auflösen können", erinnert sich Dr. Franz Hein, Geschäftsführer der EDNA-Initiative e.V. "Dieses Ziel haben wir sicherlich nicht erreicht. Aber mit dem EDNA-Qualitätssiegel und der EDNA-Testmaschine haben wir heute die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Kommunikationsprozesse im Energiemarkt künftig hoch effizient und vor allem zuverlässig gestaltet werden können", so sein Fazit nach fünf Jahren.

Neben dem Aufbau eines Zertifizierungsverfahrens, mit dem tatsächlich abgeprüft werden kann, ob die elektronischen Kommunikationsprozesse zwischen den Softwarelösungen der verschiedenen Marktteilnehmer korrekt und zuverlässig abgewickelt werden, war die EDNA-Initiative in den letzten fünf Jahren aber auch auf weiteren Feldern aktiv. So sorgte sie für eine klare Definition des Begriffs "Energiedatenmanagement", der sich heute zur "Energielogistik" weiterentwickelt hat. Auf dieser Basis entwickelte die EDNA auch eine Nomenklatur und die Matrix für eine Marktübersicht, mit der heute die entsprechenden Softwarelösungen systematisch miteinander verglichen werden können, ein Beitrag zu deutlich mehr Transparenz im Markt. Ergänzt wurde dies durch die Marktübersicht "IT- und Managementberatung", der in Kürze das Spektrum der "IT- und Energiedienstleister" folgen wird. Daneben konzentrierte sich die EDNA auf eine intensive Mitarbeit in den Gremien der Verbände, in denen die Marktregeln definiert und festgelegt wurden und werden. Ziel dabei war immer beizutragen, dass die Ergebnisse der Gremienarbeiten interpretationsfrei und kostengünstig in IT-Lösungen münden können, sprich: dass es möglich ist, die Vorgaben für die Prozess- und Datenkommunikation des Energiemarktes als betriebsfertige Software kaufen, implementieren und nutzen zu können.

"Dass wir mit unserer Arbeit hier nicht immer nur auf Begeisterung gestoßen sind, versteht sich von selbst. Denn ein funktionierender elektronischer Datenaustausch sorgt nicht nur für mehr Effizienz, sondern vor allem auch für mehr Offenheit und Transparenz - was nicht immer und überall erwünscht ist", so Dirk Heinze, Vorstandsvorsitzender der EDNA-Initiative e.V. und Geschäftsführer der AKTIF Technology GmbH im Rückblick. Doch aus Sicht der EDNA ist hier durchaus ein Umdenken zu erkennen. "Immer mehr Unternehmen in der Energiewirtschaft verstehen, dass sie nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie ihre Prozesse möglichst effizient und IT-basiert abwickeln, egal ob es sich um interne Prozesse oder die Kommunikation mit anderen Marktpartnern handelt", beschreibt EDNA-Vorstandsmitglied Norbert Schulz von der regiocom GmbH die derzeitige Situation. Zumal auch die Bundesnetzagentur künftig voll und ganz auf den elektronischen Datenaustausch setzt. "Vor diesem Hintergrund hat die EDNA-Initiative eine wichtigere Funktion denn je. Denn es muss sichergestellt sein, dass sich die unterschiedlichen Softwarelösungen verstehen und eine gemeinsame Sprache sprechen. Dies kann nur durch eine neutrale Instanz wie die EDNA-Testmaschine sichergestellt werden, die wie ein ‚TÜV' alle Softwarelösungen nach den gleichen Maßstäben überprüft", so EDNA-Vorstand Rainer Grempe von der cronos Unternehmensberatung GmbH.

EDNA-Initiative e.V. ifed GmbH

Die EDNA-Initiative e.V. ist eine Vereinigung von Softwareherstellern, Unternehmensberatern und IT-Dienstleistern sowie Anwendern aus den Aufgabenbereichen des eBusiness in den Energiemärkten rund um das Energiedatenmanagement. Das Ziel der EDNA ist es, die Automatisierung der Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern in der Energiewirtschaft zu fördern und dafür bestehende und neue Standards für den elektronischen Datenaustausch in den Softwaresystemen umzusetzen und damit "kaufbar" zu machen. Gleichzeitig soll über ein Zertifizierungsverfahren und ein EDNA-Qualitätssiegel sichergestellt werden, dass IT-Systeme die festgelegten Standards auch tatsächlich erfüllen. Für den Anwender bedeutet das eine sehr viel größere Entscheidungs- und Investitionssicherheit als bisher, weil aufwändige Schnittstellenprogrammierungen und Integrationsanstrengungen überflüssig werden. Gleichzeitig kann er über die Automatisierung von Geschäftsprozessen erhebliche Rationalisierungspotenziale erschließen.

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