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Chemie-Unfall in Oestrich-Winkel zeigt zivilen Nutzen von Drohnen

EBS-Wissenschaftler an der Entwicklung von Gasmess-Drohnen beteiligt

(PresseBox) (Oestrich-Winkel, ) Der Chemie-Unfall vom 13. August in Oestrich- Winkel, bei dem aus dem Tank einer Schaumstofffabrik eine giftige Isocyanat-Gaswolke entwichen ist, bestätigt den möglichen zivilen Nutzen unbemannter Flugsysteme, sogenannter Drohnen. Im Projekt AirShield, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) öffentlich geförderten Forschungsprogramm, wurden zwischen 2008 und Ende 2011 solche Drohnen entwickelt. Diese Systeme sind mit einer Gassensorik statt den üblichen Kameras bestückt und sollen damit Gaswolken detektieren, deren Ausbreitung berechnen und auch Gefahrenabwehrmaßnahmen vorschlagen. Die Drohnen dienen damit sowohl dem Schutz der Einsatzkräfte und der Bürger als auch dem Umweltschutz.


Der ausschlaggebende Vorfall für die Bewilligung des Projektes war der Brand in einem Reifenlager im Jahr 2007 in Dortmund. Die Feuerwehr Dortmund sowie die dort stationierte Analytische Taskforce des Bundesamtes für Katastrophenhilfe (BBK) waren daher die Anwendungspartner für AirShield. Der aktuelle Unfall zeigt den Anwendungsbezug und die Praxisnähe des BMBF-Forschungsprogramms für die zivile Sicherheit.

An dem Projekt beteiligt war auch Dr. Andre Hermanns (LSE), der die Akzeptanz dieser innovativen Ausrüstungssysteme bei potenziellen Anwendern sowie auch in der Öffentlichkeit untersucht hat. Seit 1. Juli 2012 ist er neuer Forschungsdirektor an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht und leitet den Fachbereich Security & Innovation innerhalb des Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE). Der Standort des SIIE befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der havarierten Schaumstofffabrik in Östrich-Winkel, daher wurde der Einsatzleitung vor Ort die Nutzung des Systems zur Lageaufklärung und Einsatznachbesprechung angeboten.

Neben der Akzeptanz von Sicherheitslösungen, z.B. in dem BMBF-Projekt SIRA, untersucht der SIIE-Fachbereich Security & Innovation weitere Innovationsaspekte aus dem Themenfeld Zivile Sicherheit, wie beispielsweise Szenarioentwicklung und Technologievorausschau, Controlling von Sicherheitsmaßnahmen sowie Business Continuity Management. Neben öffentlich geförderten Forschungsprojekten wird auch industrielle Gemeinschaftsforschung mit Unternehmen verschiedener Hightech-Branchen, wie Aviation, Automotive oder Chemicals durchgeführt.

Über EBS Universität für Wirtschaft und Recht i. Gr

Die EBS Universität für Wirtschaft und Recht ist eine führende private Wirtschaftsuniversität in Deutschland mit Standorten in Wiesbaden und Oestrich-Winkel. Die Universität bildet Studenten in Bachelor- und Masterstudiengängen in Betriebswirtschaftslehre und für die Erste juristische Prüfung (Staatsexamen) in Jura aus. Aktuell zählt die EBS Universität 1550 Studenten. In ihrer Forschung legt die Universität einen Schwerpunkt auf wirtschaftlichen Anwendungsbezug. Außerdem unterstützt die EBS Universität mit ihrem Weiterbildungsangebot Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft.

Die EBS Universität gliedert sich in zwei Fakultäten, die EBS Business School und die EBS Law School. Die EBS Business School, ein Pionier der deutschen Business Schools, bildet seit 1971 künftige Führungspersönlichkeiten mit internationaler Perspektive aus und zählt zu den renommiertesten betriebswirtschaftlichen Fakultäten Deutschlands. Seit April 2012 ist die EBS Business School mit dem internationalen Gütesiegel EQUIS zertifiziert. Die EBS Law School ist die jüngste juristische Fakultät in Deutschland. Seit 2011 bietet die Law School der EBS Universität als einzige Universität in Deutschland ein vollwertiges, klassisches Jura-Studium mit dem Abschlussziel Staatsexamen und wirtschaftsrechtlichen Schwerpunktbereichen sowie einem integrierten Master in Business (MA) an.

Das Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE) der EBS Business School betreibt mit rund 45 Mitarbeitern praxisorientierte Forschung, Lehre und Weiterbildung in den Kernthemenfeldern Innovationsmanagement, Entrepreneurship, Controlling, Performance Measurement und Security Management.

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