Universität Tübingen führt als landesweit erste Hochschule Umweltmanagement nach europäischem Verfahren 'EMAS' ein

Umweltministerin Tanja Gönner lobt Umweltengagement und übergibt Förderbescheid: "Universität auf Umweltkurs"

(PresseBox) (Tübingen, ) Förderung durch das baden-württembergische Umweltministerium

Die Universität Tübingen führt als erste baden-württembergische Universität und als erste klassische Universität bundesweit das Umweltmanagementsystem "Eco-Management and Audit Scheme (EMAS)" ein. Das Ökoprojekt wird vom baden-württembergischen Umweltministerium mit 20.000 Euro gefördert. Am 14. Juli hat Umweltministerin Tanja Gönner symbolisch mit einem Scheck den Förderbescheid übergeben. "Die Initiative verdient Anerkennung. Die Universität ist auf Umweltkurs. Mit der Einführung des Umweltmanagements schärft die Hochschule ihr Profil in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit", sagte Gönner. Erstmals gehe eine Universität im Land den Weg nach dem europäischen Zertifizierungsverfahren, systematisch Energie und andere natürliche Ressourcen einzusparen, in dem die Potenziale identifiziert und danach die notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden. "Davon profitiert die Umwelt. Gleichzeitig sinken aber auch die laufenden Kosten für Energie, Wasser und Abfall", betonte Umweltministerin Gönner.

EMAS ist eine europäische Verordnung über die freiwillige Beteiligung von Unternehmen und Organisationen zur kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Umweltbilanz. Vorrangiges Ziel an der Universität Tübingen ist dabei zunächst die effiziente Nutzung und Einsparung knapper Ressourcen wie Wasser, Energie und Papier. Das EMAS-Konzept sieht außerdem vor, das Leitbild der Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre zu verankern und die Beschäftigten in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistungen der Universität einzubeziehen - das Umweltmanagement soll "gelebt" und von allen Universitätsangehörigen mitgetragen werden. "Die EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN will damit ganz bewusst eine Vorbildfunktion in Sachen Umweltschutz und Umweltbewusstsein übernehmen und einen Prozess im Blick auf ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit einleiten", erklärte Universitätsrektor Bernd Engler.

In Kooperation mit der Studierendeninitiative "Greening the University" wurden Umweltleitlinien erstellt, in denen umweltbezogene Gesamtziele und Handlungsgrundsätze formuliert werden.

Ein weiterer Schritt der EMAS-Zertifizierung ist eine Umweltprüfung, d. h. eine Analyse der aktuellen Umweltleistungen, die mit Unterstützung der externen Beraterfirma Hochschulinformationssystem GmbH (HIS), Hannover, durchgeführt wird. Auf der Basis dieser Prüfungsergebnisse, die im Oktober 2009 vorliegen sollen, werden konkrete Umweltziele festgelegt wie die Reduzierung des Energieverbrauchs um einen bestimmten Prozentsatz, die Erhöhung der Verwendung von Recyclingpapier o.ä.. Der Prozess mündet schließlich in der Zertifizierung durch unabhängige Umweltgutachter. Als Zeitpunkt hierfür ist 2011 angestrebt. Ein jährlich erscheinender Umweltbericht sowie eine alle drei Jahre stattfindende Validierung werden für eine kontinuierliche nachhaltige Verbesserung und Ausweitung des Umweltschutzes an der Universität Tübingen sorgen.

Die Verankerung des Umweltschutzes in Forschung und Lehre der Universität wird sichtbar in dem großen Forschungsschwerpunkt Geoumweltforschung. Dieser findet seinen Niederschlag u. a. in einer gerade beginnenden Zusammenarbeit mit dem Umweltforschungszentrum Leipzig der Helmholz-Gesellschaft sowie den Universitäten Stuttgart und Hohenheim. Als neuer umweltbezogener Studiengang wird zum Wintersemester 2009/10 der Studiengang "Umweltnaturwissenschaften" starten.

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