EADS veröffentlicht Ergebnisse für das erste Quartal 2010

(PresseBox) (Leiden, ) .
- Umsatz von € 9,0 Mrd. dank anhaltend hohem Auslieferungsniveau
- EBIT* vor Einmaleffekten: € 0,15 Mrd.
- EBIT*: € 83 Mio.
- Konzernergebnis: € 103 Mio.
- Nettoliquidität von € 8,8 Mrd. bleibt hoch Leiden, 14. Mai 2010 - Das gesamtwirtschaftliche Umfeld von EADS

(Börsenkürzel: EAD) zeigt eine allmähliche Erholung, stellt jedoch nach wie vor eine Herausforderung dar. Im ersten Quartal (Q1) 2010 managte EADS den Auftragsbestand weiterhin umsichtig und verzeichnete hohe Auslieferungszahlen über alle Geschäftsfelder hinweg. Der Umsatz belief sich auf € 9,0 Mrd. Das EBIT* vor Einmaleffekten betrug € 0,15 Mrd. - dank einer guten Performance in den Airbus-Serienprogrammen sowie im Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft. Das A380-Programm und schlechtere Hedging-Kurse wirkten sich hingegen nachteilig aus. Unter Berücksichtigung außergewöhnlicher Wechselkurseffekte lag das Konzern- EBIT* bei € 83 Mio. Der Auftragseingang in Höhe von € 14,4 Mrd. spiegelt den geschäftlichen Aufwärtstrend in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld wider. Der Auftragsbestand in Höhe von € 416 Mrd. stellt eine solide Basis für künftige Auslieferungen dar. Die Nettoliquidität bleibt mit € 8,8 Mrd. ebenfalls ein wichtiger Aktivposten des Konzerns.

"Ich bin vorsichtig optimistisch, dass es in unserer Branche langsam wieder aufwärts geht. Die Wirtschaftsindikatoren deuten auf einen Erholungstrend der globalen Konjunktur hin. Dies wirkt sich deutlich positiv auf den Luftverkehr aus. Dennoch zeigen die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten, dass die Krise noch nicht gänzlich überwunden ist. Die Volatilität ist weiterhin hoch, insbesondere aufgrund der Schwäche einiger Volkswirtschaften in der Eurozone. Von der damit einhergehenden Stärkung des Dollars dürfte EADS hingegen mittel- bis langfristig profitieren - vorausgesetzt, dass sich der Dollar-Trend fortsetzt", sagte Louis Gallois, CEO von EADS. "Unser Hauptaugenmerk gilt dieses Jahr unseren Programmen: Wir müssen im A380-Programm Fortschritte erzielen, beim A400M die Vertragsanpassung mit den Kundennationen abschließen und das Programm technisch vorantreiben sowie die Entwicklung des A350 beschleunigen."

In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz von EADS auf

€ 9,0 Mrd. (Q1 2009: € 8,5 Mrd.). Der Anstieg wurde getragen von einer Kombination aus gestiegenen Stückzahlen und eines vorteilhaften Mix'

bei der Auslieferung von Airbus-Zivilflugzeugen (119 Einheiten mit Umsatzrealisierung gegenüber 116 im vergleichbaren Vorjahreszeitraum). Darüber hinaus leisteten Eurocopter, Astrium und die Übrigen Aktivitäten positive Umsatzbeiträge. Teilweise wurden diese Beiträge durch negative Wechselkurseffekte und eine geringere Umsatzrealisierung im A400MProgramm wieder aufgezehrt. Im Jahr 2010 wird EADS für das A400MProgramm die Gewinnrealisierungsmethode nach dem Fertigungsgrad wieder aufnehmen. Im ersten Quartal 2010 wurden keine umsatzwirksamen Meilensteine realisiert.

Das EBIT* vor Einmaleffekten - die Kennzahl zur Erfassung der operativen Gewinnspanne ohne Berücksichtigung einmaliger Aufwendungen oder Erträge aus Rückstellungsveränderungen oder Währungsschwankungen -

belief sich im Konzern auf € 0,15 Mrd. (Q1 2009: € 0,4 Mrd.). Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 wurde der günstigere Mix von "Single-Aisle"- und Langstreckenflugzeugen mehr als kompensiert, hauptsächlich durch die Verschlechterung der Hedging-Kurse sowie einen Rückgang des EBIT* im Bereich der Zentrale sowie durch interne Eliminierungen. Dieser Rückgang basiert auf einer veränderten Zuordnung von Immobilienkosten sowie einem geringeren Beitrag von Dassault. Darüber hinaus beeinträchtigt das A380- Programm das Ergebnis weiterhin erheblich. Trotz starker negativer Währungseinflüsse und operativer Herausforderungen im A380-Programm erzielte Airbus ein EBIT* vor Einmaleffekten in Höhe von € 0,08 Mrd.

Das EBIT* von EADS in Höhe von € 83 Mio. (Q1 2009: € 232 Mio.) wurde ferner durch außerordentliche negative Wechselkurseffekte beeinträchtigt.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum belasteten diese das EBIT* im ersten Quartal 2010 mit insgesamt rund € 300 Mio. EADS verbuchte ein Konzernergebnis von € 103 Mio. (Q1 2009: € 170 Mio.). Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von € 0,13 (Q1 2009: € 0,21). Diese Entwicklung ist auf den EBIT*-Rückgang zurückzuführen. Das Finanzergebnis verbesserte sich: hauptsächlich resultiert die Veränderung aus der negativen Neubewertung von Optionen im Jahr 2009, während das Restrukturierungsprogramm der Optionen im ersten Quartal 2010 abgeschlossen wurde. Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) stiegen leicht auf € 572 Mio. (Q1 2009: € 562 Mio.); maßgeblich für den Anstieg waren vor allem die verstärkten F&E-Aktivitäten der Division Verteidigung und Sicherheit.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen betrug € -972 Mio. (Q1 2009:€ -600 Mio.). Dieser spiegelt sowohl einen Vorratsaufbau wider als auch einen Abgrenzungseffekt aufgrund von Kundenzahlungen, die bereits Ende 2009 eingegangen waren. Der Kundenfinanzierungsbedarf belief sich im ersten Quartal 2010 auf rund € 150 Mio. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen betrug € -1,124 Mrd. (Q1 2009: € -585 Mio.).

Die Nettoliquidität des Konzerns lag bei € 8,8 Mrd. (Jahresende 2009: € 9,8 Mrd.). Dabei führen saisonale Schwankungen im Verteidigungsbereich sowie im Geschäft mit institutionellen Kunden dazu, dass Umsatz, Gewinn und Liquidität in diesen Bereichen sich gegen Jahresende tendenziell stärker entwickeln.

Der Auftragseingang des Konzerns lag mit € 14,4 Mrd. deutlich über dem Niveau von 2009 (Q1 2009: € 9,3 Mrd.). Dies ist insbesondere auf höhere Bestellungen für den A330 und den A350XWB zurückzuführen. Der Markt für Zivilhubschrauber hingegen erholt sich nur langsam. Ende März 2010 lag der Auftragsbestand von EADS bei soliden € 415,8 Mrd. (Jahresende 2009: € 389,1 Mrd.) aufgrund von Zuwächsen in allen Divisionen. Dank eines seit Jahresende 2009 deutlich verbesserten US-Dollar-Kurses zum Stichtag profitierte der Airbus-Auftragsbestand von einer wechselkursinduzierten Neubewertung. Diese schlug sich in einem Anstieg von rund € 22 Mrd. nieder.

Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft blieb dank Aufträgen für weltraumgestützte Dienste und Lenkflugkörper mit € 57,7 Mrd. stabil (Jahresende 2009: € 57,3 Mrd.).

Ende März 2010 beschäftigte EADS 119.860 Mitarbeiter (Jahresende 2009: 119.506).

Update zum Tankflugzeug-Modernisierungsprogramm der US-Luftwaffe

Am 20. April 2010 gab EADS North America die Absicht bekannt, am 9. Juli 2010 ein Angebot für das Tankflugzeug-Modernisierungsprogramm der US-Luftwaffe als Hauptauftragnehmer abzugeben. Das Unternehmen wird den KC-45 anbieten. Es ist das einzige bereits fliegende Flugzeug, das den Anforderungen der KC-X-Ausschreibung der US-Luftwaffe entspricht. Der KC-45 basiert auf einem von EADS gebauten Tankflugzeug, für das sich das US-Verteidigungsministerium bereits im Jahr 2008 entschieden hatte. Zudem setzte sich dieses Modell in jeder der letzten fünf Tankerausschreibungen weltweit durch. Um das KC-45-Angebot zu untermauern, hat EADS North America ein Team mit Vertretern der US-Industrie gebildet. Das US-Verteidigungsministerium hat EADS North America nun als "qualifizierten Lieferanten" eingestuft, der in der Lage ist, allen Anforderungen an einen Hauptauftragnehmer zu entsprechen. Dies schließt Tätigkeiten mit ein, die dem Geheimschutz unterliegen. EADS North America wird sein Industrieteam weiter ausbauen und so seine Position in der KC-45-Ausschreibung weiter stärken.

Ausblick

Im derzeitigen Wirtschaftsumfeld ist EADS 2010 solide aufgestellt. Der verzeichnete Aufwärtstrend im Markt ist bestätigt - insbesondere im Luftverkehr - wenngleich auch volatil. Der Markt für Hubschrauber bleibt unbeständig. Die solide Position von EADS basiert auf einem umsichtigen Management des robusten Auftragsbestands von 3.426 Zivilflugzeugen bei Airbus Commercial, 1.301 Hubschraubern bei Eurocopter sowie gut gefüllten Auftragsbüchern im Raumfahrt- und Verteidigungsbereich.

EADS bestätigt den Ausblick für das Jahr 2010, so wie ihn das Unternehmen bereits am 9. März 2010 veröffentlicht hat.

Angesichts zahlreicher laufender Kampagnen rechnet Airbus für 2010 mit Brutto-Neubestellungen von 250 bis 300 Flugzeugen.

Airbus erwartet, 2010 maximal ebenso viele Auslieferungen wie im Vorjahr zu erreichen (Jahresende 2009: 498 Flugzeuge). Eurocopter dürfte 2010 rund sechs Prozent weniger Hubschrauber ausliefern als vergangenes Jahr (Jahresende 2009: 558 Hubschrauber).

Ausgehend von einem durchschnittlichen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,40 dürfte sich der Umsatz von EADS 2010 in etwa auf Vorjahresniveau bewegen (Jahresende 2009: € 42,8 Mrd.).

Das EBIT* wird 2010 bei rund € 1 Mrd. liegen. Gegenüber 2009 werden die verschlechterten Hedging-Kurse dabei mit rund € -1 Mrd. zu Buche schlagen.

Obwohl es beim A380 zu leichten Verbesserungen kommt, wird das Programm - wie schon 2009 - das EBIT* vor Einmaleffekten weiterhin erheblich belasten. Kosteneinsparungen und verbesserte Preise bei Verkehrsflugzeugen sollten sich positiv auswirken. Geringere Auslieferungen bei Helikoptern, ein Anstieg bei Forschungs- & Entwicklungsaufwendungen (F&E) sowie die Kosteninflation werden die Rentabilität hingegen beeinträchtigen.

Die künftige EBIT*-Entwicklung wird von der Fähigkeit des Konzerns abhängen, die Programme A400M, A380 und A350XWB gemäß den Verpflichtungen zu managen, die der Konzern gegenüber den Kunden eingegangen ist.

Ausgehend von nachhaltigen Zahlungsmitteleingängen aus dem Behördenund Regierungsgeschäft zum Jahresende sowie aufgrund weiterer Vorauszahlungen im A400M-Programm dürfte der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen neutral ausfallen. Der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen wird voraussichtlich negativ ausfallen aufgrund des Zahlungsmittelabflusses aus Kundenfinanzierungen in Höhe von rund € 1 Mrd. Sollte sich der Aufwärtstrend am Markt fortsetzen, dürfte weniger Cash Flow in die Kundenfinanzierung fließen.

EADS-Divisionen: Stabiles Geschäft mit institutionellen Kunden und Regierungen sowie allmähliche Erholung des wirtschaftlichen Umfelds

Der Airbus-Gesamtumsatz von € 6,264 Mrd. stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres an (Q1 2009: € 5,883 Mrd.). Das konsolidierte EBIT* von Airbus betrug € 7 Mio. (Q1 2009: € 89 Mio.).

Der Umsatz von Airbus Commercial belief sich auf € 5,989 Mrd. (Q1 2009: € 5,470 Mrd.). Die Auslieferungen stiegen auf 122 Zivilflugzeuge

(Q1 2009: 116 Maschinen). Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich ein günstiger Mix und die gestiegenen Auslieferungszahlen von Zivilflugzeugen positiv auf den Umsatz von Airbus Commercial aus. Drei "Single-Aisle"- Maschinen wurden als Operating-Leasing ohne Umsatzrealisierung ausgeliefert. Verglichen mit dem ersten Quartal 2009 schlugen ungünstigere Wechselkurse mit rund € -400 Mio. zu Buche. Das EBIT* von Airbus Commercial sank auf € 6 Mio. im Vergleich zu € 205 Mio. im Vorjahresquartal. Der günstige Mix bei der Auslieferung von "Single-Aisle"- und Langstreckenflugzeugen wurde hauptsächlich durch negative Wechselkurseffekte kompensiert. Darüber hinaus beeinträchtigt das A380-Programm das Ergebnis weiterhin erheblich.

Der Umsatz von Airbus Military belief sich auf € 384 Mio. (Q1 2009:€ 456 Mio.). Das EBIT* von Airbus Military stieg auf € 1 Mio. (Q1 2009:€ -116 Mio. aufgrund der Belastungen aus den A400M-Rückstellungen). Die Ergebnisse profitierten von einem Hochlauf der Tankeraktivitäten für die Vereinigten Arabischen Emirate sowie von einer Zunahme im britischen Tankflugzeugprogramm "Future Strategic Tanker Aircraft". Da beim A400M zwischen Jahresende 2009 und dem ersten Quartal 2010 kein neuer Umsatz-Meilenstein realisiert wurde, trug das Programm nicht zum Umsatz und EBIT* bei. Angefallene Kosten wurden als unfertige Erzeugnisse und Leistungen gebucht.

In einem schwierigen Marktumfeld erzielte Airbus im ersten Quartal positive Ergebnisse: Im Zivilflugzeuggeschäft gingen 60 neue Festbestellungen ein;

122 Maschinen wurden ausgeliefert, darunter drei A380 und drei "Single- Aisle"-Maschinen unter Operating-Leasing. Bestellungen für den A330 und den A350XWB machten zusammen mehr als 80 Prozent der Aufträge im ersten Quartal aus. Es wurden keine Aufträge storniert (Q1 2009:

14 Maschinen). Airbus Military verzeichnete im ersten Quartal keine Neubestellungen.

Im Januar 2010 lieferte Airbus den achten A380 an Emirates Airlines aus - gleichzeitig das 6.000. Flugzeug in der 40jährigen Airbus-Geschichte.

Mit der Festbestellung über 25 A350XWB von United Airlines verbuchte Airbus einen wichtigen Durchbruch auf dem US-Markt. Die Bestellungen für den A350XWB belaufen sich nun auf 530 Stück. Nach einer erfolgreichen Flugerprobungskampagne erhielt das Frachtflugzeug A330-200 Anfang April 2010 die Musterzulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit.

Bei Airbus Military ist die Entwicklung des A400M in vollem Gange. Anfang April absolvierte der zweite A400M seinen Erstflug und ist nun Bestandteil der Flugerprobungskampagne. Das erste Tankflugzeug für die australische Luftwaffe erhielt am 17. März 2010 die zivile Zulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit. Die militärische Zulassung soll im Sommer 2010 erfolgen.

Zum 31. März 2010 verzeichnete Airbus einen konsolidierten Auftragsbestand im Wert von € 366,1 Mrd. (Jahresende 2009: € 339,7 Mrd.). Davon entfielen € 346,2 Mrd. auf Airbus Commercial (Jahresende 2009: € 320,3 Mrd.).

Dies entspricht einer Stückzahl von 3.426 Maschinen (Jahresende 2009:3.488). Der Auftragsbestand von Airbus Military blieb mit € 21,2 Mrd. (Jahresende 2009: € 20,7 Mrd.) stabil.

Der Umsatz von Eurocopter stieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 um fünf Prozent auf € 798 Mio. (Q1 2009: € 758 Mio.). Dieses Wachstum geht auf frühzeitig im Jahr angefallene Kundendienst-Aktivitäten und auf eine höhere Umsatzrealisierung im NH90-Programm zurück. Das EBIT* der Division sank auf € 26 Mio. (Q1 2009: € 38 Mio.). Positive Beiträge aus dem Kundendienstgeschäft wurden durch negative Wechselkurseffekte, verstärkte Investitionen in Produkte und geringere Margen im NH90-Programm aufgezehrt. Mit den ersten Kundenqualifizierungen der NH90-Marineversion in Frankreich und den Niederlanden erreichte Eurocopter einen wichtigen Meilenstein. Der koreanische Surion-Prototyp -

ein Mehrzweckhubschrauber, der von Korean Aerospace Industries mit Unterstützung von Eurocopter entwickelt wurde - und der von Eurocopter für Evakuierungsmissionen modernisierte Bundeswehr-Hubschrauber CH-53GA absolvierten termingerecht erfolgreiche Erstflüge. Zudem stellte Eurocopter die Kernpunkte seines Restrukturierungsprogramms SHAPE vor.

Neben verschiedenen Initiativen zur Kostensenkung soll das sich in der Umsetzung befindliche Programm die Wettbewerbsfähigkeit und die Führungsposition von Eurocopter auch künftig sicherstellen.

Trotz der anhaltend unbeständigen Marktlage haben sich die Buchungen und Stornierungen bei Eurocopter Anfang 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal positiv entwickelt. Dennoch liegt die Nachfrage auf dem Markt für zivile Hubschrauber deutlich unter dem Niveau von 2007 und 2008. Bei den Bestellungen zeigte sich ein leichter Aufwärtstrend. So nahm Eurocopter im ersten Quartal 2010 84 Netto-Bestellungen entgegen (einschließlich acht leichten Mehrzweckhubschraubern, so genannten Light Utility Helicopters oder LUH); im Vergleich dazu waren es 66 Bestellungen im ersten Quartal 2009. Auch die Zahl der Stornierungen nahm ab: Im ersten Quartal 2010 beliefen sie sich auf 18 Maschinen (Q1 2009: 28 Maschinen). In den ersten drei Monaten des Jahres wurden unter anderem zwei Tiger, vier NH90 und sechs LUH ausgeliefert. Mit insgesamt 86 Hubschraubern fielen die Auslieferungen jedoch geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres

(93 Hubschrauber). Der Auftragsbestand von Eurocopter stieg auf € 15,3 Mrd.

(Jahresende 2009: € 15,1 Mrd.) mit 1.301 Hubschraubern (Jahresende 2009:

1.303 Hubschrauber).

Astrium verzeichnete im ersten Quartal 2010 einen leichten Umsatzanstieg um zwei Prozent auf € 924 Mio. (Q1 2009: € 904 Mio.). Die Umsatzentwicklung spiegelt verstärkte Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten im Verteidigungsgeschäft sowie Wachstum bei Telekommunikationsdiensten wider. Das EBIT* stieg um 14 Prozent auf € 41 Mio. (Q1 2009: € 36 Mio.).

Das starke Verteidigungs- und Telekommunikationsdienstgeschäft trug positiv zum EBIT* bei; dies wurde jedoch teilweise durch geringere Margen und Volumina bei Navigationssatelliten sowie geringere Margen bei Erdbeobachtungssatelliten kompensiert.

Im ersten Quartal 2010 verbuchte Astrium in allen Geschäftsfeldern wichtige Erfolge. Im Dienstleistungsgeschäft unterzeichnete Paradigm eine Verlängerung des Skynet-5-Servicevertrags mit dem britischen Verteidigungsministerium. Im Rahmen dieses Vertrags wird der Skynet-5-Verbund um einen vierten Satelliten erweitert. Dank dieser zusätzlichen Kapazität kann Paradigm bis ins Jahr 2022 die Anforderungen in einem expandierenden internationalen Markt für militärische Satellitenkommunikation erfüllen. Zudem wurde Astrium von der Europäischen Verteidigungsagentur EDA mit einer Vorstudie zur Koordinierung des künftigen militärischen Kommunikationsbedarfs der Europäischen Union (EU) beauftragt. Außerdem hat die Division zwei Aufträge von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA erhalten: die erste Entwicklungsphase für eine leistungsgesteigerte Version des Ariane-5-Trägersystems sowie den Bau des optischen Satelliten Sentinel-2B.

Der im ersten Quartal 2010 erzielte Auftragseingang in Höhe von € 1,2 Mrd. spiegelt Erfolge in sämtlichen Geschäftsfeldern der Division wider.

Dennoch fiel er deutlich geringer aus als im Vorjahr (Q1 2009: € 5,6 Mrd.), als der Auftragseingang unter anderem 35 Ariane-5-Trägerraketen des Produktionsloses PB enthielt. Ende März 2010 verzeichnete Astrium einen Auftragsbestand von € 15,0 Mrd. (Jahresende 2009: € 14,7 Mrd.).

Der Umsatz der Division Verteidigung und Sicherheit für das erste Quartal 2010 belief sich auf € 928 Mio. und blieb damit in etwa auf Vorjahresniveau (Q1 2009: € 934 Mio.). Der gestiegene Exportumsatz aus Lenkflugkörperprogrammen wurde durch einen Rückgang bei Dienstleistungen für Militärflugzeuge im ersten Quartal kompensiert; letztere werden sich aber voraussichtlich im Laufe des Jahres wieder stärker entwickeln.

Das EBIT* blieb stabil bei € 21 Mio. (Q1 2009: € 21 Mio.). Der Zuwachs bei Lenkflugkörperexporten sowie ein günstigerer Mix bei Wartungs- und Trainingsdienstleistungen glichen den signifikanten Anstieg der Forschungsund Entwicklungsaufwendungen im ersten Quartal 2010 aus. Diese gestiegenen Aufwendungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Bereiche Unbemannte Flugzeuge (Unmanned Aerial Vehicles - UAVs) und Sichere Kommunikation.

Im ersten Quartal 2010 konnte Verteidigung und Sicherheit wichtige Aufträge sowie Auslieferungen verbuchen. MBDA und das britische Verteidigungsministerium beschlossen eine langfristige Partnerschaft für die Lieferung und die Unterstützung komplexer Waffensysteme. In diesem Rahmen bestellte das britische Verteidigungsministerium die Bereitstellung neuer militärischer operationaler Fähigkeiten für den Einsatz in Afghanistan im Wert von € 132 Mio. (entsprechend dem 37,5prozentigen Anteil von EADS an MBDA). Zudem erhielt die Division mehrere Aufträge für TETRAFunkkommunikationssysteme, beispielsweise vom chinesischen Büro für

Öffentliche Sicherheit in Shenzhen zur Errichtung des größten digitalen Polizei-Funknetzes des Landes. Im Februar lieferte die Division das zweite Los von 35 modifizierten UAVs zur Nahaufklärung (DRAC - Drone de Reconnaissance au Contact) an das französische Heer aus. Dieses System erweitert das Fähigkeitsspektrum in gebirgigem Gelände. Der Auftragsbestand der Division lag Ende März 2010 bei € 18,9 Mrd.

(Jahresende 2009: € 18,8 Mrd.) und bietet eine solide Grundlage für künftiges Wachstum.

EADS-Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einer Division):

Der Umsatz der Übrigen Aktivitäten stieg um 15 Prozent auf € 246 Mio. (Q1 2009: € 214 Mio.). Diese Entwicklung wurde durch höhere Auslieferungen und das Asset-Management von ATR getragen. Das EBIT* der Übrigen Aktivitäten betrug € -1 Mio. (Q1 2009: € 0 Mio.).

Ein geringfügiger Anstieg bei ATR und EADS North America wurde durch das krisenbedingt rückläufige Geschäft von Sogerma mit der Instandhaltung und Wartung von Flugzeugtriebwerken aufgezehrt.

ATR lieferte im ersten Quartal 13 Flugzeuge aus (Q1 2009: 8 Flugzeuge) und nahm Bestellungen über acht weitere Maschinen entgegen (Q1 2009: 0 Maschinen). Es gab keine Auftragsstornierungen. Ende März 2010 verzeichnete ATR einen Auftragsbestand von 128 Flugzeugen. Auch im ersten Quartal 2010 baute EADS seine Präsenz auf dem US-Verteidigungsmarkt weiter aus: Im März lieferte EADS North America den 100. Light Utility Helicopter an das amerikanische Heer. Die erneut terminund budgetgerechte Auslieferung markiert einen weiteren Meilenstein dieses erfolgreichen Programms. EADS North America und Infoterra erhielten einen Fünfjahresvertrag im Wert von US$ 85 Mio. Sie versorgen die US-Agentur für geographische Aufklärung (National Geospatial-Intelligence Agency) mit kommerziellen Radarsatellitendaten zur Aufklärung, für militärische Zwecke sowie für die Innere Sicherheit. Zum 31. März 2010 belief sich der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten unverändert auf € 2,0 Mrd.

(Jahresende 2009: € 2,0 Mrd.)

* EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus "außerordentliche Posten" bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

Airbus Group

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen mit einem Umsatz von € 42,8 Mrd. im Jahr 2009 und über 119.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören Airbus, Eurocopter, EADS Astrium und EADS Defence & Security.

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