Ratings besser verstehen - Kostenfreie Hilfe für den Mittelstand bei Basel II

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Ein neues Projekt des E-Finance Lab kommt der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland unmittelbar zugute. Basierend auf den Ergebnissen zweier empirischer Studien der KfW und der Bundesbank zu Insolvenzursachen deutscher Unternehmen hat die gemeinsame Forschungseinrichtung der Universität Frankfurt am Main und der Technischen Universität Darmstadt eine Internetplattform entwickelt, mit der sich Mittelständler einfach und schnell ein auf Kennzahlen basiertes Pre-Rating erstellen können. Von anderen, kostenfreien Ratings, die im Internet erhältlich sind, setzt sich dieses Rating qualitativ ab, da es auf repräsentativen Datensätzen der KfW und der Bundesbank sowie auf wissenschaftlich anerkannten Verfahren beruht. Dieses Rating sollte jedoch nicht als Ersatz zum Rating einer Bank oder einer externen Ratingagentur gesehen werden, sondern stellt vielmehr eine Indikation der Bonität des Unternehmens dar. Unternehmensspezifische qualitative Faktoren, wie zum Beispiel eine Beurteilung des Managements, werden bei der Ermittlung des Pre-Ratings nicht berücksichtigt. Mittelständler, die sich Transparenz über ihre Rating-einstufung verschaffen wollen, geben auf der Webseite www.german-zscore.de eine Reihe von unternehmensspezifischen Informationen ein und erhalten sofort eine leicht verständliche Analyse bzgl. ihres Pre-Ratings. Durch Variation der Eingaben können Mittelständler sehen, wie sich Finanzmaßnahmen auf ihr Rating auswirken können. "Der German Z-Score macht Mittelständler mit der Technik des Ratings vertraut und stellt eine wertvolle Hilfe dar, um die Auswirkungen von Basel II in den Griff zu bekommen", beurteilt Prof. Dr. Mark Wahrenburg, Vorstand des E-Finance Lab, das Potenzial der Internetplattform.

Da sich die firmenindividuelle Risikosituation im Zuge von Basel II verstärkt in den Finanzierungskosten widerspiegeln wird, kann es sein, dass der Zugang zu Finanzierungsmitteln für viele Mittelständler schwieriger wird. Diese laufen Gefahr, dass ihnen die Hausbank die Kredite kündigt bzw. keine neuen mehr vergibt. Durch den höheren Grad an Information über die eigene Situation, den der German Z-Score liefert, könnten sich neue Optionen in der Fremdmittelbeschaffung ergeben - bspw. indem nach Kenntnis der eigenen Situation ein externes Rating beauftragt und dadurch der Kapitalmarktzugang möglich wird.

E-Finance Lab Frankfurt am Main e.V. - c/o Goethe-Universität Frankfurt - Institut für Wirtschaftsinformatik

Das E-Finance Lab wird von der Universität Frankfurt am Main und der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam mit Accenture, BearingPoint, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Postbank, FinanzIT, IBM, Microsoft, Siemens, T-Systems, DAB bank und IS.Teledata AG getragen. Ziel des interdisziplinären Forschungsprojektes ist es, die Industrialisierung in der Finanzwelt zu fördern. Unter Leitung der Frankfurter Wirtschaftsprofessoren Peter Gomber, Wolfgang König, Bernd Skiera und Mark Wahrenburg sowie des Darmstädter Informatik-Professors Ralf Steinmetz identifizieren über 30 Forscher Verbesserungspotenziale bei den traditionellen Wertschöpfungsketten der Finanzbranche sowie den Finanzprozessen von Unternehmen verschiedenster Branchen. Dabei entwickeln und erproben sie auch Verfahren zur Gestaltung neuartiger Finanzprodukte. Der Begriff E-Finance verdeutlicht, dass Innovationen in der Finanzbranche über einen verstärkten Einsatz netzbasierter Informations- und Kommunikationssysteme möglich sind.

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