E-Finance Lab: Prototyp zur Verwaltung der Dienstgüte in SOA vorgestellt

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Das E-Finance Lab hat im Rahmen seiner Forschungsarbeiten einen Prototypen entwickelt, der das umfassende Management von service-orientierten Architekturen (SOA) sowie der Dienstgüte der beteiligten Services über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg erlaubt. Über den neuen Ansatz können Dienstgüteeigenschaften wie z. B. die Antwortzeit, die Verfügbarkeit oder der Durchsatz für beliebige Services gesteuert werden, wodurch die Qualität und die Stabilität der unterstützten Geschäftsprozesse deutlich erhöht werden.

Die Bedeutung der IT-Architektur für den Erfolg eines Unternehmens ist bei den sich ständig verändernden Anforderungen und Rahmenbedingungen heute wichtiger denn je. Wer schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren will, muss auch seine IT-Struktur darauf ausrichten. Im Rahmen der Enterprise Application Integration (EAI) verfolgte Strategien sorgten bisher für eine feste Kopplung der Anwendungen mit den einzelnen Prozessen. Die service-orientierten Architekturen (SOA) bestehen dagegen aus Software-Diensten, die lose gekoppelt Nachrichten in Form standardisierter Dokumente austauschen. Bei einer Änderung der Services oder der Geschäftsprozesse müssen Anwendungen nicht komplett neu programmiert werden, sondern können aufgrund der losen Kopplung neu konfiguriert werden. Der Vorteil einer SOA liegt daher vor allem in der Reduzierung der IT-Kosten, der verbesserten Reaktion auf neue Geschäftsanforderungen und der enormen Flexibilität, die sich mit derartigen Architekturen erreichen lässt.

Ein weiterer Vorteil einer SOA liegt schließlich darin, dass die einzelnen Services sowohl intern durch das jeweilige Unternehmen als auch extern durch Fremdunternehmen erbracht werden können. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten Entwicklung der Bankenbranche hin zu einem so genannten Banking Value Network von hoher Bedeutung. So erwarten Fachleute, dass Banken ihre Fertigungstiefe zukünftig weiter reduzieren werden und einen größeren Teil der Leistungen von anderen spezialisierten Partnern aus dem Wertschöpfungsnetz beziehen werden. SOAs können hierbei einen wertvollen Beitrag leisten. Allerdings ist dazu ein effizientes Management der Architektur und ihrer Dienstgüte notwendig. "Der Prototyp des E-Finance Lab bedeutet für die Qualität und Stabilität von Geschäftsprozessen einen wichtigen Schritt nach vorn und bietet so Chancen für die Neugestaltung der Beziehungen zwischen Banken und ihren Geschäftspartnern", erläutert Prof.
Dr.-Ing. Ralf Steinmetz, Leiter des Fachgebiets Multimedia Kommunikation
(KOM) der TU Darmstadt und Mitglied des E-Finance Lab, die Bedeutung des Prototyps aus seiner Sicht.

Das E-Finance Lab wird von der Universität Frankfurt am Main und der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam mit Accenture, BearingPoint, Deutsche Bank, Deutsche Postbank, FinanzIT, IBM, Microsoft, Siemens, T-Systems, DAB bank und IS.Teledata AG getragen. Ziel des interdisziplinären Forschungsprojektes ist es, die Industrialisierung in der Finanzwelt zu fördern. Unter Leitung der Frankfurter Wirtschaftsprofessoren Wolfgang König, Bernd Skiera und Mark Wahrenburg sowie des Darmstädter Informatik-Professors Ralf Steinmetz identifizieren über 30 Forscher Verbesserungspotenziale bei den traditionellen Wertschöpfungsketten der Finanzbranche sowie den Finanzprozessen von Unternehmen verschiedenster Branchen. Dabei entwickeln und erproben sie auch Verfahren zur Gestaltung neuartiger Finanzprodukte. Der Begriff E-Finance verdeutlicht, dass Innovationen in der Finanzbranche über einen verstärkten Einsatz netzbasierter Informations- und Kommunikationssysteme möglich sind.

E-Finance Lab Frankfurt am Main e.V. - c/o Goethe-Universität Frankfurt - Institut für Wirtschaftsinformatik

Das E-Finance Lab wird von der Universität Frankfurt am Main und der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam mit Accenture, BearingPoint, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Postbank, FinanzIT, IBM, Microsoft, Siemens, T-Systems, DAB bank und IS.Teledata AG getragen. Ziel des interdisziplinären Forschungsprojektes ist es, die Industrialisierung in der Finanzwelt zu fördern. Unter Leitung der Frankfurter Wirtschaftsprofessoren Peter Gomber, Wolfgang König, Bernd Skiera und Mark Wahrenburg sowie des Darmstädter Informatik-Professors Ralf Steinmetz identifizieren über 30 Forscher Verbesserungspotenziale bei den traditionellen Wertschöpfungsketten der Finanzbranche sowie den Finanzprozessen von Unternehmen verschiedenster Branchen. Dabei entwickeln und erproben sie auch Verfahren zur Gestaltung neuartiger Finanzprodukte. Der Begriff E-Finance verdeutlicht, dass Innovationen in der Finanzbranche über einen verstärkten Einsatz netzbasierter Informations- und Kommunikationssysteme möglich sind.

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