Grenzüberschreitende Gewässer - Gewässer ohne Grenzen

(PresseBox) (Hennef, ) In diesem Jahr steht der Tag des Wassers (22. März) unter dem Motto "Transboun­dary Waters - Grenzüberschreitende Gewässer". Der Tag des Wassers 2009 erinnert daran, dass allein aufgrund der weltweit insgesamt 263 grenzüberschreitenden Flüsse und Seen die übernationale Zusammenarbeit der jeweiligen Anrainerstaaten zum Schutz der Wasserressourcen und der Gewässer immer dringlicher wird. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) unterstützt mit ihren 14 000 Mitgliedern die Ziele des Weltwassertages 2009 und engagiert sich schon seit vielen Jahren erfolgreich auf internationaler Ebene. Das diesjährige Motto greift sie beispielsweise im Rah­men des zweiten Internationalen DWA-Sym­posiums zur Wasserwirtschaft auf der WASSER BER­LIN 2009 auf, wo Veranstaltungen zum grenzübergreifenden Wassermanagement sowie dem Flussgebietsmanagement stattfinden. Der Tag des Wassers geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 zurück. Der erste Weltwassertag stand 1994 unter dem Motto "Caring for our water resources is everyone's business".

Integriertes Wasserressourcenmanagement wichtiger denn je

Weltweit wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der jeweiligen Anrainerstaaten zum Schutz der Wasserressourcen und der Gewässer immer dringlicher. Es gibt insgesamt 263 grenzüberschreitende Fluss- und Seengebiete mit mindestens zwei Anrainerstaaten am Gewässer. Die Donau ist dabei mit 17 Anrainerstaaten der "internationalste" Fluss. Der Kongo, der Niger, der Nil und der Sambesi haben zwischen neun und elf Anrainerstaaten, der Amazonas, das Ganges-Brahmaputra-Meghana-Flusssystem, der Jordan, der Euphrat, der Tigris und der Rhein zwischen fünf und acht. Grenzüberschreitende Flüsse stellen 60 Prozent der weltweiten Süßwasserressourcen und sind Siedlungsgebiet von 40 Prozent der Weltbevölkerung, so der Abschlussbericht der Enquete-Kommission des Bundestages "Globalisierung der Weltwirtschaft - Herausforderungen und Antworten" von 2002. Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen Anrainerstaaten, insbesondere aufgrund von Ableitungsvorhaben von Quellwassern oder Staudamm-Plänen. Allein in den letzten 50 Jahren wurden weltweit in 1 800 Abkommen an grenzüberschreitenden Gewässern Nutzungskonflikte beigelegt. Viele der Verträge beziehen sich auf die Schifffahrt, aber auch auf Wassermengenregelungen und Wasserqualitätsprobleme. Neben einzelvertraglichen Regelungen konnten viele Konflikte beigelegt bzw. verhindert werden, da zwischenstaatliche Gremien eingesetzt wurden, beispielsweise die Internationalen Kommissionen zum Schutz des Rheins und der Donau, die Gemeinsame Kommission von USA und Kanada, die Zambesi River Authority, die Organisation pour la Mise en Valeur du Fleuve Senegal sowie die Mekong River Commission.

Ein gutes Beispiel: Grenzübergreifendes Wassermanagement und Flussgebietsmanagement auf dem DWA-Symposium in Berlin

Im Rahmen der WASSER BERLIN 2009 veranstaltet die DWA vom 30. März bis 2. April 2009 ihr zweites Internationales DWA-Sym­posium zur Wasserwirtschaft (www.wasserberlin.dwa.de). Neben anderen Programmpunkten sieht das Konferenzprogramm am Nachmittag des 30. März 2009 den Themenblock "Grenzübergreifendes Wassermanagement - Gemeinsam erfolgreich" vor. Zwei Übersichtsvorträge beschreiben das UN-Wasser-Dekadenprogramm zur Kapazitätsentwicklung und die institutionelle Kapazitätsentwicklung für Organisationen zum Schutz grenzüberschreitender Gewässer. Diese Erkenntnisse werden anschließend anhand von Fallstudien verschiedener Flussgebiete (Red River/Vietnam, Nil/Afrika und Guarani-Grundwas­serlei­ter/Brasilien) vertieft. Der 31. März 2009 steht dann ganz im Zeichen des Flussgebietsmanagements in Europa und Deutschland. Zehn Vorträge - unter anderem zum Gewässerzustand, der Nutzung bestehender Organisationsstrukturen, der Öffentlichkeitsbeteiligung, der Gewässerpflege und Gewässerentwicklung, der Nutzung der Strahlwirkung sowie den Systemen der Entscheidungsunterstützung - stellen den aktuellen Stand der Diskussion dar.

Internationale Aktivitäten besitzen für die DWA einen hohen Stellenwert

Die DWA engagiert sich schon seit vielen Jahren erfolgreich im internationalen Bereich. In einer Resolution des Jahres 2003 unterstützte die DWA die globalen Aktionsziele für den Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie für die Schaffung von Abwasseranlagen und strebt zudem weitere Kooperationen mit verwandten Verbänden und Partnerorganisationen an. Diese Resolution wird unter anderem durch folgende Verbandstätigkeiten mit Leben erfüllt:

- die internationale Ausrichtung der Gremien-, Regelwerks- und Bildungsarbeit,
- die Fortführung von Informationsveranstaltungen über die Exportaussichten der deutschen Wasser- und Abfallwirtschaft im Ausland,
- die Einführung von Nachwuchskräften in den internationalen Bereich,
- die Beteiligung an bedeutenden Umweltmessen (IFAT und WASSER BERLIN), das Engagement auf dem Gebiet neuartiger Sanitärsysteme und
- die Stärkung des Services für die mehr als 650 in rund 60 Ländern lebenden ausländischen DWA-Mitglieder.

DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) setzt sich in­tensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasserwirtschaft ein. Als politisch und wirt­schaftlich unabhängige Organisation arbeitet sie fachlich auf den Gebie­ten Wasserwirt­schaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz.

In Europa ist die DWA die mitgliederstärkste Vereinigung auf diesem Gebiet und nimmt durch ihre fachliche Kompetenz bezüglich Regelsetzung, Bildung und Information der Öffentlichkeit eine besondere Stellung ein. Die rund 14 000 Mitglieder repräsentieren die Fachleute und Führungs­kräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen.

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