Messsysteme steigern das Tempo in der Fertigung: Mehr PS für Ihre Werkzeugmaschine

(PresseBox) (Erkrath, ) In den besten Industriebetrieben arbeiten die Werker heute fast wie Renningenieure. Mit elektronischen Mess-Systemen horchen sie genau in ihre Maschine rein und haben jeden Hub, jede Umdrehung exakt im Blick. Die Hightech-Lösung in der Fertigung hat Formel-1-Niveau: Die Maschinen laufen bis zu 30 Prozent schneller, die Werker sind fixer beim Einrichten und fahren mit weniger Stopps.

Die vier Buchstaben des Michael Schumacher sind legendär. Mit seinem „Popometer“ – dem einmaligen Fahrgefühl im Hintern – hat der Ferrari-Pilot Siege und Titel gesammelt wie kein zweiter Rennfahrer. Doch nie wäre Schumacher auf die Idee gekommen, sich allein darauf zu verlassen. Bei Tempo 300, 900 PS und 19.000 Umdrehungen brauchen selbst Jahrhunderttalente exakte Daten, um ganz vorne zu landen.

Messen statt Popometer
Ganz anders geht es bis heute in vielen Betrieben zu, obwohl die Werker an teuren Maschinen enorme Presskräfte, hohe Hubzahlen und Geschwindigkeiten kontrollieren müssen. Beim Einrichten, Anfahren und während des „Rennens“ sind Fingerspitzengefühl, ein gutes Ohr und viel Erfahrung noch allzu häufig die einzigen Hilfsmittel der Bediener. Doch so wichtig der Popometer des Werkers in der Praxis ist, so sicher ist, dass Spitzenleistungen damit auf Dauer nicht zu schaffen sind. Denn Geschwindigkeit ist in der Industrie so wichtig wie in der Formel 1, nur das maximale Tempo sichert den Erfolg und das wirtschaftliche Überleben.

So sind zum Beispiel Einricht- und Umrüstprozesse wie Boxenstopps: Sie kosten wertvolle Zeit und müssen deshalb mit allen Mitteln so kurz wie möglich gehalten werden. Innovative Unternehmen rund um den Globus nutzen schon deshalb das enorme Potenzial, das in der heutigen Messtechnologie für die Fertigung steckt. So genannte ProcessMonitoring-Systeme, die durch Sensoren die wesentlichen Parameter und Kräfte der Maschine erfassen und visualisieren, sind dabei ein optimales Tool.

Schnellere Einricht- und Umrüstprozesse
Ohne präzise Messergebnisse kann zum Beispiel bei einer Stanze das Werkzeug unbemerkt auf dem Stoppblock aufsetzen. Die Folge: Die produzierten Teile sind womöglich nicht zu beanstanden, doch wird die Maschine dabei ganz unnötig belastet. Abhilfe können hier nur modernste Messsysteme schaffen: Durch die Anzeige des erfassten Kraftverlaufs auf dem Monitor kann der Einrichter die Einstellung sofort optimieren. Werkzeug und Maschine werden so geschont und die produktiven Phasen deutlich verlängert. Zugleich ist der Werker beim Einrichten wesentlich schneller, da er sich nicht mehr langsam herantasten muss, sondern solide Daten zur Hand hat. So kann er - mit den wesentlichen Produktionsparametern auf dem Bildschirm – die Maschine direkt im optimalen Bereich anfahren.

Wettbewerbsvorteile durch schnellere Produktion
Zudem lässt sich dank der tatsächlich gemessen Daten die Hubzahl etwa bei Stanzen um bis zu 30 Prozent (!) erhöhen – bei gleichbleibender Qualität. Denn auch Sicherheitsreserven, die jeder einplanen wird, sofern er sich nur auf Gefühl und Erfahrung verlassen kann, werden natürlich auf das wirklich notwendige Minimum reduziert. Ein weiterer Effekt ist der optimale Maschinenschutz: Schäden werden durch ein schnelles Abschalten der Maschine minimiert, die Produktion kann danach schneller wieder anlaufen.

Einrichthilfe plus Maschinenschutz
Diese Anwendungen sind natürlich nicht auf einzelne Fertigungsbereiche beschränkt. So lassen sich zum Beispiel in der Zerspanung ganz ähnliche Effekte erzielen – etwa mit der praxiserprobten Systemkombination BRANKAMP CMS-GT. Egal ob an Rundtaktmaschinen oder Bearbeitungszentren, ProcessMonitoring-Systeme sorgen auch hier mit ihren aussagekräftigen Visualisierungen in allen Phasen der Fertigung für eine optimale Maschinenbeherrschung. Sie schützen direkt von Anfang an vor Programmier- und Einrichtfehlern und können im Fall einer Kollision innerhalb von nur 0,00165 Sekunden ein Stoppsignal senden, dass die Maschine vor größeren Schäden bewahrt und einen raschen Wiedereinstieg in die Produktion erlaubt.

Tatsache ist: Diese Faktoren – schnelleres Einrichten, längere Laufzeiten, weniger Stopps – bergen ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Auf der Basis des Erfahrungskurveneffekts ist belegt, dass mit jeder Verdoppelung der kumulierten Produktionsmenge die Stückkosten um 20 – 30 Prozent zurückgehen. Allein diese Gesetzmäßigkeit bewirkt, dass Unternehmen mit einer höheren Produktionsgeschwindigkeit einen nicht mehr einholbaren Kostenvorteil erlangen. Auch wenn unterstellt wird, dass ein anderes Unternehmen die gleiche Menge produzieren kann, hat das schnellere Unternehmen gewaltige Kostenvorteile und damit entscheidende Freiheitsgrade zur strategischen Marktbearbeitung.

Unterm Strich gilt: Der Popometer in der Fertigung muss rasch durch moderne Technologien ergänzt werden, wenn unsere Betriebe nicht überrundet werden wollen. Als Hochlohnland darf gerade in Deutschland auf so innovative Technologien nicht verzichtet werden. Viel Zeit bleibt dafür nicht, denn die Systeme sind heute schon so einfach zu bedienen wie ein Handy – der Einsatz in „Rennställen“ rund um den Globus wird nicht lange auf sich warten lassen.

Dr.-Ing. K. Brankamp System Prozessautomation GmbH

Prof. Dr.-Ing. Klaus Brankamp ist Gründer und Geschäftsführer der BRANKAMP System Prozessautomation GmbH. Das Unternehmen aus Erkrath bei Düsseldorf ist Pionier und Weltmarktführer für ProcessMonitoring-Systeme. An Fertigungsstätten rund um den Globus sind cirka 50.000 BRANKAMP-Anwendungen im Einsatz. Prof. Dr.-Ing. Klaus Brankamp lehrt zudem an der RWTH Aachen im Fachgebiet „Planung und Entwicklung neuer Produkte“ und ist Autor zahlreicher Fachbücher.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.