Sieger des Architektur- und Designwettbewerbs "Daylight Spaces" stehen fest

Preise für innovative Tageslichtkonzepte gehen in die Niederlande und nach Japan

(PresseBox) (Krems, ) Die Entwürfe von Border Architects aus den Niederlanden und Takeshi Hosaka aus Japan haben überzeugt. Die beiden Architekten-Teams sind die Sieger des zweiten Wettbewerbs "Daylight Spaces", bei dem 36 Projekte aus 18 Nationen eingereicht wurden. Die Projekte von Patrick Uchal (Slowakei) und Franz Koppelstätter (Österreich) fanden besondere Anerkennung der Jury. Zu besichtigen waren die Siegerprojekte bei den Architekturtagen am 28. Mai 2010 am Campus Krems im Rahmen der Preisverleihung.

Mit den klaren Geometrien und der Durchlichtung des gesamten Raumvolumens begründete die Jury am vergangenen Freitag in Krems die Vergabe eines der beiden Hauptpreise an das Architekturbüro Border Architecture aus den Niederlanden für ihr "Al-Light-Wohnhaus". Eine beeindruckende Symbiose von Licht und Stimmung gelang dem Japaner Takeshi Hosaka mit dem "Love House - Haus für ein Paar". Das zweite Siegerprojekt überzeugte durch abwechslungsreiche und poetisch anmutende Raumstimmungen, die sowohl bei Tageslicht als auch bei Mondschein in Erscheinung treten. Dies wird durch eine sensible, nach innen gekehrte Raumstruktur mit wenigen, dafür umso präziser gesetzten und gestalteten Gebäudeöffnungen ermöglicht. Darüber hinaus wurde die reduzierte, unaufgeregte und originelle Raumausstattung von der Jury positiv bewertet.

Lichtandacht

Neben den beiden Hauptpreisen fanden zwei Projekte besondere Anerkennung der Jury: Die Grundform eines kleinen Andachtsraumes des Österreichers Franz Koppelstätter, die in Anlehnung an den Bautypus einer Innviertler Bauernkapelle entstand. Im Gegensatz zum traditionellen Vorbild wird der Blick nicht auf einen Altar, sondern aus dem Bauwerk heraus in die Landschaft gerichtet.Durch die an den Sonnenlauf angepasste Gebäudegeometrie flutet Tageslicht durch Glasfenster in den Innenraum. In Kombination mit in besonderer Art und Weise behandelten inneren Holzoberflächen entstehen so bemerkenswerte Raumstimmungen.

Die städtebauliche Situation und der Versuch von architektonischen Bildinterpretationen machen Patrick Uchals Gemäldegalerie zu einem besonderen Projekt: Die Werke eines bedeutenden Malers sind in einem Museumsgebäude ausgestellt, in dem jede einzelne Arbeit in einem eigens gestalteten, Pavillionähnlichen Raum gezeigt wird.

Bewertungskriterien und Preise für die Projekte

"Besonderes Augenmerk bei der Bewertung der Projekte legten wir auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Entwurfsqualität, Nutzerbedürfnisse und die positiven Effekte auf die Umgebung. Die Zusammenführung von moderner Architektur mit nachhaltigen Gebäudestrukturen, sowie der gekonnte Umgang mit natürlichem Licht sind oberste Ziele der Lehr- und Forschungstätigkeiten an unserem Department und diese sollten auch in den eingereichten Projekten verfolgt werden", erklärt Organisator und Jurymitglied Arch. DI Gregor Radinger, der am Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems den neuen Universitätslehrgang "Tageslicht Architektur" leitet.

Die Sieger dürfen sich über jeweils einen Artistin-Residence-Studienaufenthalt für die Dauer von einem Monat in Krems freuen. Enthalten sind die Unterbringung, ein Stipendium im Wert von 1.000 Euro sowie Reisekostenersatz und die Nutzungsmöglichkeit des Lichtlabors am Department für Bauen und Umwelt.

Organisation und Partner

"Daylight Spaces" wird vom Department für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems in Kooperation mit AIR Artist in Residence Niederösterreich, ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich, Eckelt Glas und Velux organisiert. Mit dem Wettbewerb wollen die Organisatoren eine Plattform zur Sensibilisierung für das Thema Planen mit Tageslicht bieten.

Nähere Informationen unter: www.donau-uni.ac.at/dbu/daylightspaces

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