Neues Masterstudium für Life Cycle Management - Bau startet im April 2011

(PresseBox) (Bregenz, Krems, Wien, ) Das von Rhomberg initiierte Studium bildet Führungskräfte für das nachhaltige Bauprojektmanagement aus – die zukunftsweisende Ausbildung ist das Ergebnis einer Kooperation der Donau-Universität Krems, Bundesinnung Bau und des Landes Vorarlberg.

Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht derzeit vor neuen Herausforderungen. Klimawandel und ressourcenschonende Nutzung sind Faktoren, die in Planungs- und Errichtungsprozessen in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen werden. Denn Gebäude zeichnen für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Europa verantwortlich. Das Potenzial, in Immobilien Energie und Ressourcen zu sparen, ist deshalb entsprechend groß.

Zukunftsweisendes Konzept

Das neue Masterstudium, das im April 2011 startet, trägt dem Aspekt der Lebenszyklusorientierung eingehend Rechnung. Unter dem Begriff „Nachhaltiges Bauen“ ist ein Paket an Maßnahmen zu verstehen: Nicht nur die Planungs- und Baukosten sondern auch die Kosten des Betriebes, der Umnutzung eines Gebäudes aber auch gesellschaftliche und ökologische Aspekte sind in der Lebenszyklusbetrachtung maßgeblich. Die Inhalte der 20 Module spannen den Bogen über alle wesentlichen Fragestellungen, die ein Projektmanager für Bauprojekte zukünftig zu berücksichtigen hat, wenn er nachhaltige Bauprojekte erfolgreich entwickeln und umsetzen will. Die Bereiche Lebenszyklusorientierung, Green Building und Ressourcenmanagment sind daher Kernelemente des Masterstudiums. Ergänzt werden diese durch Inhalte aus dem Projekt-, Kosten-, Termin- und Risikomanagement, Vertrags- und Vergabewesen und strategischen Claim-Management. Gleichzeitig werden auch die Management Skills der Studierenden weiterentwickelt: Team Building, Verhandlungsführung, Kommunikation, Innovationsmanagement und Leadership- und Managementwissen tragen dazu bei. Den Abschluss für das 4-semestrige Studium bildet die Master Thesis, eine wissenschaftliche Arbeit mit hoher praktischer Relevanz für die Baubranche.

Praxisnahe Ausbildung

Die zukunftsweisende Ausbildung ist das Ergebnis einer Kooperation der Donau-Universität Krems, der Bundesinnung Bau der Wirtschaftskammer Österreich und der Vorarlberger Rhomberg Gruppe. Die Donau-Universität Krems ist die größte Einrichtung für die postgraduale Weiterbildung in Österreich und dem deutschsprachigen Raum. Die Kernkompetenzen des Departments für Bauen und Umwelt der Donau-Universität Krems sind Klima Engineering und funktionale Architektur, Facility Management sowie Real Estate Economics – Bereiche, die sich optimal mit dem Konzept des Masterstudiengangs decken. Der interimistische Leiter des Departments für Bauen und Umwelt Peter Holzer: „Mit dem neuen Masterlehrgang ergänzen wir unser breites Angebot an Fortbildungsangeboten um den wichtigen Bereich des nachhaltigen Baumanagements.“ Der wesentliche Initiator des neuen Universitätslehrgangs ist die Vorarlberger Rhomberg Gruppe, eines der innovativsten Bauunternehmen Österreichs, das seine Unternehmensstrategie am Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens orientiert. Geschäftsführer Hubert Rhomberg: „Die mit dem technologischen und sozialen Wandel einhergehenden Ausbildungsansprüche waren für die Rhomberg Gruppe die Motivation, bei der Entwicklung eines auf das Thema „Life Cycle Management“ spezialisierten Masterlehrgangs mitzuwirken.“ Denn die Rhomberg Gruppe forciert in der Personalentwicklung das Wissen im Bereich Nachhaltiges Bauen, zur Thematik Green Building und ergänzt dieses durch Maßnahmen zur Stärkung der Führungs- und Sozialkompetenz.
Bereits 2007 hat die Rhomberg Gruppe deshalb gemeinsam mit Rainer Stempkowski, Professor an der FH JOANNEUM in Graz und wissenschaftlicher Leiter des neuen Studiums, das Konzept eines berufsbegleitenden Masterstudienganges für nachhaltiges Bauen entwickelt. Professor Stempkowski verfügt über langjährige Erfahrung in der erfolgreichen Abwicklung von postgradualen Studien, insbesondere des Studiums „Projektmanagement-Bau“ und führt ein Beratungsunternehmen für Baumanagement & Bauwirtschaft, das sich unter anderem auch mit Life Cycle Management beschäftigt. „Ziel ist es, den Studierenden all jene Fähigkeiten zu vermitteln, um komplexe Bauprojekte nicht nur erfolgreich zu entwickeln und umzusetzen sondern auch im Sinne des ganzheitlichen Life-Cycle-Management-Ansatzes die Schritte in Richtung Umsetzung, Betrieb und Umnutzung weiter zu denken“, erläutert Stempkowski. Das Masterstudium richtet sich dabei an Praktiker aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft, wie beispielsweise Architekten, Projektentwickler, Vertreter von Bauunternehmen sowie Bauherrn- und Behördenvertreter. Absolventen des Europäischen Energiemanagers (EUREM) können sich einige Module anrechnen lassen.

Wertvolle Netzwerkpartner

Ein wichtiger Kooperationspartner ist die Bundesinnung Bau und der Fachverband der Bauindustrie, die innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich die Interessen von rund 10.000 Einzelmitgliedern sowie von 100 Betrieben der Bauindustrie vertreten und die mit der Bauakademie Österreich bundesweit acht Weiterbildungsstandorte betreiben. Für den Leiter der Bauakademie Österreich, Peter Scherer, zählt die Wissensvermittlung zu den Kernaufgaben der Bauverbände: „Wir haben uns als Kooperationspartner am Masterstudium beteiligt, weil das neue Studium die praxisorientierte Ausbildung in den Zukunftsbereichen der Bauwirtschaft forciert.“ Es wird deshalb auch eine finanzielle Unterstützung für alle Verbandsmitglieder, die sich beruflich weiterbilden und am Masterlehrgang „Life Cycle Management – Bau“ teilnehmen möchten, in Form eines Stipendiums geben. Weitere Förder- und Finanzierungsmodelle sind in Entwicklung und sollen die Studierenden beziehungsweise deren Unternehmen unterstützen. Auch das Land Vorarlberg ist Partner des neu geschaffenen Masterlehrgangs. Die Moduleinheiten werden abwechselnd in Krems und Wien sowie im Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung Schloss Hofen in Lochau (V) stattfinden. Armin Paul, Leiter des Bildungszentrums Schloss Hofen, betont die Bedeutung von breiten Kooperationen bei Fortbildungsprojekten: „Das Zustandekommen des Lehrgangs ist mehreren Projektpartnern des öffentlichen wie privaten Sektors zu verdanken.“ Der Masterlehrgang sei ein Beispiel wie durch die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen einerseits und Unternehmen andererseits wirtschaftsnahe Ausbildungsangebote erfolgreich entwickelt werden können.

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