Kostenminimierung für Wohnungsnutzer

Master-These an der Donau-Universität Krems macht Folgekosten berechenbar

(PresseBox) (Krems, ) Ing. Siegfried Garzon, MSc gelang es in seiner Master-These im Lehrgang "Facility Management" die Folgekosten von Wohnungen abschätzbar zu machen. Damit wird es WohnungsmieterInnen möglich, Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten der neuen Wohnung langfristig zu überschauen. Garzon analysierte dafür die Lebenszykluskosten von Wohnhausanlagen, eine Betrachtungsweise, mit der schon vor Projektbeginn langfristige Kosten reduziert werden können.

Beim Bau von Wohnhausanlagen wird meist nur auf die Baukosten Rücksicht genommen. Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten finden in den Berechnungen der PlanerInnen zu wenig Beachtung, da diese Kosten an die NutzerInnen weiterverrechnet werden können. Siegfried Garzon bietet in seiner Master-These mit dem Titel "Lebenszykluskosten: Prognosen und Kostentreiber für Mehrfamilien-Wohnhausanlagen" Lösungsansätze dazu an.

Hohe Folgekosten vermeiden

Garzon macht deutlich: "Bezahlbare Qualität wird zukünftig ein entscheidender Faktor auf dem Wohnungsmarkt sein. Sie muss daher im Planungsprozess einen höheren Stellenwert erhalten." Die Ergebnisse seiner Master-These zeigen, dass die Berechnung von Lebenszykluskosten bereits vor Realisierung des Projekts dazu beitragen kann, die Folgekosten für die NutzerInnen gering zu halten. So können Angaben über zukünftige Kosten der Instandhaltung, des Betriebs und der Wartung der Wohnhausanlage gemacht werden und eine unabsehbare Explosion von Folgekosten kann vermieden werden.

Kostentreiber und ihre Auswirkungen

Ausgangspunkt war die Analyse der ein- und mehrjährigen Lebenszykluskosten von fünf von der GEDESAG errichteten und verwalteten Wohnhausanlagen, bei der Garzon seit 2002 als Immobilienverwalter im Raum Krems tätig ist. Die Wohnhausanlagen unterschieden sich in ihren Strukturen und ihrer Haustechnik. Mit Hilfe des Lebenszyklusmodells, das von DI Dr. Helmut Floegl, Leiter des Fachbereichs Facility Management und Sicherheit an der Donau-Universität Krems, entwickelt wurde, konnten durch Gegenüberstellung der erhaltenen Ergebnisse Kostentreiber ausfindig gemacht und ihre Auswirkungen auf die Folgekosten über einen Zeitraum von 79 Jahren betrachtet werden.

Die Kostentreiber bei den Verbrauchskosten sind Warmwasser, Heizung und Strom. Über die untersuchte Lebensdauer von 79 Jahren sind die Nutzungskosten mit 64 Prozent der größte Posten. Auch die Technisierung von Gebäuden, die oft gar nicht von den Nutzern gewünscht wird, lässt die Folgekosten ansteigen.

Nähere Informationen unter http://www.donau-uni.ac.at/dbu

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