Blue Hour-Diskussion zum Thema "Hurra, eine Krise"

Alumni-Club der Donau-Universität Krems diskutiert über das Potenzial von Krisen

(PresseBox) (Krems, ) Innovation, Motivation und Weiterbildung lautet die Formel, zur Krisenbewältigung und -prävention. Bei der Diskussionsreihe "Blue Hour" des Alumni-Clubs der Donau-Universität Krems diskutierten UnternehmerInnen und BeraterInnen am 5. März 2009 in Wien über die Krise als Chance, über politische Rahmenbedingungen und die fehlende Kultur des Scheiterns.

Roswitha Reisinger weiß, wovon sie spricht. Eine beruflich unerwartete Entwicklung zwang sie, ihren Job aufzugeben. Die daraus resultierende Pause nützte die heutige Unternehmerin für ein MBA-Studium an der Donau-Universität Krems. "Es war das Beste, was mir passieren konnte", ist die erfolgreiche Geschäftsführerin eines Verlages rückblickend überzeugt.

Krisen annehmen

"Krisen bieten auf jeden Fall Optionen und zwingen zum Handeln", antwortet Ursula Puschmann auf die Frage nach den Chancen in schwierigen Situationen. Der reflektierte Umgang mit Krisen zählt für die selbstständige Unternehmensberaterin zum Berufsalltag. Veränderungen können in den meisten Fällen Verbesserungen bedeuten, erklärt Puschmann aus Praxis und Theorie. "Wesentlich ist, dass alle Beteiligten zunächst die Krisensituation akzeptieren und dann das Chancenpotenzial erkennen."

Innovation und Mitarbeitermotivation

An Beispielen von erfolgreichen Unternehmen wie Sonnentor, Cirque du Soleil oder Swatch erläutert Motivations- und Erfolgstrainer Peter F. Kinauer seine Theorie. Für Kinauer gilt es primär Krisenprävention zu betreiben, indem Marktbeobachtung und Innovation Teil der Unternehmensstrategie sind, was noch nicht in jedem Unternehmen selbstverständlich sei. "Das Rad muss nicht neu erfunden werden", betont Kinauer bei der Diskussion im Leopold Museum. Es müsse aber ein Umdenken stattfinden. "Viele Klein- und Mittelbetriebe werden Probleme haben, wenn sie nicht vorausschauen, auf Kundenbedürfnisse eingehen und vor allem ihre Mitarbeiter in strategische Planungen einbeziehen." Bezogen auf die aktuelle Wirtschaftskrise würde auf jeden Fall eine Marktbereinigung stattfinden, ist Kinauer überzeugt.

Verantwortung übernehmen und strategisch handeln

Gerade in schwierigen Phasen sei es extrem wichtig, mit MitarbeiterInnen offen zu kommunizieren, greift Susanne Grof, den Aspekt der Mitarbeitereinbindung auf. Die erfahrene PR-Beraterin und ehemalige Krisensprecherin bestätigt, dass sich viele Führungskräfte erst dann an externe Berater wenden, wenn die Krise bereits ausgebrochen ist. Aber auch in der Krise gebe es konkrete Chancen, etwa indem Themen vorgegeben werden. "In Krisensituationen ist es entscheidend, Verantwortung zu übernehmen", sagt Grof, "dann kann man auch dementsprechend handeln." Ist die Krise bereits da, gilt es, gemeinsam neue Wege zu finden und zu beschreiten. Weniger gehe es zu Beginn einer Krise um die Schuldfrage, als darum, Emotionen loszuwerden, dann der Sache Aufmerksamkeit zu schenken und mit allen Beteiligten zu kommunizieren. "Das Konzept der Wiedergutmachung stärkt", erklärt Puschmann Krisenstrategien.

Keine Angst vorm Scheitern

Über die positiven Aspekte von Krisen sind sich bei der Blue-Hour-Diskussion in Wien alle DiskutantInnen einig. Erfolg und Misserfolg gehören zusammen, so der Tenor. Wer nichts ausprobiert und Mut zeigt, bringt auch nichts voran. Europa fehle im Vergleich zu den USA die Kultur des Scheiterns, so der Beitrag eines Donau-Uni-Absolventen aus dem Publikum. "Scheitern findet Anerkennung, wenn man darüber redet", betont Puschmann die oft mangelnde Offenheit. Insgesamt sieht Roswitha Reisinger die Situation nicht so bedrückend, wie sie zurzeit erscheint. "Die Unternehmen sind besser unterwegs, als oft geglaubt wird. Die Politik hinkt hinterher", so Reisinger. Auch Puschmann ist überzeugt, dass Unternehmer zu wenig Gehör finden. In Österreich sei die Selbstständigenquote äußerst niedrig und Lobbying kaum vorhanden.

Alumni-Club der Donau-Universität Krems

Im Rahmen der "Blue Hour", einer Initiative des Alumni-Clubs der Donau-Universität Krems, finden regelmäßig Gespräche und Diskussionen mit prominenten Persönlichkeiten in angenehmer Atmosphäre statt. Die "Blue Hour" bietet damit den Absolventinnen und Absolventen der Donau-Universität die Möglichkeit, aktuelle Themen zu diskutieren, neue ExpertInnen kennen zu lernen und Erfahrungen mit den ehemaligen Studienkolleginnen und -kollegen auszutauschen. Die Diskussionsreihe findet in Kooperation mit der Tageszeitung "Die Presse" statt.

Die nächste "Blue Hour" findet am 7. Mai im Leopold Museum in Wien statt.

Nähere Informationen unter www.donau-uni.ac.at/alumni

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