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Augmented Reality, Facebook & Co im Unterricht

Die EDU-Days an der Donau-Universität Krems gaben vom 11. bis 12. Mai Ein-blick in die Zukunft des Lernens mit digitaler Hilfe

(PresseBox) (Krems, ) Die fabelhafte Welt der digitalen Medien und die unerträgliche Trägheit der Didaktik, unter diesem Titel diskutierten die EDU-Days 2012 an der Donau-Universität Krems aktuelle Herausforderungen des Einsatzes moderner Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht. Rund 230 Lehrkräfte unterschiedlicher Schultypen sowie ExpertInnen aus ganz Österreich tauschten sich in Workshops und Vorträgen über Einfluss und Einsatz von Social Media, die Eigenheiten der "SchülerInnengeneration Internet", mobiles Lernen mit Tablet Computern, spielebasiertem Lernen, das Schulbuch der Zukunft, Rechtefragen bei Downloads von Texten und Bildern sowie Internettools für den Unterricht aus. Einen Blick in die weitere Zukunft warf Reinhold Behringer in seinem Eröffnungsreferat. Er sieht Augmented Reality ins Klassenzimmer einziehen.


Sie macht aus Buchillustrationen lebendige Darstellungen, ermöglicht die Vermittlung von Hintergrundwissen zu gerade im Unterricht verwendeten Objekten, oder projiziert auf Personen deren Anatomie: Augmented Reality, das Verschmelzen von realer Welt und digitaler Informationen am Smartphone oder mithilfe spezieller Brillen, wird laut Reinhold Behringer, Professor an der Leeds Metropolitan University, vor allem für den Mathematik-Unterricht und die naturwissenschaftlichen Fächer wie Chemie, Physik und Biologie ein Unterrichtsmittel der Zukunft. Die bereits in den 1960er Jahren erstmals angedachte Technologie wurde in den vergangenen Jahren in zahlreichen Projekten weltweit für Unterrichtszwecke erprobt. Augmented Reality, so Behringer, überwindet die Hardwarebarriere, weil zum Einsatz digitaler Unterrichtsmethoden kein fester Computerplatz mehr nötig ist. Außerdem ermögliche dieses neue Instrument eine vertiefende Beschäftigung mit dem vorhandenen Lehrmaterial. Noch ist Augmented Reality in der Schule Zukunftsmusik, unter anderem, weil die Systeme noch nicht an die Nutzung durch Lehrkräfte als AutorInnen der Programme angepasst sind. Die zahlreichen Experimente im Unterricht zeigten aber große Begeisterung und Lernerfolge von SchülerInnen, so der Forscher in seinem Eröffnungsreferat der EDU-Days 2012.

Vom e-Portfolio zum Schulbuch der Zukunft

Auch in der Dokumentation von Lernerfolgen liefern digitale Medien pädagogisch sinnvolle Beiträge, wie Univ.-Prof. Dr. Peter Baumgartner, Leiter des Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien an der Donau-Universität Krems, in seinem Plenarvortrag zu e-Portfolios zeigte. Wie Lehrkräfte, Schlüsselressource für den Einsatz digitaler Unterrichtsmittel, am besten die Herausforderungen neuer Medien meistern, präsentierte Dr. Paul Kral von der Plattform know.learn&lead dem Plenum. In 22 weiteren Seminaren und fünf Workshops erfuhren die TeilnehmerInnen über neue digitale Unterrichtsmittel, wie dem LEGO-Mindstorm Roboter, einer Hilfe für den Programmierunterricht, den Einsatz von iPads und Lernsticks, dem Computer am Schlüsselbund, oder dem Schulbuch der Zukunft als interaktives, multimediales und personalisiertes Medium. Der richtige Umgang mit Facebook stand ebenso am Programm der Konferenz wie virtuelles Teamteaching oder der richtige Umgang mit Rechtefragen bei der Nutzung von Bildern und Texten aus dem Internet für den Unterricht.

Die EDU-Days 2012 wurden als gemeinsame Veranstaltung der Donau-Universität Krems, der Pädagogischen Hochschule für Niederösterreich, der Linux User Krems und zahlreicher weiterer Partner organisiert. Eröffnet wurde die Konferenz von Arch. DIin Renate Hammer, Dekanin der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur der Donau-Universität Krems, Bezirksschulinspektor Anton Schrott vom Landeschulrat Niederösterreich und Dr. Norbert Kraker von der Pädagogischen Hochschule für Niederösterreich.

Donau-Universität bietet Lehrgang für den elektronischen Unterricht

Mit eEducation bietet die Donau-Universität Krems einen auf die Bedürfnisse von Lehrkräften nach Weiterbildung im Feld des E-Learnings maßgeschneiderten Lehrgang an. Ziel ist die Vermittlung von praktischen und theoretischen Kompetenzen im Umgang mit Medien und Technologien im weiteren erzieherischen Feld. Studierende werden mit theoretischen Konzepten mediengestützter Bildungsprozesse vertraut gemacht und befähigt, neue Entwicklungen IKT-gestützter Lehr- und Lernszenarien kritisch zu reflektieren. Der nächste Lehrgang startet am 3. Mai 2012. Er wird als 4 semestriger Master of Arts oder als 2 Semester dauerndes Certified Program angeboten.

Nähere Informationen zur Konferenz unter www.edudays.at

Nähere Informationen zum Lehrgang unter www.donau-uni.ac.at/eeducation

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