Die engagiertesten Studierenden Deutschlands

(PresseBox) (Berlin, ) Zwei Studenten, eine Studentin und vier studentische Gruppen siegen beim Bundeswettbewerb „Studierende für Studierende“ des Deutschen Studentenwerks (DSW)
- Bundesbildungsministerin Annette Schavan und DSW-Präsident Rolf Dobischat vergeben in Berlin „Studentenwerkspreise für besonderes soziales Engagement“
- 155 Studierende oder Gruppen waren für den Wettbewerb nominiert
- DSW-Präsident Rolf Dobischat: „Der Bachelor ist nicht der Tod des studentischen Engagements“

Die Universität Tübingen führt ein Umweltzertifikat ein und will Ressourcen wie Wasser und Energie effizienter nutzen. Dahinter steht die studentische Initiative „Greening the University“. Die Giessener Promovendin Katja Urbatsch hat die Initiative „Arbeiterkind.de“ gegründet. Inzwischen arbeiten mehr als 1.300 ehrenamtlich Engagierte dafür, dass mehr junge Menschen aus Nicht-Akademiker-Familien ein Studium wagen. Seit heute haben „Greening the University“ und Katja Urbatsch etwas gemeinsam: einen „Studentenwerkspreis“ für ihr „besonderes soziales Engagement.“

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat seinen Bundeswettbewerb „Studierende für Studierende: Studentenwerkspreis für besonderes soziales Engagement“ 2009/2010 zum vierten Mal an allen Hochschulen in Deutschland ausgeschrieben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert den Wettbewerb. Heute Abend sind in der Berliner „Kalkscheune“ vor mehr als 200 Gästen die Preise in Höhe von 14.500 Euro vergeben worden.

Insgesamt sind es zwei Studenten sowie fünf studentische Teams bzw. Initiativen, die aus der Hand von Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat die Auszeichnung entgegengenommen haben. Insgesamt wurden 155 Studierende oder studentische Teams von Hochschulen und Studentenwerken für den Wettbewerb nominiert.

„Unser Wettbewerb zeigt: Bachelor-Studierende engagieren sich sehr wohl, sie finden Zeit für freiwilliges soziales Engagement für ihre Mitstudierenden“, freut sich Dobischat mit Blick auf die Wettbewerbs-Statistik, derzufolge mehr als die Hälfte der 155 Nominierungen Studierende im Bachelor-Studium sind. „Der Bachelor ist nicht, wie oft behauptet, der Tod des studentischen Engagements“, sagt Dobischat.

Auch in Fächergruppen wie den Ingenieurwissenschaften, der Medizin oder dem Gesundheitswesen, die als zeit- und arbeitsintensiv gelten, ist die Zahl der nominierten Studierenden gegenüber der dritten Auflage des Wettbewerbs gestiegen.

Gleich zwei Jurys wählten aus der Fülle der Nominierungen die überzeugendsten aus. Die erste Jury aus Studierenden sowie Vertretern von Hochschulen und Studentenwerken traf eine Vorauswahl. Die zweite Jury erkor dann die sieben Preisträgerinnen und Preisträger. Vorsitzender der zweiten Jury ist Dr. Michael Bürsch, ehemaliger Vorsitzender des Bundestags-Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement.

„ZEIT CAMPUS“, das seit 2006 erscheinende Studentenmagazin der Wochenzeitung „DIE ZEIT“, arbeitet bei der Preisverleihung mit dem Deutschen Studentenwerk zusammen. Chefredakteur Julian Hans führt durch den Abend.

Bundeswettbewerb „Studierende für Studierende: 4. Studentenwerkspreis für besonderes soziales Engagement 2009/2009“

Preisträgerinnen und Preisträger:

Hanns Endler, 1.000 Euro
Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Kempten
Nominiert von Prof. Dr. Arnulf Deinzer, Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informatik

Hannes Endler begleitet seinen gehörlosen Kommilitonen Michael Durach seit Beginn von dessen Studium. Sie bereiten sich gemeinsam auf Prüfungen vor, sie arbeiten gemeinsam im Labor und verständigen sich über Handzeichen, Notizen, Lippenlesen. Endlers Engagement hat beide Jurys beeindruckt.

Narcisse Njoya Ngatat, 1.000 Euro
Universität Siegen
Nominiert von Armin Breuer, Abteilung Internationales des Studentenwerks Siegen

Narcisse Njoya Ngatat, der aus Kamerun nach Siegen gekommen ist, um Maschinenbau zu studieren, engagiert sich vielfältig für die Integration ausländischer Studierender: als Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Siegen, als Wohnheimtutor, als Heimratssprecher und als Gründer des Vereins „Cameroonian Community of Siegerland“.

Arbeiterkind.de, 2.500 Euro
Mehrere Standorte
Nominiert von Amrei Scheller und Merle Mulder, Schulkooperation und Juniorstudium, Universität Hamburg

Katja Urbatsch hat als erste in ihrer Familie studiert; sie weiß, vor welchen Herausforderungen Menschen in dieser Lage stehen. Ihre Initiative Arbeitekind.de hat sich zu einer Bewegung mit 70 lokalen Gruppen und mehr als 1.300 Mentorinnen und Mentoren entwickelt.

www.arbeiterkind.de

Greening the University, 2.500 Euro
Universität Tübingen
Nominiert von Prof. Dr. Stefanie Gropper, Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre

Die Studierendeninitiative „Greening the University“, 2007 gegründet, will nachhaltige Entwicklung im Lehrplan verankern – mit Seminaren, Vorlesungen und einer Zukunftswerkstatt. Ihre „Perspektiven für eine nachhaltige Hochschule“ sind vorbildlich – Nachahmung ist auf dem Weg.

www.greening-the-university.de

Na strane ticha/Jenseits der Stille, 2.500 Euro
Universität Osnabrück
Nominiert von Olaf Nilsson, Verwaltungsleiter der Evangelischen Studentenheime Kiel

„Na strane ticha/Jenseits der Stille“ ist ein deutsch-slowakisches Studierendenprojekt, das den Austausch von gehörlosen Studierenden aus beiden Ländern organisiert. Jüngster Erfolg: ein interaktives Wörterbuch zur slowakischen und deutschen Gebärdensprache auf YouTube:

www.youtube.com/...

Studentische Eltern Leipzig e.V., 2.500 Euro
Universität Leipzig
Nominiert von Simon Schulte von Dratzig, Sprecher des StudentInnenRats

Studium, Nebenjob, Kinderbetreuung – das kennen die Mitglieder des Vereins „Studentische Eltern“ aus eigener Erfahrung. Sie verstehen sich als Lobby für die rund 3.000 studentischen Eltern an der Universität Leipzig und organisieren eine Vielzahl von Projekten, zuletzt einen täglich geöffneten Eltern-Kind-Treff.

www.studentische-eltern-leipzig.de

Studieren ohne Grenzen, 2.500 Euro
Universität Frankfurt am Main
Nominiert von Dr. Georg Horntrich, Studienleiter Akademisches Zentrum Rabanus Maurus

Der studentische Verein „Studieren ohne Grenzen“, 2006 in Frankfurt am Main gegründet und inzwischen in 14 Städten aktiv, verhilft Menschen aus kriegsversehrten Ländern wie Tschetschenien, dem Kongo oder Afghanistan über Vollstipendien zu einem Studium in Deutschland.

www.studieren-ohne-grenzen.org

Jury 1

Regina Weber, studentisches Mitglied im „European Quality Assurance Register Higher Education“
Wilfried Schumann, Leiter der Psychologischen Beratungsstelle von Universität und Studentenwerk Oldenburg
Benjamin Raschke, Sprecher des Studierendenrats des Deutschen Studentenwerks
Bernd Nixdorff, Zentrale Studienberatung und Psychologische Beratung der Universität Hamburg
Stefan Hatz, Vorsitzender der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen (GIBeT)
Petra Karst, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Studentenwerks Essen-Duisburg

Jury 2

Dr. Michael Bürsch, Centrum Corporate Citizenship Deutschland
Eberhard Hoffmann, Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover
Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Universität Münster
Marion Schmidt, Financial Times Deutschland
Antonia Werner, Studentin an der Technischen Universität Dresden, Preisträgerin des 3. Wettbewerbs „Studierende für Studierende“

www.studentenwerke.de

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