Kommune als Stoffstrommanager - die Abfallwirtschaft auf neuen Wegen

Gemeinsame Fachtagung der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu), 7.-8. Mai 2009, Köln

(PresseBox) (Berlin, ) Die umweltschonende Entsorgung von Abfällen wird nicht mehr als alleiniges originäres Ziel der Abfallwirtschaft postuliert. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen wird die Abfallwirtschaft immer stärker im Kontext der Rückführung von Abfallstoffen in den Wirtschaftskreislauf betrachtet. Abfall und hier besonders ausgewählte Fraktionen wird zunehmend als "primäre" Ressource betrachtet, wobei langfristig eine stoffliche statt einer energetischen Verwertung Bedeutung erlangen kann. Diese Tendenz wird auch durch politische Zielsetzungen unterstützt. Im Rahmen dieser Entwicklung gelangt das Instrument des regionalen Stoffstrommanagements stärker in den Fokus der abfallwirtschaftlichen Betrachtungen.

Die Änderung der Abfallwirtschaft hin zu einer Ressourcenwirtschaft ist mit neuen Herausforderungen für die kommunale Handlungsebene verbunden. So stellt sich die Frage, wie der Aufbau bzw. die Erweiterung eines regionalen Stoffstrommanagements von kommunaler Seite gestaltet werden kann.

Im Rahmen der Fachtagung soll die Rolle der Kommunen im Kontext des Stoffstrommanagements dargestellt und diskutiert werden. Hierbei soll der aktuelle "Status quo" des regionalen Stoffstrommanagements dargestellt und ein Blick in die Zukunft hinsichtlich der kommunalen Potenziale geworfen werden. Fragen, die auf der Fachtagung im Vordergrund stehen:

- Welche Verantwortung besitzt die Kommune für das Stoffstrommanagement?
- Welche Steuerungsmöglichkeiten existieren oder können entwickelt werden?
- Welche Ziele müssen aus ökologischer und ökonomischer Sicht verfolgt werden?
- Wie können Win-Win-Situationen bei der Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Herstellern, Rücknahmesystemen und privater Abfallwirtschaft erreicht werden?
- Wie kann der kommunale Verantwortungsbereich an den Schnittstellen mit Herstellern, Rücknahmesystemen und privater Abfallwirtschaft abgegrenzt werden?
- Welche direkten und indirekten Einflussmöglichkeiten hat die Kommune?

Vorhandene Ansätze und Erfahrungen sollen ebenso diskutiert werden wie Potenziale und Entwicklungstrends.

Zielgruppen: Dezernentinnen und Dezernenten, Führungs- und Fachpersonal aus Entsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieben bzw. -unternehmen, aus Umweltämtern und Zweckverbänden sowie Mandatsträger.

Weitere Informationen / Programm-Flyer / Anmeldung /Nachfragen zu der Veranstaltung: http://www.difu.de/seminare/09stoffstrommanager.programm.pdf

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Grundlage des Handelns des als GmbH geführten Instituts ist die Gemeinnützigkeit. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK) ist alleiniger Gesellschafter der GmbH.

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