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Energiewende ohne Solarstrom - undenkbar

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Nach wochenlangem hin und her zwischen Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sollen nun drastische Kürzungen der Solarstromförderung bereits in nur 2 Wochen durchgesetzt werden.


Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN e.V.) sieht in den geplanten Förderkürzungen sowohl die gesteckten Klimaschutzziele als auch die wirtschaftliche Perspektive der Solarwirtschaft gefährdet und warnt vor übereilten Entscheidungen, die zumal weder für Bauherren und Hauseigentümer, noch für Industrie und Handwerk plan- und berechenbar sind.

Die anscheinend klare Positionierung der Bundesregierung gegen einen weiteren Ausbau der Photovoltaik sorgt nicht nur bei den Energieberatern für Unverständnis, auch die Stromkunden haben demnach jahrelang vergebens den Ausbau Erneuerbarer Energien über die EEG-Umlage mitgetragen. Die geplante Energiewende sowie die Umsetzung der ambitionierten Klima- und Umweltschutzziele sind allerdings ohne eine Umstrukturierung der bestehenden Stromwirtschaft, die weiter auf fossile Energieträger setzt, undenkbar. Das hohe Potential der Nutzung von Solarenergien ist längst nicht ausgereizt.

In Deutschland sind derzeit Solaranlagen mit einer Kapazität von insgesamt 25.000 Megawatt installiert. Bei voller Sonneneinstrahlung entspräche dies der theoretischen Leistung von 18 Atomkraftwerken. Mit einem zukunftsorientierten Ausbau der Stromnetze zur Integration weiterer Anlagen sowie der Markteinführung von Speichern könnte Sonnenenergie einen wichtigen Beitrag zur gesicherten Stromversorgung in Deutschland leisten.

Das bundesweite Netzwerk unabhängiger Energieberater gibt ebenfalls zu bedenken, dass Photovoltaik gerade für private Bauherren und Hauseigentümer aber auch für Gewerbe und Wohnungswirtschaft die Chance bietet, regenerative Energien einzusetzen und somit jedem Einzelnen die Möglichkeit gibt aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Die hohe Akzeptanz und die vorhandene Investitionsbereitschaft in Solartechnik stärkt das Bewusstsein zum energiesparenden und ressourcenschonenden Umgang in der breiten Bevölkerung. Neue Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle durch genossenschaftliche Bürgerkraftwerke haben sich erfolgreich etabliert. Die Solarbranche hat sich zum wichtigen Wirtschaftsstandbein Deutschlands entwickelt, in welchem in den letzten zwei Jahren große Kapazitäten zur Fertigung qualitativ hochwertiger Anlagen entstanden sind. Arbeitsplätze wurden geschaffen und qualifizierte Handwerksbetriebe haben sich etabliert. Allein im letzten Jahr wurden Anlagen mit einer Leistung von 7.500 Megawatt installiert. Eine Durchsetzung der geplanten Kürzungen wäre für alle Bereiche, mit drastischen Einschnitten und derzeit unabsehbaren Folgen verbunden.

Das DEN fordert die drastisch Kürzung der Solarstromförderung zurückzunehmen. Dies ist notwendig um die Klimaschutzziele zu erreichen und die wirtschaftliche Zukunft der Solarwirtschaft in Deutschland nicht zu gefährden.

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