Weltkonferenz zur Wasserstoffenergie gibt Impulse

18. WHEC heute in Essen beendet

(PresseBox) (Berlin, ) In Essen ging heute die 18. Weltkonferenz zur Wasserstoffenergie (World Hydrogen Energy Conference - WHEC) zu Ende. Veranstalter und Teilnehmer waren rundum zufrieden und lobten das hohe Niveau der Veranstaltung. Das Land Nordrhein-Westfalen wie auch das Forschungszentrum Jülich unterstützten die WHEC 2010, die Organisation der Konferenz hatte die EnergieAgentur.NRW übernommen. Auch der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband war Mitveranstalter.

Schon der Konferenzauftakt am Montag hatte den positiven Grundton angegeben, als sowohl Politiker (Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Chinas Forschungsminister Gang Wan) als auch die Vorstandsvorsitzenden bedeutender Unternehmen (Daimler, Linde, Solvay) gemeinsam mit Vertretern der Forschung die wichtige Rolle betonten, die Wasserstoff und Brennstoffzellen auf der Grundlage erneuerbarer Energien bei der Bewältigung des Problems der nachhaltigen, sicheren Energieversorgung spielen werden.

Trotz der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse war es nach den Worten des Konferenzvorsitzenden Prof. Dr. Detlef Stolten (FZ Jülich) recht einfach gewesen, die Leute nach Essen zu bringen. Schwieriger war es schon, die vielen oft hochklassigen eingereichten Beiträge in dreieinhalb Tagen unterzubringen. In 49 einzelnen Sitzungen wurden 342 Vorträge gehalten und 240 Poster gezeigt.

Die Konferenz war von einer Messe begleitet, die zumindest im Zusammenhang mit dieser Konferenz in ihrem Umfang bisher einmalig ist (140 Aussteller aus 13 Ländern auf 1800 m²). Ein weiteres besonderes Merkmal waren die umfangreichen Bemühungen, das Thema der Öffentlichkeit nahe zu bringen. Es gab Sonderveranstaltungen für die allgemeine Öffentlichkeit, für Schüler und Lehrer sowie Studenten. Schon seit Februar hatte eine Medienkampagne unter dem Titel "Energie im Wandel" die Aufmerksamkeit für den Stand der Technik geweckt.

Die wissenschaftliche Konferenz hatte 1200 Teilnehmer aus 50 Ländern. Etwa die Hälfte davon kam aus Deutschland, der Rest verteilt sich etwa gleichmäßig auf das übrige Europa und andere Länder. Rechnet man die Besucher der Messe und die Teilnehmer an den begleitenden Ereignissen dazu, kommt man auf etwa 2300 Personen.

Nordrhein-Westfalen ist wirklich ein geeigneter Platz, um Wasserstoff und Brennstoffzellen im praktischen Einsatz zu zeigen, sowie ein guter Startpunkt für ihren Einsatz. Rund 260.000 PKW oder knapp 6.000 Busse könnten in NRW mit dem überschüssigen Wasserstoff aus der chemischen Industrie betrieben werden, ohne dass auch nur ein zusätzliches Molekül Wasserstoff erzeugt werden müsste, betonte Wirtschaftsministerin Christa Thoben anlässlich der Eröffnung.

Bei der Abschlusspressekonferenz betonte Prof. Stolten, dass man bei dieser Konferenz das Fachgebiet in einem erheblich anderen Status gesehen habe als vor einigen Jahren. Auch Ministerin Thoben betonte, dass die Arbeit weiter gehe; sie hielt es für wahrscheinlich, dass auch absehbare Veränderungen in der Landesregierung daran nicht viel ändern würden.

Sowohl das Konferenzprogramm als auch die politische und industrielle Unterstützung des Themas als auch die allgemeine Organisation fanden den Beifall der Teilnehmer. Viele ausländische Besucher werden aus Essen wichtige Impulse für die Arbeit in ihrer Heimat mitnehmen.

Die nächsten Veranstaltungen dieser Reihe unter der Schirmherrschaft der International Association for Hydrogen Energy (IAHE) sind für 2012 in Toronto (Kanada), 2014 in Gwangju (Südkorea) und 2016 in Saragossa (Spanien) geplant.

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