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Bundesweiter Heizspiegel 2012: Steigende Energiepreise machen Einsparungen durch milden Winter zunichte
18 Prozent weniger Heizenergieverbrauch in 2011 / Keine Entwarnung bei Heizkosten für 2012 / Heizgutachten kostenlos
Milder Winter dämpft Heizkostenanstieg
Der Bundesweite Heizspiegel 2012 zeigt: Die Heizkosten für eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl betrugen im vergangenen Jahr durchschnittlich 890 Euro. Das sind 40 Euro mehr als 2010 (+ 4,7 %). Mieter mit Erdgasheizungen zahlten 715 Euro und damit 90 Euro weniger als im Vorjahr (- 11,2 %). Die Heizkosten für Fernwärme sanken um 95 Euro auf 785 Euro (- 10,8 %). "Wäre der vergangene Winter ähnlich kalt ausgefallen wie im Jahr zuvor, hätte sich der Anstieg bei den Energiepreisen für Heizöl, Fernwärme und Erdgas viel deutlicher auf der Abrechnung bemerkbar gemacht. Leider können Deutschlands Mieter und Hauseigentümer nicht jedes Jahr auf das Wohlwollen von Petrus bauen", sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online.
Keine Entwarnung für das Jahr 2012
Auch in diesem Jahr dreht sich die Preisspirale unvermindert weiter, warnen co2online und der Deutsche Mieterbund. Der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, schaut mit Sorge auf die aktuellen Preisentwicklungen. "Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres sind die Heizölpreise im ersten Quartal 2012 erneut gestiegen - im Schnitt um knapp 15 Prozent. Der Fernwärmepreis liegt bereits elf Prozent über dem des Vorjahreszeitraums", sagt Siebenkotten. Johannes D. Hengstenberg weist darauf hin, dass aufgrund solcher Prognosen die energetische Modernisierung von Wohngebäuden unverzichtbar bleibe. "Nur so können Eigentümer sich und ihre Mieter langfristig unabhängiger von der Entwicklung der Energiepreise machen", so Hengstenberg. Beispielsweise müssten Altbauten ausreichend gedämmt und mit effizienten Heizanlagen ausgestattet werden. Auch eine hydraulische Optimierung der Heizanlage würde für geringere Heizkosten sorgen.
Aktion: Heizgutachten erneut kostenlos
Der erste Schritt zur Modernisierung ist ein Verständnis des eigenen Heizenergieverbrauchs. Dafür sorgt der Bundesweite Heizspiegel 2012 mit Vergleichswerten zu Heizkosten, Heizenergieverbrauch und CO2-Emissionen zentral beheizter Wohngebäude für das Abrechnungsjahr 2011. Anhand dieser Werte und ihrer Heizkostenabrechnung können Mieter und Eigentümer feststellen, ob die Heizkosten ihres Gebäudes niedrig oder zu hoch sind. Wird ein erhöhter Verbrauch festgestellt, sollte ein schriftliches Heizgutachten angefordert werden. Darin werden von co2online alle Verbrauchs- und Kostenpositionen der Abrechnung überprüft und konkrete Schritte für eine Reduzierung von Verbrauch und Kosten empfohlen. Bei erkennbarem Bedarf werden Mieter zudem dabei unterstützt, ihren Vermieter zu einer energetischen Gebäudemodernisierung zu motivieren. Bislang haben mehr als 66.000 Haushalte von diesem kostenlosen Service profitiert. Ein Gutschein für ein kostenloses Heizgutachten ist im Bundesweiten Heizspiegel 2012 enthalten. Eine rechtliche Überprüfung der Abrechnungen nehmen die Fachleute der örtlichen Mietervereine vor. Der 16-seitige Bundesweite Heizspiegel 2012 kann kostenlos beim Deutschen Mieterbund in 10169 Berlin angefordert werden - mit dem Kennwort "Heizspiegel" und einem mit 0,90 Euro frankierten DIN-lang-Rückumschlag.
Über co2online und die Heizspiegelkampagne
Die gemeinnützige co2online GmbH (www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln und Heizgutachten motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. Ein starkes Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt die verschiedenen Informationskampagnen. Seit 2005 wird der Bundesweite Heizspiegel jährlich veröffentlicht. Von 2004 bis 2012 erstellte co2online zusätzlich mehr als 80 Kommunale Heizspiegel und rund 66.000 Heizgutachten.
Über den Deutscher Mieterbund e.V.
Der Deutsche Mieterbund e.V. ist die Interessenvertretung aller Mieterinnen und Mieter in Deutschland. Dem Deutschen Mieterbund sind rund 320 örtliche Mietervereine angeschlossen, die an mehr als 500 Orten in ganz Deutschland ihre Mitglieder in mietrechtlichen Fragen beraten und unterstützen.
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