Steuereinnahmen runter, Steuern runter?

Vertreter junger Verbände fordern Realismus in Steuerdebatte

(PresseBox) (Berlin, ) "Der Kurs auf Steuersenkungen ist richtig, aber nur ein schlechter Kapitän fährt sehendes Auges in einen Sturm. Ein guter Navigator umschifft den Sturm", kommentiert die Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland, Eva Fischer, die Diskussionen um mögliche Steuersenkungen. "Mit solchen Versprechungen macht die Politik sich unglaubwürdig. Die aktuelle Griechenland-Krise zeigt einmal mehr die Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung", so Fischer.

Paul Jörg Feldhoff als Bundesvorsitzender des Juniorenkreises des Wirtschaftsrates fordert: "Wir können nicht auf Kosten nachfolgender Generationen immer mehr Schulden machen, wenn die Schulden schon heute keiner bezahlen kann. Der Schuldenberg wird alle nachfolgenden Generationen erdrücken. Als junge Generation fordern wir von der Regierung, endlich zu sparen und den Haushalt zu konsolidieren."

Für Carsten Röttgers, Bundesvorsitzender der Junioren des Handwerks, ist wichtig grundsätzlich an den Steuerentlastungen festzuhalten. "Angesichts der aktuellen Steuerschätzung müssen wir jedoch über eine Neufestlegung der Zeitschiene reden. Auch sind alle haushaltsneutralen Möglichkeiten wie ein einfacheres Steuerrecht zu nutzen", so Röttgers.

Die jungen Unternehmer fordern: Wirtschaft und Politik dürfen die Augen vor der Realität nicht verschließen. Wenn Deutschland bis 2013 39 Milliarden Euro weniger Steuern in die Kasse bekommt, ist das ein Grund mehr endlich ans Sparen zu denken und den Staatshaushalt zu konsolidieren. Bei fast 1800 Milliarden Euro Schulden kann Deutschland nicht weniger Steuern einnehmen und gleichzeitig mehr Geld ausgeben, um die Steuern zu senken - die Rechnung geht nicht auf.

Als Vertreter der jungen Generation sind sich die drei großen Wirtschaftsverbände einig. Oberstes Ziel der Bundesregierung muss sein, den Haushalt zu konsolidieren und die Schulden zu senken. Steuersenkungen, die sich keiner leisten kann, bringen nur mehr Schulden, die sich Deutschland erst recht nicht leisten kann.

Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland, die Junioren des Handwerks und der Juniorenkreis des Wirtschaftsrates vertreten über 20.000 junge Unternehmer und Führungskräfte unter 40 Jahren.

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