Föderalismus: Bis zu 639 Euro Differenz bei monatlichem Grundgehalt von Professoren

Bayern und Baden-Württembergs an der Spitze, Berlin und Hessen Schlusslichter

(PresseBox) (Bonn, ) Professoren in Baden-Württemberg und Bayern erhalten bundesweit das höchste Grundgehalt, ihre Kollegen in Berlin und Hessen das niedrigste. Auf bis zu 538,59 Euro können sich die Gehaltsunterschiede summieren. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Deutschen Hochschulverbandes hervor, die die Zeitschrift "Forschung & Lehre" in ihrer Februar- Ausgabe veröffentlicht (Vgl. das PDF-Dokument im Anhang).

In der Besoldungsstufe W3 beziehen demnach Professoren in Baden-Württemberg 5.528,94 Euro pro Monat, es folgen Hochschullehrer in Bayern mit 5.366,75 Euro und in Hamburg mit 5.317,32 Euro. Berlin zahlt ihnen dagegen nur 4890,35 Euro, Hessen 5147,49 Euro und Bremen 5.163,64 Euro. Ohne Rechtsanspruch können die Grundgehälter im Einzelfall durch leistungsbezogene Zuschläge erhöht werden.

Bei der Besoldungsgruppe W2 führt Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich mit einem Monatsgrundgehalt von 4.578,74 Euro vor Bayern mit 4.500,60 Euro und Rheinland- Pfalz mit 4.416,29 Euro. Berlin rangiert dagegen mit einem Grundgehalt von 4.027,35 Euro auf dem letzten, Hessen mit 4.239,10 Euro auf dem vorletzten und Bremen mit 4.256,15 Euro auf dem drittletzten Platz.

Bei der Grundvergütung von Juniorprofessoren ergibt sich das gleiche Bild. Baden- Württemberg bietet W1-Professoren bis zu 3.924,26 Euro, Bayern 3.889,20 Euro und Rheinland-Pfalz 3.871,36 Euro. Berlin wartet dagegen mit 3.525,55 Euro, Hessen mit 3.710,92 Euro und Bremen mit 3.728,47 Euro auf.

Seit der Föderalismusreform können die Länder Besoldungsanpassungen bei den Grundgehältern selbständig vornehmen. Allein Baden-Württemberg schreibt Universitätsprofessuren ausschließlich als W3-Professuren aus. Das Bundesverfassungsgericht wird am 14. Februar 2012 über die Amtsangemessenheit der WBesoldung entscheiden. Geklagt hatte ein nach W2 besoldeter Marburger Hochschullehrer.

Schwerpunktthema: Euro in der Zerreißprobe
Wer ist Schuld an den Schulden?
Mit Beiträgen von Jan Poser, Michael Burda, Christoph Markschies, Ulrich Thielemann u. a.

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