Energiesparende Modernisierung senkt Nebenkosten

Über 100-jähriger Altbau wird zum innovativen Niedrigenergiehaus

(PresseBox) (Ludwigshafen, ) In der BASF-Werkssiedlung „Alte Kolonie“ ist eines der modernsten Niedrigenergiehäuser Ludwigshafens entstanden. Dank innovativer Technik benötigt das Gebäude nun

85 Prozent weniger Primärenergie. Mit dieser energetischen Sanierung beteiligt sich das BASF-Wohnungsunternehmen LUWOGE am bundesweiten Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Heute wurde das modernisierte Gebäude in der Sodastraße 40 offiziell mit allen Projektpartnern und dem Bundesbauministerium eingeweiht.

Die Herausforderung für die LUWOGE: Innendämmung, wo Außendämmung nicht möglich ist und dabei einen Primärenergieverbrauch von nur sechs Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr verwirklichen. Um den Energiebedarf zu senken, setzte die LUWOGE vor allem auf optimale Wärmeschutzmaßnahmen durch Dämmung mit innovativen Dämmstoffen der BASF. Eine neue Generation von Gipskarton-Verbundplatten erleichtert die Anbringung der Innendämmung und minimiert Kosten und Arbeitsaufwand. Im Dach wurden speziell für den Leichtbau entwickelte Gipsbauplatten eingesetzt, die vor sommerlicher Überhitzung schützen und in den Wohnräumen im Dachgeschoss durch angenehme Raumtemperaturen für verbesserten Wohnkomfort sorgen.

Weitere wichtige Bausteine des Modernisierungskonzepts sind dreifachverglaste Kunststoff-Fenster mit Edelgasfüllung, eine ausgeklügelte Lüftungsanlage mit 80 Prozent Wärmerückgewinnung und einem neuen energiesparenden Gas-Brennwertkessel. Die Warmwasseraufbereitung wird durch Solarkollekto-ren unterstützt. „Wir wollen mit der Innendämmung in der Altbausanierung deutlich machen, dass es viele Möglichkeiten und Wege gibt, nachhaltig zu modernisieren. Die künftigen Bewohner dieses Hauses sparen nicht nur Kosten, sondern investieren mit dem geringen Energieverbrauch und der damit verbundenen Reduktion der CO2-Emissionen in die Zukunft“, so Dr. Matthias Hensel, Vorsitzender der Geschäfts-führung. Jetzt werden insgesamt 63 Kilogramm klimaschädliches CO2 im Gebäude pro Quadratmeter und Jahr eingespart.

Mit dem Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ hat die dena seit Herbst 2003 bereits 34 Pilotprojekte zur Erprobung von hochinnovativer Energiespartechnik bei der Gebäudesanierung initiiert. Partner des Modellvorhabens ist seit Projektstart die BASF AG. BASF und dena wollen mit diesem Projekt gemeinsam Innovationsanreize für den Gebäudebestand geben. Eggert Voscherau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF Aktiengesellschaft: „CO2-Minderung durch Wärmedämm-Maßnahmen im Gebäudebestand steht für Klimaschutz, Ressourcenschonung und Arbeitsplätze. Es existieren technische und wirtschaftliche Lösungen zur energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes, sie werden jedoch unzureichend genutzt. Der Investitionsstau ist durch Veränderung der Rahmenbedingungen auflösbar“.

Die energetische Gebäudesanierung kann den Energiebedarf und Schadstoffausstoß von bestehenden Gebäuden deutlich reduzieren und ist damit gleichzeitig eine Investition in die wirtschaftliche Zukunft einer Immobilie. „Energieeffiziente Nachrüstungen, wie wir sie in unseren Modellprojekten durchführen, stellen einen echten Mehrwert für Hausbesitzer dar“, sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. „Sie bedeuten langfristige Wertsteigerung und sind ein realer Wettbewerbsvorteil. Wir zeigen mit unserem Modellprojekt, dass die Sanierung von Wohngebäuden mit hochinnovativen Konzepten Eigentümern, Mietern und der Umwelt nutzt und möchten Vorbilder für die einzelnen Regionen schaffen“, so Kohler weiter.

Rund 80 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland wurden vor 1979 erbaut und weisen deutlich schlechtere Energiebilanzen auf als Neubauten. Durch fachgerechtes energetisches Sanieren und den Einsatz moderner Gebäudetechnik können diese Gebäude nach erfolgreicher Sanierung Energie-Standards erreichen, die um bis zu 50 Prozent den zulässigen Höchstwert für Neubauten nach der Ener-gieeinsparverordnung (EnEV) unterschreiten und damit doppelt so gut sind wie vergleichbare Neubau-ten.

„Investitionen im Baubereich sind langlebig. Deswegen müssen gerade beim Bauen Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit genau berücksichtigt werden. Hier geht es nicht nur um die Beachtung der reinen Baukosten, sondern insbesondere um die Kosten, die durch den Betrieb verursacht werden, also um die Lebenszykluskosten. Durch die energetische Sanierung lassen sich Betriebskosten erheblich senken und gleichzeitig wird der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduziert. Unser Haus unterstützt das dena-Modellvorhaben ´Niedrigenergiehaus im Bestand´, weil es zeigt, wie sich innovative Lösungsansätze beim Bauen im Bestand bewähren und neue Impulse für die Bauwirtschaft und das regionale Handwerk entstehen“, erklärt Wolfgang Ornth, Referatsleiter im Bundesbauministerium, anlässlich der Feierlichkeiten.

In der zweiten Runde des dena-Modellvorhabens, die seit Mai 2005 läuft, werden über 100 weitere energiesparende Sanierungsvorhaben mit zinsgünstigen Krediten der KfW Förderbank unterstützt. Teilnehmen können alle Gebäudeeigentümer von der Wohnungsbaugesellschaft bis zum Einfamilienhausbesitzer, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Weitere Informationen, Ansprechpartner und Antragsunterlagen zum dena-Modellvorhaben sind unter www.neh-im-bestand.de erhältlich.

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) mit Sitz in Berlin ist das Kompetenzzentrum und die Informationsplattform in Sachen Energieeffizienz. Sie entwickelt, initiiert und koordiniert Projekte, Programme und Kampagnen, die die Energieeffizienz in Deutschland vorantreiben. Ziel ist es, Energie rationell und umweltschonend zu verwenden, die Nutzung regenerativer Energiequellen auszubauen sowie innovative Technologien und Dienstleistungen zu forcieren. Dieser Markt soll mittelfristig unabhängiger von staatlicher Förderung werden. Deshalb arbeitet die dena eng mit Unternehmen, Verbänden und der Politik zusammen, um durch intelligente Kooperationen die Märkte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu erschließen.

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