Statistik über Wertpapieremissionen im Euro-Währungsgebiet: September 2010

(PresseBox) (Frankfurt, ) Die Jahreswachstumsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet begebenen Schuldverschreibungen verringerte sich von 3,6 % im August auf 3,1 % im September 2010. Bei den von Gebietsansässigen emittierten börsennotierten Aktien belief sich die jährliche Wachstumsrate im September wie bereits im Vormonat auf 1,7 %.

Der Absatz von Schuldverschreibungen durch Ansässige im Euro-Währungsgebiet betrug im September 2010 insgesamt 1 007 Mrd EUR (siehe Tabelle 1 und Abbildung 1). Bei Tilgungen in Höhe von 995 Mrd EUR ergab sich ein Nettoabsatz von 1 Mrd EUR (siehe Tabelle 1)[1]. Die Jahreswachstumsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro- Währungsgebiet begebenen Schuldverschreibungen ging von 3,6 % im August auf 3,1 % im September zurück (siehe Tabelle 1 und Abbildung 3).

Die Aufgliederung nach Emittentengruppen zeigt, dass sich die Vorjahrsrate des Umlaufs an von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften begebenen Schuldverschreibungen von 10,2 % im August auf 8,6 % im September 2010 verringerte (siehe Tabelle 2 und Abbildung 4). Bei den monetären Finanzinstituten (MFIs) belief sich die entsprechende Änderungsrate im Berichtsmonat auf -0,4 %, verglichen mit -0,3 % im August. Die Jahreswachstumsrate der von nichtmonetären finanziellen Kapitalgesellschaften begebenen umlaufenden Schuldverschreibungen sank von 1,4 % im August auf 0,7 % im September. Bei den öffentlichen Haushalten reduzierte sich die entsprechende Rate im selben Zeitraum von 7,7 % auf 6,9 %.

Betrachtet man die Aufschlüsselung nach Fälligkeiten, so belief sich die Zwölfmonatsrate der umlaufenden kurzfristigen Schuldverschreibungen im September 2010 auf -5,0 % nach -4,4 % im August (siehe Tabelle 1 und Abbildung 3). Bei den MFIs lag die Vorjahrsrate der umlaufenden kurzfristigen Schuldverschreibungen im September bei -2,6 %, verglichen mit -0,5 % im Vormonat (siehe Tabelle 2). Die jährliche Zuwachsrate der langfristigen Schuldverschreibungen sank von 4,7 % August auf 4,1 % im Berichtsmonat (siehe Tabelle 1). Die Jahresänderungsrate des Umlaufs an von MFIs begebenen langfristigen Schuldverschreibungen legte im selben Zeitraum von -0,3 % auf -0,1 % zu (siehe Tabelle 2). Bei der Vorjahrsrate des Umlaufs an festverzinslichen langfristigen Schuldverschreibungen war ein Rückgang von 7,5 % im August auf 7,0 % im September zu verzeichnen (siehe Tabelle 1). Die jährliche Änderungsrate des Umlaufs an variabel verzinslichen langfristigen Schuldverschreibungen betrug im Berichtsmonat - 1,0 % nach -1,1 % im August.

Nach Währungen aufgegliedert verringerte sich die jährliche Wachstumsrate des Umlaufs der in Euro denominierten Schuldverschreibungen im September 2010 auf 3,2 %, verglichen mit 3,7 % im Vormonat. Bei den Schuldverschreibungen in anderen Währungen sank die Vorjahrsrate von 3,8 % im August auf 2,6 % im September (siehe Tabelle 1).

Die saisonbereinigte, auf Jahresrate hochgerechnete Dreimonatsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet begebenen Schuldverschreibungen erhöhte sich von 5,4 % im August auf 6,4 % im Berichtsmonat (siehe Tabelle 3 und Abbildung 5).

Die Emission börsennotierter Aktien durch Ansässige im Euro-Währungsgebiet betrug im September 2010 insgesamt 2,2 Mrd EUR (siehe Tabelle 4). Bei Tilgungen in Höhe von 0,2 Mrd EUR ergab sich ein Nettoabsatz von 2,0 Mrd EUR. Die Jahreswachstumsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet emittierten börsennotierten Aktien (ohne Bewertungsänderungen) belief sich im September 2010 - unverändert gegenüber dem Vormonat - auf 1,7 % (siehe Tabelle 4 und Abbildung 6). Die Vorjahrsrate der von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften begebenen börsennotierten Aktien lag im Berichtsmonat bei 0,9 % nach 1,0 % im August. Bei den MFIs betrug die entsprechende Rate im September 5,2 %, verglichen mit 5,1 % im August. Bei den nichtmonetären finanziellen Kapitalgesellschaften nahm die Zwölfmonatsrate von 4,1 % im August auf 4,0 % im September ab.

Der Umlauf an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet emittierten börsennotierten Aktien betrug Ende September 2010 insgesamt 4 349 Mrd EUR. Verglichen mit Ende September 2009 (4 214 Mrd EUR) entspricht dies einem jährlichen Anstieg des Bestands an börsennotierten Aktien von 3,2 % im Berichtsmonat (nach 2,0 % im August).

Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich alle Daten auf nicht saisonbereinigte Statistiken. Neben den Entwicklungen für September 2010 enthält diese Pressemitteilung geringfügig revidierte Angaben für vorangegangene Berichtszeiträume. Darüber hinaus haben zwei Länder des Euro-Währungsgebiets ab dem Berichtsmonat Dezember 2008 bzw. Dezember 2009 den Erfassungsgrad für Emissionen von Schuldverschreibungen erweitert; dieser beinhaltet jetzt auch Kapitalgesellschaften ohne MFIs und die von öffentlichen Haushalten begebenen kurzfristigen Schuldverschreibungen. Zudem wurde der Erfassungsgrad für börsennotierte Aktien um internationale Börsennotierungen erweitert. Da die Jahreswachstumsraten auf Finanztransaktionen basieren, die daraus resultieren, dass eine institutionelle Einheit Schulden aufnimmt oder tilgt, werden sie nicht von anderen, nicht transaktionsbedingten Veränderungen beeinflusst. Die vollständigen aktualisierten Wertpapieremissionsstatistiken finden sich auf der Website der EZB im Abschnitt "Statistics" unter "Monetary and financial statistics" (www.ecb.europa.eu/stats/money/securities/html/index.en.html). Diese Daten sowie die Angaben für das Euro-Währungsgebiet in seiner Zusammensetzung im Referenzzeitraum können über das Statistical Data Warehouse (SDW) der EZB heruntergeladen werden.

Die Ergebnisse bis September 2010 werden auch in den Ausgaben des EZBMonatsberichts und des "Statistics Pocket Book" vom Dezember 2010 veröffentlicht. Die nächste Pressemitteilung zu den Wertpapieremissionen im Euro-Währungsgebiet erscheint am 10. Dezember 2010

[1] Da eine vollständige Untergliederung des Nettoabsatzes anders als bei Bruttoabsatz und Tilgung nicht immer zur Verfügung steht, kann die Differenz zwischen aggregiertem Bruttoabsatz und aggregierter Tilgung vom aggregierten Nettoabsatz abweichen.

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