Statistik über Wertpapieremissionen im Euro-Währungsgebiet: März 2010

(PresseBox) (Frankfurt, ) Die Jahreswachstumsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet begebenen Schuldverschreibungen sank von 6,3 % im Februar auf 6,0 % im März 2010.Bei den von Gebietsansässigen emittierten börsennotierten Aktien verringerte sich die jährliche Wachstumsrate von 3,0 % im Februar auf 2,8 % im Berichtsmonat.

Der Absatz von Schuldverschreibungen durch Ansässige im Euro-Währungsgebiet betrug im März 2010 insgesamt 1 039 Mrd EUR (siehe Tabelle 1 und Abbildung 1). Bei Tilgungen in Höhe von 919 Mrd EUR ergab sich ein Nettoabsatz von 120 Mrd EUR (siehe Tabelle 1)(1) Die Jahreswachstumsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro- Währungsgebiet begebenen Schuldverschreibungen fiel von 6,3 % im Vormonat auf 6,0 % im März (siehe Tabelle 1 und Abbildung 3).

Die Aufgliederung nach Emittentengruppen zeigt, dass sich die Vorjahrsrate des Umlaufs an von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften begebenen Schuldverschreibungen von 15,0 % im Februar auf 16,0 % im März 2010 erhöhte (siehe Tabelle 2 und Abbildung 4). Bei den monetären Finanzinstituten (MFIs) stieg die entsprechende Zuwachsrate im selben Zeitraum von 0,6 % auf 1,4 %. Die Jahreswachstumsrate der von nichtmonetären finanziellen Kapitalgesellschaften begebenen umlaufenden Schuldverschreibungen sank im Berichtsmonat auf 7,2 % nach 8,6 % im Februar. Bei den öffentlichen Haushalten nahm die entsprechende Rate von 9,8 % im Februar auf 8,7 % im März ab.

Betrachtet man die Aufschlüsselung nach Fälligkeiten, so sank die Zwölfmonatsrate der umlaufenden kurzfristigen Schuldverschreibungen von -5,6 % im Vormonat auf -6,4 % im März 2010 (siehe Tabelle 1 und Abbildung 3). Bei den MFIs erhöhte sich die Vorjahrsrate der umlaufenden kurzfristigen Schuldverschreibungen im selben Zeitraum von -13,9 % auf -11,7 % (siehe Tabelle 2). Bei den langfristigen Schuldverschreibungen fiel die jährliche Zuwachsrate von 7,9 % im Februar auf 7,7 % im Berichtsmonat. Die Jahreswachstumsrate des Umlaufs an von MFIs begebenen langfristigen Schuldverschreibungen stieg im selben Zeitraum von 3,4 % auf 3,8 %. Die Vorjahrsrate des Umlaufs an festverzinslichen langfristigen Schuldverschreibungen sank von 10,8 % im Vormonat auf 10,4 % im März. Die jährliche Zuwachsrate des Umlaufs an variabel verzinslichen langfristigen Schuldverschreibungen nahm von 1,6 % im Februar auf 1,4 % im Berichtsmonat ab.

Nach Währungen aufgegliedert verringerte sich die jährliche Wachstumsrate des Umlaufs der in Euro denominierten Schuldverschreibungen im März 2010 auf 6,2 %, verglichen mit 6,4 % im Vormonat. Bei den Schuldverschreibungen in anderen Währungen fiel die Vorjahrsrate von 5,7 % im Februar auf 4,8 % im Berichtsmonat (siehe Tabelle 1).

Die saisonbereinigte, auf Jahresrate hochgerechnete Dreimonatsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet begebenen Schuldverschreibungen erhöhte sich von 1,8 % im Februar auf 4,6 % im März 2010 (siehe Tabelle 3 und Abbildung 5).

Die Emission börsennotierter Aktien durch Ansässige im Euro-Währungsgebiet betrug im März 2010 insgesamt 9,5 Mrd EUR (siehe Tabelle 4). Bei Tilgungen in Höhe von 0,2 Mrd EUR ergab sich ein Nettoabsatz von 9,3 Mrd EUR. Die Jahreswachstumsrate des Umlaufs an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet emittierten börsennotierten Aktien (ohne Bewertungsänderungen) sank von 3,0 % im Vormonat auf 2,8 % im März (siehe Tabelle 4 und Abbildung 6). Die Vorjahrsrate der von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften begebenen börsennotierten Aktien verringerte sich im Berichtsmonat auf 1,8 % gegenüber 2,0 % im Februar. Bei den MFIs fiel sie im selben Zeitraum von 8,2 % auf 7,4 %. Bei den nichtmonetären finanziellen Kapitalgesellschaften lag die Zwölfmonatsrate im März bei 5,4 % und blieb damit gegenüber dem Vormonat unverändert.

Der Umlauf an von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet emittierten börsennotierten Aktien betrug Ende März 2010 insgesamt 4 493 Mrd EUR. Verglichen mit Ende März 2009 (3 027 Mrd EUR) entspricht dies einem jährlichen Anstieg des Bestands an börsennotierten Aktien von 48,4 % im Berichtsmonat (nach 42,0 % im Februar).

Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich alle Daten auf nicht saisonbereinigte Statistiken. Neben den Entwicklungen für März 2010 enthält diese Pressemitteilung geringfügig revidierte Angaben für vorangegangene Berichtszeiträume. Darüber hinaus haben zwei Länder des Euro-Währungsgebiets ab dem Berichtsmonat Dezember 2008 bzw. Dezember 2009 den Erfassungsgrad für Emissionen von Schuldverschreibungen erweitert; dieser beinhaltet jetzt auch Kapitalgesellschaften ohne MFIs und die von öffentlichen Haushalten begebenen kurzfristigen Schuldverschreibungen. Zudem wurde der Erfassungsgrad für börsennotierte Aktien um internationale Börsennotierungen erweitert. Da die Jahreswachstumsraten auf Finanztransaktionen basieren, die daraus resultieren, dass eine institutionelle Einheit Schulden aufnimmt oder tilgt, werden sie nicht von anderen, nicht transaktionsbedingten Veränderungen beeinflusst. Die vollständigen aktualisierten Wertpapieremissionsstatistiken finden sich auf der Website der EZB im Abschnitt "Statistics" unter "Money, banking and financial markets" (www.ecb.europa.eu/stats/money/securities/html/index.en.html). Diese Daten sowie die Angaben für das Euro-Währungsgebiet in seiner Zusammensetzung im Referenzzeitraum können über das Statistical Data Warehouse (SDW) der EZB heruntergeladen werden.

Die Ergebnisse bis März 2010 werden auch in den Ausgaben des EZB-Monatsberichts und des "Statistics Pocket Book" vom Juni 2010 veröffentlicht. Die nächste Pressemitteilung zu den Wertpapieremissionen im Euro-Währungsgebiet erscheint am 11. Juni 2010.

(1)Da eine vollständige Untergliederung des Nettoabsatzes anders als bei Bruttoabsatz und Tilgung nicht immer zur Verfügung steht, kann die Differenz zwischen aggregiertem Bruttoabsatz und aggregierter Tilgung vom aggregierten Nettoabsatz abweichen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.