DB und Siemens nehmen Qualität in den Fokus

(PresseBox) (Berlin/Krefeld, ) .
- Deutsche Bahn und Siemens präsentieren aktuellen Fertigungsstand beim neuen ICE 3
- Zuverlässige Qualität zentrales Thema bei neuen Fahrzeugen . DB-Technikvorstand Dr. Volker Kefer: "Verhältnis zur Bahnindustrie neu ordnen"

"Wir erwarten von unseren Partnern eine zuverlässige Qualität bei neuen Fahrzeugen. Wir wollen und müssen aus den technischen Problemen der vergangenen Monate zusammen mit der Industrie lernen", erklärte der zuständige Vorstand der Deutschen Bahn für das Ressort Technik, Dr. Volker Kefer, heute in Krefeld. Anlässlich der Präsentation des aktuellen Fertigungsstandes beim neuen ICE 3 stellten DB und Siemens die verbesserten Qualitätsstandards für den neuen Zug heraus.

Ziel sei es, bei Design- und Fertigungsprozessen neuer Fahrzeuge früher mitzugestalten: "Wir wollen uns mit unseren Stärken und der Erfahrung, insbesondere aus dem praktischen Betrieb, bei der Entwicklung mehr einbringen. Im gesamten Entwicklungs- und Fertigungsprozess müssen mehr Meilensteine bezüglich Design und Qualität vereinbart werden", sagte Dr. Kefer. So strebe die Bahn an, zu fest vereinbarten Terminen bestimmte Qualitätskriterien innerhalb des Fertigungsprozesses, wie zum Beispiel Konstruktionsanforderungen oder die Vollständigkeit von technischen Unterlagen, zu überprüfen und bei Mängeln entsprechend gegenzusteuern. "Die Deutsche Bahn will aber nicht in die alte Rolle zu Zeiten der Bundesbahn zurück, als wir die Züge selbst konstruiert haben. Die Verantwortung für die Entwicklung muss bei den Herstellern bleiben", so der DB-Technikvorstand.

Die Baureihe 407, das zukünftige Flaggschiff der DB für den internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehr, soll Ende 2011 in Betrieb gehen. Der Triebzug erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 320 Stundenkilometern und kann als Mehrsystemzug in Belgien, Deutschland und Frankreich eingesetzt werden. Der neue ICE 3 ist gegenüber der bisherigen Generation technisch optimiert worden. Das gesamte Traktionssystem des neuen Zuges ist noch flexibler ausgerichtet. Es besteht aus vier vollständig unabhängigen Traktionseinheiten. Der Unterboden des Zuges ist neu konstruiert. Weiterhin ist die gesamte Aerodynamik des Zuges verbessert. Eine optimierte Verkleidung der Dachaufbauten, Drehgestelle und Wagenübergänge reduziert den Energieverbrauch. Ein Hochdach ab Mitte der Endwagen vermindert den Außenschall. Kupplungen und Bugklappen sind robuster konstruiert.

Die Masse der technischen Aggregate wird anstelle der Lounge direkt hinter dem Führerstand gebündelt. Damit wird die Sitzplatzkapazität um rund 40 Plätze auf 460 bei einem Triebzug aus acht Wagen erhöht. Insgesamt hat die DB 15 dieser Züge bei Siemens bestellt. Der Auftrag wurde Ende 2008 erteilt und umfasst ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 500 Millionen Euro.

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