Niederlande wichtigster Importpartner Deutschlands

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Die Niederlande haben im Jahr 2008 Frankreich als wichtigsten Importpartner der Deutschen abgelöst. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat Deutschland Güter im Wert von mehr als 72 Mrd. Euro aus den Niederlanden bezogen. Frankreich lag im vergangenen Jahr bei 66 Mrd. Euro.

"Die Niederlande werden damit als Güterplattform Richtung Bundesrepublik immer wichtiger", kommentiert Axel Gerberding, Geschäftsführer der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag. Die DNHK hatte bereits Mitte vergangenen Jahres den Wechsel an der Spitzenposition prognostiziert. "Schon angesichts des wachsenden Ergasverbrauchs bei gleichzeitig steigenden Öl- und Gaspreisen war diese Entwicklung abzusehen", so Gerberding. Tatsächlich legte der Wert des eingeführten Erdöls und Erdgases von 4,6 Mrd. auf mehr als 6,3 Mrd. Euro zu.

Doch auch bei Produkten des Ernährungsgewerbes steigerten die Niederlande ihre Exporte nach Deutschland von 6,6 auf 6,9 Mrd. Euro. Die Niederlande hätten gute Chancen, auch in Zukunft wichtigstes Einfuhrland nach Deutschland zu bleiben. "Dies ist historisch nicht neu", sagt Gerberding. Schon vor mehr als 100 Jahren seien die Niederlande der engste und größte Handelspartner der Deutschen gewesen.

Dass die Niederlande zugleich als Absatzmarkt wichtiger werden, belegen die deutschen Exportzahlen. Dort kletterte das westliche Nachbarland 2008 um einen Platz auf den vierten Rang. Damit verdrängen die Niederländer Italien (64 Mrd.). Insgesamt wurden Waren im Wert von fast 65,6 Mrd. Euro in die Niederlande ausgeführt. Zu den Gewinnern gehörten vor allem deutsche Chemieprodukte (11,1 Mrd. gegenüber 10,5 Mrd. im Jahr 2007), Eisen- und Stahlerzeugnisse sowie Spezialfahrzeuge. Nur Frankreich, die Vereinigten Staaten und England können sich als deutsches Exportziel vor dem Nachbarland behaupten.

"Angesichts der aktuellen Krise beobachten wir eine Rückbesinnung auf Nachbarmärkte", sagt Gerberding. Die ähnlichen Geschäftskulturen und geringen Markthürden hätten viele deutsche Unternehmen wieder auf das westliche Nachbarland aufmerksam werden lassen. Für die Niederlande sprächen das pragmatische Auftreten der Unternehmen und die guten Rahmenbedingungen. "Entsprechend nehmen die Anfragen an die Handelskammer derzeit eher zu, als dass sie abnähmen", sagt Gerberding. Trotz der gedämpften Erwartungen der Gesamtwirtschaft für 2009 und 2010 sei daher mittelfristig davon auszugehen, dass sich der deutsch-niederländische Handelsverkehr weiterhin dynamisch entwickelt.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.