Deutsch-Niederländischer Wirtschaftspreis 2010

DNHK nominiert fünf Kandidaten

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Fünf Kandidaten stehen im Rennen um den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis, der von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) verliehen wird. Der Preis zeichnet innovative Unternehmen und mutige Investoren aus, die sich im grenzüberschreitenden Wirtschaftsleben besonders hervorheben. 41 Unternehmen hatten sich in diesem Jahr um die renommierte Auszeichnung beworben.

Nominiert sind die Unternehmen Erfo Bekleidungswerk aus Nordhorn, Kampmann GmbH aus Lingen, Scheuten Solar aus dem niederländischen Venlo, die Hotelkette Van der Valk sowie ein Gemeinschaftsprojekt der Bauunternehmen Dura Vermeer aus Rotterdam und Vector Foiltec aus Bremen.

Auf der Internetseite der DNHK können Besucher bis zum 21. September 2010 den Gewinner des diesjährigen Preises wählen. Er wird am 6. Oktober 2010 bei einer feierlichen Verleihung im Mercedes-Center in Utrecht bekannt gegeben.

Erfo ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus der deutschniederländischen Grenzregion mit 180 Mitarbeitern. Seit mehr als 50 Jahren vertreibt Erfo Damenoberbekleidung und erzielte zuletzt einen Umsatz von 40 Millionen Euro. In kein anderes Land liefert das Unternehmen mehr Produkte als in die Niederlande. Jährlich verkauft Erfo mehr als 250.000 Teile in unserem Nachbarland, was einem Umsatz von mehr als fünf Millionen Euro entspricht. Der Niederlande-Schwerpunkt hat maßgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen auf dem schwierigen Textilmarkt über Jahrzehnte erfolgreich zu entwickeln. In diesem Jahr hat das Unternehmen erstmals eine Anzeigenkampagne gestartet, um seine Bekanntheit auf dem wichtigsten Exportmarkt weiter zu erhöhen.

Die Kampmann GmbH ist ein mittelständischer Hersteller von Heizsystemen, Kühlungen und Lüftungen mit 600 Mitarbeitern. Im Jahr 2005 erwarb das Unternehmen aus Lingen die Patent- und Produktlizenzen der niederländischen Firma Oxycom BV aus Raalte. Dabei ging es um ein Verfahren, das in Bürobauten und anderen Gebäuden eine Frischluftzuführung auf Basis indirekter Verdunstung ermöglicht - ein Verfahren, das seinerzeit neue Ökostandards setzte. Erst seit 2009 ist dieser Standard in Deutschland verbindlich.

Kampmann erhielt 2007 einen Forschungsauftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) für diese Technologie. Der dabei entwickelte 'Klimanaut'-Luftaufbereiter wird inzwischen in Bürokomplexen, Schulen und Pfegeheimen eingesetzt. Das Lingener Unternehmen verkauft die Technologie heute auch in den Niederlanden, wo sie ursprünglich erdacht wurde. Damit hat Kampmann eine Idee aus dem Nachbarland aufgegriffen, selbst zur Marktreife entwickelt und ist damit heute Technologie- und Marktführer. Über 1.000 Anlagen wurden bereits verkauft.

Scheuten Solar, ein Tochterunternehmen der Scheuten Group aus dem niederländischen Venlo, ist ein international tätiges Solarenergie-Unternehmen mit 450 Mitarbeitern. Mit unternehmerischen Wurzeln in der Glasproduktion, ist es Scheuten möglich, die Felder Glas und Solar ideal zu kombinieren. Scheuten Solar macht einen erheblichen Teil seines Umsatzes auf dem wichtigsten Absatzmarkt Deutschland.

Im Jahr 2000 hat Scheuten Solar ein Werk in Gelsenkirchen gekauft und zur heute modernsten Solarmodulproduktion in ganz Europa ausgebaut. Damit hat das niederländische Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Region in einem wachstumsstarken, innovativen Markt beigetragen. Soeben hat Scheuten seine Aktivitäten sogar noch verstärkt und einen dreistellige Millionenbetrag in ein Joint Venture vor den Toren Magdeburgs investiert. Dort werden seit Anfang 2010 täglich 700 Tonnen Flachglas für die Solarbranche produziert. Die Investition hat schon jetzt 265 Arbeitsplätze vor Ort geschaffen.

Die niederländische Dura Vermeer und das Bremer Unternehmen Vector Foiltec haben gemeinsam im Rotterdamer Rheinhafen das innovative Projekt 'Drijvend Paviljoen' (treibender Pavillon) verwirklicht. Es dient als Vorbote eines schwimmenden Stadtteils, der in einigen Jahren in Rotterdam bis zu 10.000 Menschen beherbergen soll. Die Pavillons werden durch Solarstrom und Oberflächenwasser klimatisiert und setzen damit Maßstäbe für nachhaltiges Bauen in der Zukunft. Die drei im Rahmen des Projekts realisierten Pavillons, auf einen Ponton montierte geodätische Kuppeln mit einer Spezialhülle aus Texlon®, können bis zu 500 Menschen beherbergen und werden in den kommenden Jahren als Ausstellungsfläche eingesetzt. Die länderübergreifende Zusammenarbeit hat aus Sicht der DNHK Vorbildcharakter. Das Ergebnis ist bislang weltweit einzigartig.

Die niederländische Hotelkette Van der Valk ist seit mehreren Generation familiengeführt und hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich auf den deutschen Markt ausgebreitet. Dank einer konsequenten Wachstumsstrategie sind bereits 14 deutsche Vander-Valk-Hotels entstanden. Im Herbst 2010 eröffnet Van der Valk sein bislang ambitioniertestes Hotel in Deutschland, das Airporthotel Düsseldorf in direkter Nähe des Düsseldorfer Flughafens. Das beeindruckende Gebäude aus Naturstein und Glas wird künftig ein optischer Blickfang für die Autofahrer im Düsseldorfer Norden sein, die die Stadt über die A 52 betreten.

Mit 194 großzügigen Zimmern und zwölf Tagungsräumen stellt das Airporthotel auch einen wichtigen Wirtschaftstreffpunkt dar, der das große wirtschaftliche Engagement von Niederländern in der Region Düsseldorf betont und einen Impuls für die Zusammenarbeit beider Länder in der Landeshauptstadt bewirkt.

„Die hochklassigen Bewerbungen haben uns die Auswahl schwer gemacht“, sagt Dick de Boer, Präsident der Deutsch-Niederländischen Handelskammer. Er sei aber überzeugt, dass die Handelskammer eine gute Vorauswahl getroffen habe. „Alle Kandidaten stammen aus dem Mittelstand und stehen symbolisch für die vielseitigen Aktivitäten, die die Handelsbeziehungen zwischen unseren Ländern europaweit einzigartig machen. Der Wirtschaftspreis ist auch eine Auszeichnung für den unternehmerischen Mut, der hinter jeder Aktivität im Ausland steckt.“

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