Lieber Sicherheit als Blitzkarriere

Deloitte vergleicht Angaben von Nachwuchs-Führungskräften über Zeitraum von drei Jahren

(PresseBox) (Nürnberg/München, ) Je nachhaltiger ein Unternehmen wirtschaftet und je solider es sich finanziell aufstellt, desto attraktiver ist es derzeit für Nachwuchs-Führungskräfte. Auch haben familienfreundliche Arbeitsbedingungen eine steigende Bedeutung. Auf der anderen Seite legen die Führungskräfte von morgen wenig Wert auf einen partizipativen Führungsstil und erst recht auf Privilegien wie Dienstwagen - sogar die Höhe des Einstiegsgehalts spielt eine immer geringere Rolle. Diese Resultate aus Befragungen in den Jahren 2007 bis 2009 wurden im "Bamberger Absolventenbarometer" des Deloitte Mittelstandsinstituts an der Universität Bamberg festgehalten und zeigen Trends und Tendenzen in den Sparten "kulturellführungsbezogene Aspekte", "Karriere-Aspekte, "monetäre Aspekte" sowie "betriebswirtschaftlichmethodische Aspekte".

"Die Jahre 2007 bis 2009 waren von einschneidenden ökonomischen Entwicklungen geprägt - das spiegelt sich auch in den Befragungsergebnissen wider. So sind viele Nachwuchskräfte heute eher bereit, einen autoritären Führungsstil zu akzeptieren, weil er in Krisenzeiten als zielführender beurteilt wird. Ebenso gewinnt die Solidität der Unternehmensfinanzen an Bedeutung", erklärt Herbert Reiß, Partner und Leiter Mittelstand von Deloitte.

Abwechslung und Teamwork

Im Ranking rangieren "kulturellführungsbezogene Aspekte" über den Betrachtungszeitraum hinweg an erster Stelle. Hier wiederum ist den Befragten eine abwechslungsreiche Teamarbeit am wichtigsten. Eine gute Work-Life-Balance ist dabei über die Jahre bedeutsamer geworden, ebenso wie familienfreundliche Arbeitsverhältnisse. Ein partizipativer Führungsstil hingegen ist - auch angesichts des "rauen Winds" der Krise - immer weniger gefragt.

Strategische Aufgaben wichtiger als schneller Aufstieg

Für ihre Karriere wünschten sich die meisten Absolventen die Betonung strategischer Aufgaben und Projekte - im Vorjahr waren noch vor allem schnelle Aufstiegsmöglichkeiten ausschlaggebend. Auch werden Trainee-Programme relevanter, denn sie stellen immer öfter die beste bzw. einzige Möglichkeit für einen Unternehmenseinstieg dar. Beim Thema Geld löste 2009 die positive finanzielle Gesamtsituation des Unternehmens als Top-Kriterium die faire Vergütung ab. Dienstwagen, hohes Einstiegsgehalt und Erfolgsbeteiligung spielen dagegen durchgängig eine vergleichsweise geringe Rolle.

Systematische Planung wird wichtiger

Ein weiteres Befragungskriterium waren betriebswirtschaftlichmethodische Aspekte. In den Jahren 2007 bis 2009 standen Planungsmethoden und systeme sowie moderne Instrumente der BWL an der Spitze der Prioritätenliste. Der Einsatz von Balanced Scorecards und SAP hat zwar weitaus geringere Priorität, gewann aber während des Betrachtungszeitraums klar an Bedeutung - analog zur ebenfalls weiter steigenden Bedeutung des Spitzenreiters Planungsmethoden und systeme.

Provinz? Lieber nicht!

Über die genannten Aspekte hinaus wurde auch nach der Bewertung von Art und Standort der favorisierten Unternehmen gefragt. Hier legen die Befragten in allen Vergleichsjahren mit steigender Tendenz großen Wert auf die Nähe zu einem Ballungsraum - und bevorzugen mittelständische Unternehmen. In der Konsequenz müssten Unternehmen abseits der Metropolen verstärkt über Kompensationen nachdenken, um attraktiv für Nachwuchs-Führungskräfte zu sein.

"Kriterienübergreifend wurde auch nach den wichtigsten Eigenschaften eines attraktiven Unternehmens gefragt. Ergebnis: Den meisten kommt es in erster Linie auf eine abwechslungsreiche Teamarbeit an. An zweiter Stelle stand 2007 und 2008 die faire Vergütung, 2009 war es die positive finanzielle Situation des Unternehmens. Darüber hinaus wurden internationale Einsatzmöglichkeiten und familienfreundliche Rahmenbedingungen immer wichtiger. Es hat also - krisenbedingt oder nicht - eine Wert- bzw. Paradigmaverschiebung bei Nachwuchs-Führungskräften gegeben", kommentiert Herbert Reiß.

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 140 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To be the Standard of Excellence" - für rund 169.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

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