Wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern Kurzarbeit in den deutschen Lkw-Produktionswerken

(PresseBox) (Stuttgart, ) .
- Unternehmen reagiert auf anhaltend schwache Auftragseingänge und Marktentwicklung
- Lokale Betriebsvereinbarungen regeln die Umsetzung von Kurzarbeit
- Im Lkw-Bereich Sonderfahrzeuge wegen hoher Nachfrage keine Kurzarbeit
- Bus-Produktion in deutschen Werken ebenfalls nicht betroffen

In den Mercedes-Benz Lkw-Werken der Daimler AG wird es größtenteils ab Ostern, spätestens jedoch ab Mai, Kurzarbeit geben. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltende Nachfrageschwäche und rückläufige Auftragseingänge entsprechend der aktuellen Marktentwicklung.

Aufgrund der sehr positiven Entwicklung in den vergangenen Jahren konnte in den Mercedes-Benz Lkw-Werken die bisherige Anpassung an die Auftragslage und das entsprechend reduzierte Produktionsprogramm über die Beendigung von Zeitarbeitsverträgen und die Nicht-Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen sowie über den Abbau der gut gefüllten Arbeitszeitkonten erreicht werden. Mittlerweile sind durch einen weitreichenden Abbau der Arbeitszeitkonten die Voraussetzungen für die Kurzarbeit geschaffen. Von der Kurzarbeit sind vor allem Produktion und produktionsnahe Bereiche betroffen.

Die Nachfrage nach Sonderfahrzeugen im Lkw-Bereich, wie dem Unimog oder dem Mercedes-Benz Econic, und nach Bussen der Marken Mercedes-Benz und Setra ist weiterhin auf hohem Niveau. Aus diesem Grund sind die Beschäftigten in diesen Bereichen nicht von Kurzarbeit betroffen.

Die konkrete Ausgestaltung der Kurzarbeit unterliegt an den Standorten der örtlichen Mitbestimmung und wird über lokale Betriebsvereinbarungen geregelt, die zwischen Werkleitung und Betriebsrat abgeschlossen werden. Diese Betriebsvereinbarungen sind im Grundsatz, aber noch nicht im Detail abgeschlossen. Sie sehen Kurzarbeit zunächst über einen Zeitraum bis Ende der Sommerferien 2009 vor. Dabei wird jeweils von Monat zu Monat in Abhängigkeit vom Auftragseingang gemeinsam mit dem Betriebsrat die konkrete Ausgestaltung der Kurzarbeitstage festgelegt. Insgesamt sind an den Lkw-Standorten Wörth, Gaggenau, Kassel und Mannheim aus heutiger Sicht rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kurzarbeit bzw. Betriebsruhe betroffen.

Dabei gilt, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die noch positive Freischicht- und Gleitzeitkonten haben, zunächst diese Guthaben abbauen, bevor sie in Kurzarbeit gehen. Für Beschäftigte mit negativen Zeitkonten gelten die Regelungen zur Kurzarbeit.

Für die in Kurzarbeit Beschäftigten in den deutschen Lkw-Werken gelten die gleichen Vergütungsregelungen wie in den deutschen Pkw Werken der Daimler AG. In Baden-Württemberg ist das Entgelt nach dem Manteltarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie geregelt, der einen Zuschuss des Unternehmens zum reduzierten Entgelt und Kurzarbeitergeld vorsieht. In den Werken außerhalb Baden- Württembergs zahlt die Daimler AG mangels einer solchen Zuschussregelung im jeweiligen Tarifvertrag einen betrieblich vereinbarten Zuschuss.

Regelungen für die Werke im Einzelnen

Im Mercedes-Benz Werk Wörth werden ab 04.05.2009 voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien bis zu 7.500 Beschäftigte in Kurzarbeit gehen. Die Beschäftigten u.a. im Bereich Sonderfahrzeuge, das heißt der Montage von Unimog und Mercedes- Benz Econic, sind aufgrund der guten Auftragslage von der Kurzarbeit ausgenommen.

Das Mercedes-Benz Werk Gaggenau ist unter anderem der weltweite Lieferant für Nutzfahrzeug-Getriebe bei Daimler Trucks. Rund 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ab 22.04.2009 bis zum Ende der Sommerferien in Kurzarbeit gehen. Darüber hinaus werden am Standort Pkw-Teile für Rastatt und für Transporter produziert. Rund 700 Beschäftigte aus diesen Bereichen sind bereits seit 01.03.2009 in Kurzarbeit.

Am Mercedes-Benz Standort in Kassel werden Achsen, Gelenkwellen und Komponenten für Lkw, Trailer, Transporter und Pkw hergestellt. Rund 1.300 Beschäftigte in den Lkw-Bereichen werden ab 14.04.2009 bis voraussichtlich 31.08.2009 kurzarbeiten. Rund 550 Beschäftigte in den transporternahen Bereichen sind bereits seit 01.03.2009 in Kurzarbeit.

Im Mercedes-Benz Lkw-Werk Mannheim werden Motoren gefertigt und gegossen. Hier werden ab 06.04.2009 bis voraussichtlich September 2009 bis zu 3.500 Beschäftigte kurzarbeiten. Die Beschäftigten des Kompetenzzentrum Emissionsfreie Nutzfahrzeuge am Standort sowie die Beschäftigten des Mercedes-Benz Bus-Werks in Mannheim sind nicht von Kurzarbeit betroffen.

Weitere Informationen von Daimler sind im Internet verfügbar: www.media.daimler.com.

Daimler AG

Die Daimler AG, Stuttgart, mit ihren Geschäften Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Daimler Financial Services sowie Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses ist ein weltweit führender Anbieter von Premium-Pkw und der größte Hersteller von schweren und mittelschweren Lkw. Daimler Financial Services bietet ein umfassendes Finanzdienstleistungsangebot mit Finanzierung, Leasing, Versicherungen und Flottenmanagement.

Daimler vertreibt seine Produkte in nahezu allen Ländern der Welt und hat Produktionsstätten auf fünf Kontinenten. Die Firmengründer Gottlieb Daimler und Carl Benz haben mit der Erfindung des Automobils seit 1886 Geschichte geschrieben. Als Pionier des Automobilbaus betrachtet es Daimler als Anspruch und Verpflichtung, seiner Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt gerecht zu werden und die Mobilität der Zukunft sicher und nachhaltig zu gestalten - mit bahnbrechenden Technologien und hochwertigen Produkten. Zum heutigen Markenportfolio zählen neben Mercedes-Benz, der wertvollsten Automobilmarke der Welt, die Marken smart, AMG, Maybach, Freightliner, Sterling, Western Star, Mitsubishi Fuso, Setra, Orion und Thomas Built Buses. Das Unternehmen ist an den Börsen Frankfurt, New York und Stuttgart notiert (Börsenkürzel DAI). Im Jahr 2008 setzte der Konzern mit mehr als 270.000 Mitarbeitern 2,1 Mio. Fahrzeuge ab. Der Umsatz lag bei 95,9 Mrd. €, das EBIT erreichte 2,7 Mrd. €. Als Unternehmen mit Anspruch auf Spitzenleistung strebt Daimler nachhaltiges Wachstum und Profitabilität auf dem Niveau der Branchenbesten an.

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