CSEM startet mit europäischen Partnern das Projekt "Wear-a-BAN" - unsichtbare, am Körper tragbare, drahtlose Mensch-Maschine-Schnittstellen

(PresseBox) (Zurich, ) CSEM und seine europäischen Partner startet im Juni erfolgreich das von der Europäischen Gemeinschaft finanzierte Projekt Weara-BAN. Ziel dieses innovativen Projekts ist die Untersuchung und Demonstration von Technologien für drahtlose körpernahe Kommunikationsnetzwerke- so genannte Body Area Networks (BAN) - mit extrem niedrigem Energieverbrauch, die die Entwicklung unsichtbarer Mensch-Maschine-Schnittstellen in verschiedenen Marktsegmenten ermöglichen, wie zum Beispiel intelligente und interaktive Textilien, Robotertechnik für Assistenz- und Rehabilitationssysteme der erweiterten Realität (Augmented Reality, AR) und natürliche Schnittstellengeräte für Videospiele. Wear-a-BAN ermöglicht technologische Durchbrüche, die entscheidenden Einfluss auf die Gesellschaft haben werden: Verbesserung von Komfort, Gesundheit und Sicherheit für eine breite Anwenderschicht in der europäischen Bevölkerung.

Mit Hilfe der Integration von emotionalen Daten und Bewegungsdaten - Parameter, deren Ausdruck über herkömmliche HMI-Geräte schwierig ist - lässt sich die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, auch als Human-Machine-Interface (HMI) bezeichnet, intuitiver und natürlicher gestalten. Bei der Kommunikation zwischen Menschen wird ein Grossteil der Informationen auf natürliche Weise durch nonverbale Kommunikation (Körpersprache, Intonation usw.) übermittelt. Ein Paradigmenwechsel in diese Richtung erfordert eine Verlagerung weg von den klassischen Computer-Peripheriegeräten hin zu natürlichen Schnittstellen, die die natürliche menschliche Interaktion nachahmen. Durch die jüngsten Fortschritte in Mikroelektronik, integrierter Signalverarbeitung sowie Softwaretechnologien rücken natürlichere HMI-Lösungen in greifbare Nähe. Dadurch werden neue Massstäbe bei Schnittstellen für Computerspiele, medizinische Rehabilitationsanwendungen und Robotertechnik gesetzt und die intuitive Lernkurve des Einzelnen verkürzt.

Die Auftaktsitzung für das Projekt Wear-a-BAN fand am 23./24. Juni in Limasol in Zypern statt, wo das Projekt mit aktiver Beteiligung der Konsortiumsmitglieder erfolgreich auf den Weg gebracht wurde.CSEM wurde als technischer Koordinator des Projektes gewählt und stellt ein RF-Systemon-Chip mit äusserst niedrigem Energieverbrauch zur Verfügung, das auf der icycom-Technologie von CSEM basiert und den branchenweit niedrigsten Energieverbrauch für die Funkübertragung sowie eine digitale Signalverarbeitung auf Chip bietet.

Das Projekt Wear-a-BAN wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Instruments "Forschung für spezielle Zielgruppen", insbesondere für Verbände von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), kofinanziert. Wear-a-BAN unterstützt die Politik der Europäischen Gemeinschaft, wie zum Beispiel eHealth für eine bessere Gesundheitsversorgung in Europa, oder i2010 zur Förderung einer besseren Integration behinderter Menschen mit Hilfe von IKT, sowie eLearning zur Beschleunigung von Reformen in der Bildung und Ausbildung betreffend der EU-Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, um die Interaktion für Bediener von Maschinen und Robotersystemen sicherer zu gestalten.

Wear-a-BAN wird wichtige technologische Durchbrüche in den folgenden Bereichen ermöglichen: Systemon-Chip-Anwendungen für die Funkübertragung mit extrem niedrigem Energieverbrauch, textilorientierte Systemin-Package-Plattformen für am Körper tragbare Antennen, Elektronik zur drahtlosen Signalübertragung, Sensorelektronik und digitale Signalverarbeitung. Auf diese Weise kann sich die Wettbewerbsfähigkeit der am Projekt beteiligten Verbände und KMU deutlich steigern.

Über das EU-Projekt

Wear-a-BAN

Das Projekt Wear-a-BAN hat einen Zuschuss im Rahmen des von der EU (bzw. der EG) verwalteten Forschungsprogramms FP7 erhalten und erstreckt sich über zwei Jahre. Das Projekt Wear-a-BAN wird von der Europäischen Kommission und ihren assoziierten Staaten im Rahmen des Instruments "Forschung für spezielle Zielgruppen", insbesondere für Verbände von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), kofinanziert.

An dem auf zwei Jahre ausgelegten Projekt beteiligt sich ein Konsortium aus führenden Forschungsinstituten, Hochschulen sowie Verbänden kleiner und mittlerer Unternehmen aus ganz Europa, namentlich die Gesellschaft für Robotertechnik in Finnland, Cap Digital Paris Region, Ateval, PlayAll Management, Ramon Espi S.L., Movea SA, Deltatron Oy, SignalGeneriX Ltd., Voxler, Aitex, CSEM SA, die Technische Universität Berlin, VTT, CEA-LETI und der Koordinator RTD TALOS Ltd.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wearaban.eu.

CSEM

Das 1984 gegründete CSEM, Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique SA (Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnologie), ist ein privates Forschungs- und Entwicklungszentrum, das sich auf Mikro- und Nanotechnologie, Mikroelektronik, Systems Engineering und Kommunikationstechnologien spezialisiert hat. Es bietet seinen Industriekunden und - Partnern, basierend auf seinem Marktwissen und seinen technologischen Kompetenzen, innovative und massgeschneiderte Lösungen an, die aus den Resultaten seiner angewandten Forschung hervorgehen. Mit der Einrichtung mehrerer Startups fördert es zudem den Wirtschaftsstandort Schweiz. In den 29 Jungunternehmen, die bis heute gegründet wurden, arbeiten mehr als 500 Mitarbeiter.

An die 400 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus diversen wissenschaftlichen und technischen Bereichen arbeiten für das CSEM in Neuchâtel, Zürich, Basel, Alpnach und Landquart. Sie stammen aus mehr als 30 Ländern und bilden die kreative und dynamische Basis des Unternehmens sowie die Grundlage seines Innovationspotentials.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Internetseite www.csem.ch

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