Unternehmen der ersten Stunde

27 Mittelständler gehören zu den "Ethics in Business"-Unternehmen der ersten Stunde / Engagiert in der Gesellschaft, aber noch mit Schwächen im ökologischen Bereich

(PresseBox) (Überlingen/St. Gallen, ) "Es ist an der Zeit" lautete der Slogan, mit dem die Wirtschaftsinitiative "Ethics in Business" im Oktober 2011 an den Start ging. Und damit hat sie offensichtlich mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Seele gesprochen. "Endlich gibt es eine Möglichkeit festzustellen, inwieweit das eigene Handeln ethisch nachhaltig ist", erklärt einer der Teilnehmer. Bereits jetzt können die Initiatoren 46 Anmeldungen vermelden. Und 27 Vorreiter ethischen Handelns stehen auch schon fest. Sie haben die Prüfung durch Prof. Dr. Thomas Beschorner, Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen bestanden.

"Diese vorbildlichen Mittelständler bringen sich in die Gesellschaft ein, machen sich für ein auf Werten basiertes Wirtschaften stark und kommunizieren auf vielen Kanälen und mit unterschiedlichen Interessensgruppen intensiv", fasst Beschorner die Stärken der ersten "Ethics in Business"-Gilde-Mitglieder zusammen. Auch bei der Berufsausbildung, der Weiterbildung und beim Arbeits- und Gesundheitsschutz agieren die Unternehmen schon sehr gut.

Auf der anderen Seite gibt es beispielsweise beim allgemeinen und betrieblichen Umweltschutz, bei der Produktinformation oder bei der Verantwortung in der Lieferkette noch "Luft nach oben". "Viele dieser Mittelständler sind bereits globale Champions, aber es mangelt so manches Mal an der Reflexion darüber, woher denn beispielsweise die Rohstoffe und Vorprodukte eigentlich kommen und wie sie dort erwirtschaftet werden", kritisiert Beschorner. Auch vermisse er bei vielen Unternehmen noch die Systematik bei ihren Aktionen in Sachen Corporate Citizenship. Die meisten setzen ihren Schwerpunkt auf das gemeinnützige gesellschaftliche Engagement. "Doch gutes Unternehmensbürgertum ist weit mehr als das", betont Beschorner. Und da könnten die Teilnehmer auch voneinander lernen, ist er überzeugt.

Die Beweggründe für ethisches Handeln sind so unterschiedlich wie die Unternehmen selbst. So legen die einen "großen Wert auf ethisches Wirtschaften, weil wir überzeugt sind, dass dies ein wesentlicher Faktor ist, wenn man auf Dauer erfolgreich sein will", die anderen engagieren sich für gesellschaftliche Belange, "weil wir nicht nur als Arbeitgeber für die Region wirken, sondern die Region darüber hinaus unterstützen wollen" oder "weil verantwortungsbewusste Entscheidungen viel bewegen können und zu Unternehmen mit Charakter führen".

Diese Untersuchungsergebnisse von Prof. Beschorner stützen die Umfrageaussagen der compamedia-Stiftung aus dem Oktober 2011. Etwa 2.000 Mittelständler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden hierfür befragt. Es zeigte sich, dass das Thema Unternehmensverantwortung bereits in den Köpfen aller befragten Mittelständler fest verankert ist und dass sie vor allem Fairness großschreiben. Nahezu alle Unternehmen hielten es für unbedingt nötig, soziale und ökologische Standards zu etablieren. Für 99 % der Befragten gehört zu einem verantwortungsvollen Wirtschaften ein fairer Umgang mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern. Jedoch planen rund 40 % der befragten Mittelständler ihre Maßnahmen unsystematisch.

Hier setzt die Initiative "Ethics in Business" an, denn sie ist ein Lernprojekt speziell für den Mittelstand. Gemeinsam möchten Mittelständler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Gedanken des verantwortungsvollen Wirtschaftens weitertragen und damit die Wirtschaftswelt insgesamt prägen und umgestalten. Zudem sorgt die Initiative für die nötige Systematik beim ethischen Wirtschaften, indem sie die Teilnehmer mit dem entsprechenden Handwerkszeug ausrüstet. Die Basis hierfür ist der Unternehmensvergleich von Prof. Dr. Thomas Beschorner und der darauf basierende Benchmarkingbericht - eine Art Gutachten, das die eigene Arbeit im Vergleich zu jener der anderen Teilnehmer wertet.

Eine Aufnahme in die "Ethics in Business"-Gilde ist jederzeit möglich. Weitere Informationen gibt es auf www.ethics-in-business.de.

Die Initiative - Idee, Wirtschafts- und Lernprojekt

"Ethics in Business" begleitet mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz, die fair, verantwortungsvoll und nachhaltig handeln möchten und damit die Wirtschaftswelt insgesamt prägen und umgestalten wollen. Die Basis hierfür ist ein Unternehmensvergleich. Darauf baut die individuelle Unternehmensanalyse auf. Durch diese und den regen Wissensaustausch lernen die Teilnehmer. Sie sind Mitglieder einer Unternehmensgilde und tragen ihre Überzeugungen durch ein Gütesiegel wirkungsvoll nach außen.

Der Mentor und die wissenschaftliche Leitung

Mentor des Projekts ist der Fernsehjournalist Ulrich Wickert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Thomas Beschorner, Direktor am Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen.

Der Organisator: compamedia GmbH

compamedia organisiert Benchmarkingprojekte für den Mittelstand. Mit ihren bundesweiten Unternehmensvergleichen "Top 100", "Top Job", "Top Consultant" und "Ethics in Business" prämiert und begleitet sie Unternehmen, die in den Bereichen Innovation, Personalmanagement, Beratung und gesellschaftliche Unternehmensverantwortung Hervorragendes leisten.

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