cometis Analystenstudie: Für Guidance 2012 wird geringerer Detailgrad akzeptiert

(PresseBox) (Wiesbaden, ) .
- Umsatz- und Ergebniskennzahlen rücken in den Prognosen noch stärker in den Fokus der Finanzanalysten
- Analysten akzeptieren im Vergleich zum Vorjahr mehrheitlich wieder breitere Spannen von bis zu 20%
- Detaillierte Beschreibung des gesamtwirtschaftlichen Szenarios gefordert, welches der Prognose zugrunde liegt
- Zwei von drei Analysten würden geringeren Detailgrad der Guidance 2012 tolerieren

Die Investor-Relations-Beratung cometis AG hat heute die Ergebnisse der Finanzanalysten-Studie zum Thema Guidance 2012 veröffentlicht. "Die zentralen Erkenntnisse zeigen, dass Analysten für die aktuelle Herausforderung der Unternehmen Verständnis haben, in guten Zeiten gegebene Prognosen für 2011 zu halten und ihre Guidance für 2012 in einem sehr unsicheren Marktumfeld abgeben zu müssen" erläutert Michael Diegelmann, Vorstand der cometis AG. Bei den Prognosen für das Geschäftsjahr 2012 gestehen die Experten daher den börsennotierten Gesellschaften wieder breitere Spannen zu - und würden mehrheitlich sogar eine Verringerung des Detailgrads bzw. des Umfangs der Guidance akzeptieren, z. B. in Form einer Prognose mit weniger Kennzahlen als bisher.

Im Rahmen einer Expertenbefragung nahmen 42 ausgewählte Sell- und Buy-Side-Analysten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Studie teil. Im Ergebnis zeigt sich, dass Analysten ihren Fokus noch stärker als im Vorjahr auf die Ertragskennzahlen wie Umsatz und EBIT setzen - diese Größen sind also Pflicht in jeder Prognose. Die Teilnehmer gehen dabei zu 55% von einer kurzen Rezession aus. Jedoch sind nur rund 10% der Ansicht, dass die deutsche Wirtschaft länger als zwei Quartale in Folge einen BIP-Rückgang erfahren wird - was den Schluss nahe legt, dass die Experten die deutsche Wirtschaft als fundamental gesund betrachten. Dementsprechend akzeptieren sie eine Begründung einer Prognoseabweichung oder -verfehlung mit der Schulden- und Eurokrise nur, wenn die Effekte entsprechend beschrieben und quantifiziert werden. Eine "Black Box" ist also keine Option, will man das Vertrauen dieser wichtigen Zielgruppe nicht verlieren.

Gefragt nach der Art der Prognose, bevorzugen Analysten nach wie vor die Angabe einer Spanne. Diese sollte jedoch mit detailliert dargelegten gesamtwirtschaftlichen Szenarien begründet werden. Die Teilnehmer gestehen den Unternehmen dabei im Vergleich zum Vorjahr wieder breitere Spannen zu. Mit 45% empfindet dabei der größte Anteil der Teilnehmer eine Spanne ab 20% als nicht mehr aussagekräftig. Nach Ansicht von 17% der Experten ist eine Spanne erst ab 30% aussagelos. Insbesondere jedoch die Anzahl derjenigen, die jede Prognose im aktuellen Marktumfeld akzeptieren, ist von 2% im Vorjahr auf 14% in der aktuellen Erhebung deutlich gestiegen. Kleine Verfehlungen der Prognosen würden dabei vermutlich vom Kapitalmarkt nach Ansicht der Mehrheit der Experten ohne Vertrauensverlust toleriert werden.

"Im aktuellen Umfeld sind Prognosen der Unternehmensführung besonders wichtig. Wer die Gelegenheit nutzt, und Analysten und Investoren anhand einer transparenten und detaillierten Szenarioanalyse durch die Guidance führt, kann gerade in diesen Zeiten durch Kommunikation Vertrauen und Glaubwürdigkeit schaffen", sagt cometis-Vorstand Michael Diegelmann. "Ein kurzer Draht zu den wesentlichen Analysten und Investoren sowie ein regelmäßiger Dialog mit diesen wichtigen Meinungsmultiplikatoren sind unverzichtbar", ergänzt er.

Top 10 Erkenntnisse aus der Guidance-Studie 2012:

- Umsatz- und Ergebniskennzahlen rücken in den Prognosen noch stärker in den Fokus der Finanzanalysten
- Bei der Art der Wertangabe bevorzugen Analysten bei der Guidance eine Spanne gegenüber der Angabe eines genauen oder Mindestwerts
- Analysten akzeptieren wieder breitere Spannen: Drei von vier Befragten dulden dabei Spannen von bis zu 20%
- In den besonders von der Krise betroffenen Branchen wird eine detaillierte Beschreibung des gesamtwirtschaftlichen Szenarios gefordert, welches der Prognose zugrunde liegt
- Zwei von drei Analysten würden es akzeptieren, wenn Unternehmen im aktuellen Marktumfeld den Detailgrad bzw. den Umfang ihrer Guidance für 2012 reduzieren
- Analysten akzeptieren bei Prognoseabweichungen keine "Black Box" - die Gründe müssen detailliert beschrieben und die Effekte quantifiziert werden
- Die Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass kleinere Verfehlungen der Jahresgewinnprognose vom Kapitalmarkt ohne Vertrauensverlust toleriert werden könnten - ein Drittel schätzt jedoch, dass jede Verfehlung abgestraft werden würde, unabhängig vom aktuellen Marktumfeld
- Nur 10% der Analysten gaben an, dass keines der von ihnen beobachteten Unternehmen seine Prognose im Jahresverlauf 2011 nach unten korrigiert hat
- Analysten erwarten eine kurze Rezession, sehen die deutsche Wirtschaft aber als fundamental gesund an
- Eine transparente Guidance der Unternehmen ist in dem aktuell unsicheren und von vielen als "politisch führungslos" empfundenen Marktumfeld für Analysten und Investoren besonders wichtig

Die vollständige Studie inklusive der detaillierten Ergebnisse der Experten-Befragung sowie der Inhaltsanalyse steht seit heute unter www.cometis.de kostenfrei zum Download zur Verfügung.

cometis AG

Kommunikation mit den Kapitalmärkten ist die Kernkompetenz der cometis AG. Seit dem Jahr 2000 liegt unsere Spezialisierung auf Investor Relations und Financial Media Relations in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unser Team von rund 25 Mitarbeitern mit der Erfahrung aus mehr als 350 durchgeführten kapitalmarktrelevanten Projekten macht cometis zu einem der erfahrensten Beratungsunternehmen für Kapitalmarktkommunikation in Deutschland.

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