Bankability

(PresseBox) (Hamburg, ) Der Begriff "Bankability" lässt sich im Kontext der PV-Industrie ins Deutsche mit "Akzeptanz durch die Banken" übersetzen. Da es für die Besitzer von PV-Anlagen vorteilhaft sein kann oder notwendig ist, ihre Projekte teilweise mit Fremdkapital zu finanzieren, ist es für die Investoren wichtig, dass Banken generell bereit sind, Mittel für Solarkraftwerke bereitzustellen.

Aufgrund der mit dem Betrieb von PV-Anlagen verbundenen Risiken sind Banken nur dann bereit, Gelder zu verleihen, wenn Projekte bestimmten Kriterien entsprechen, die von jeder Bank individuell festgelegt werden. Diese Bankability-Kriterien beziehen sich in der Regel hauptsächlich auf die folgenden Bereiche:

- Marke der verwendeten Module und Wechselrichter: Banken akzeptieren Projekte häufiger, wenn sich die Hersteller der verwendeten Module und Wechselrichter in der Vergangenheit bereits in möglichst vielen Projekten beweisen konnten ("Track Record") und wenn die Produkte IEC-Zertifikate wie etwa das des TÜV Rheinland tragen. Zudem ist es für Hersteller möglich, eine Leistungsgarantie von 20 bzw. 25 Jahren durch Dritte, wie z.B. die Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft Munich Re, ausstellen zu lassen und dadurch auch bei noch geringem Track Record als "bankable" eingestuft zu werden.

- Projekt-Verträge und Versicherungen: In den meisten Fällen fordern die Banken Prüfungen (auch Due Dilligence genannt) der Projekt- und Versicherungsverträge. Ziel dieser Prüfungen ist es, festzustellen, inwieweit in den Vereinbarungen mit anderen Parteien alle Regelungen getroffen wurden, die für einen effizienten Betrieb des Parks über die gesamte Laufzeit nötig sind.

- Technische Auslegung und finanzielle Planung: Generell akzeptieren Banken nur jene Parks, die technisch sinnvoll geplant sind und die durch ihre Stromerzeugung Einnahmen schaffen, durch die sie eine termingerechte Zahlung der Kredittilgungen und Zinsen ermöglichen.

Einerseits ist Bankability ein Ja-Nein-Kriterium: Manche Projekte werden von Banken finanziert, andere generell abgelehnt. Andererseits sind aber nicht alle von Banken akzeptierten Projekte in gleichem Maße "bankable". Je geringer die Risiken von der Bank eingeschätzt werden, desto vorteilhafter lassen sich für den Investor Kreditkonditionen wie etwa die Eigenkapitalquote, Kreditgebühren, Zinssatz und Tilgungsstruktur gestalten.

Interessant hierzu auch die Informationen zum "Hebeleffekt" in der
Septemberausgabe des COLEXON NewsBreakers.
(http://www.colexon.de/newsletter/2010/sep2010_newsletter_de.php)

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