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Kunststoffprodukte im Hochbau

Oft besser und kostengünstiger

(PresseBox) (Linz, ) Kunststoff zählt zu den wichtigsten Werkstoffen im Baugewerbe. Die Kosten für Kunststoff betragen zwischen 3 und 5% der Kosten am Gesamtbauwerk, funktional ist der Werkstoff jedoch oft bis zu 100% gegen den Wassereintrag, für die Betriebssicherheit und auch für die Lebensdauer verantwortlich.


Sowohl bei Neubauten als auch bei der Sanierung von Gebäuden übernehmen Kunststoffe wesentliche Funktionen in Hinblick auf Verrohrung, Abdichtung und Isolierung. Gerade die Sanierung von bestehenden Bauwerken bedarf einfacher, kostengünstiger Lösungen. Und dies ist oft nur mit Kunststoff zu realisieren. Bei einer Veranstaltung des Kunststoff-Clusters in Kooperation mit dem Institut für Polymerforschung am 26. April 2012 an der Johannes Kepler Universität (JKU) wurde das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. In den Begrüßungsworten betonte Rektor Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Richard Hagelauer die Wichtigkeit des Themas für die JKU. Die Vernetzung der Forschungslandschaft - wie es dieses Thema fordere - sei auch für die JKU ein zentraler Bestandteil der Strategie.

DI (FH) Christian Altmann, Leiter des Kunststoff-Clusters
"Kunststoffe sind ein wesentlicher Faktor im Baubereich. Durch ihren intelligenten Einsatz, etwa in der Gebäudedämmung und -isolierung, tragen Kunststoffe nachhaltig zu Energieeinsparung und zum Klimaschutz bei."

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feist vom Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften der Universität Innsbruck und Gründer der IG Passivhaus
"Konkrete Nachhaltigkeit beginnt mit dem Einsatz von energieeffizienten Produkten. Die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle und damit verbunden eine energieeffiziente Wohnraumlüftung bieten optimale Voraussetzungen für den Einsatz von Kunststoffprodukten. Wichtig ist, dass man bei der Berechnung der Kosten für ein Bauwerk sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung richtig rechnet. Dann ergibt sich oft automatisch die energetisch beste Lösung bei steigenden Energiepreisen von selbst."

Dr. Karl Höfler von Forschungsinstitut AEE-Intec - Institut für nachhaltige Technologien, Gleisdorf
"Die Bauwerksintegration und Optimierung der Prozessschritte durch integrierte und gekoppelte Systeme bei Gebäuden ist ein Kernthema unserer Forschungstätigkeit. Dabei wird vermehrt mit vorgefertigten Systemen ein effizientes Einbausystem für die Sanierung angewendet, das bei der Serienumsetzung im Baukastensystem entsprechenden Leichtbau erfordert. Und der wird mit Kunststoffsystemen ermöglicht."

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Stefan Schleicher, Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel, Karl-Franzens-Universität, WIFO, Graz
"Wofür wir derzeit Energie verbrauchen, darüber wissen wir erstaunlich wenig. Österreich hat gravierende Energieprobleme. Die Gebäude sind dabei Hauptverursacher und haben somit auch eine Schlüsselrolle in einem zukunftsfähigen Energiesystem. Gebäude müssen ein Teil der Infrastruktur im künftigen Energiesystem werden. Derzeit sind schon Technologien zur Erhöhung der Energieproduktivität verfügbar um den Faktor 4 bis 10. Wie in den Bereichen E-Mobilität oder Leichtbau in Flugzeugen wird dies oft nur mit Kunststoffen erzielt."

Univ.-Prof. Reinhold W. Lang vom Institut für Polymerwerkstoffe und Prüfung der JKU, Linz
"Produkte aus Kunststoff können auf den Bedarf der Anwendung exakt abgestimmt werden. Polymere Werkstoffe sind hinsichtlich ihrer Langlebigkeit und variablen Einsatzfähigkeit in vielen Bereichen des Neubaus und der Sanierung nicht nur vorstellbar, sondern ein Engagement für die Zukunft. Denn das Potenzial des Werkstoffs Kunststoff ist dabei noch lange nicht ausgeschöpft. Und dem muss sich die kooperative Forschung stellen. Wichtig dabei ist das gegenseitige Verständnis mit den in der Bauwertschöpfungskette involvierten Entscheidungsträgern und Nutzern."

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