CO2 Markt: Steigende Korrelation zwischen Energie-Komplex und CO2 treibt EUAs auf 6 Wochen-Hoch von EUR 12.22 - Spot CERs folgen EUAs mit 60c Discount

(PresseBox) (Mödling, ) Wie schon in der Vorwoche reagierte der CO2 Markt mit einer Korrektur von 50c, ausgelöst durch moderates Profit-Taking, auf den rasanten Preisanstieg der vorhergehenden Handelstage. Der Schlusskurs von Freitag 6.3. lag bei EUR 10,83 für den EUA-Dez09 Future und bei EUR 10,55 für den Spot-Kontrakt.

In der aktuellen Woche boten die deutlich stärkeren Strompreise (EEX: Cal10base legt in ersten 2 Handelstagen um EUR 2,14 auf EUR 47,75/MWh zu) sowie feste Ölpreise Unterstützung (Brent crude handelt zw $44-$45/bbl), was in Kombination mit der weiter nachlassender Verkaufstätigkeit seitens der Industrie für ein Tages-Plus von 82c am Montag und ein Wochenhoch von EUR 12,22 (EUA-Dez09) sowie einen Schlusskurs von EUR 12,01 (plus 36c) sorgte.

Am Mittwoch zeichneten deutlich schwächere Strom- und Ölpreise dann allerdings für ein Minus von 32c im CO2 Markt verantwortlich was in einem Schlusskurs von EUR 11,69 für den EUA-Dez09 Kontrakt resultierte. Die Verluste bei den EUAs waren im Vergleich zu dem um EUR 1,75/MWh gefallenen Strompreis (Cal09base) allerdings sehr moderat was aktuell wohl hauptsächlich durch den versiegenden Nachschub an Spot-EUAs erklärt werden kann.

Am Donnerstag zeigte sich ein ähnliches Bild wobei ein Minus von EUR 0,75/MWh bei den Strompreisen vom CO2 Markt im morgenlichen Handel mit einem Tagestief von EUR 11,16 quittiert wurde. Für den Rest des Tages handelten EUAs relativ unbeeindruckt von den schwachen Strompreisen bei Werten knapp unter dem Schlusskurs des Vortages wobei deutliche Gewinne in den Ölmärkten am späten Nachmittag dann sogar noch für ein Tagesplus von 17c sorgten.

Das weiter fallende Spot Volumen - BlueNext handelt nur knapp über 2 Millionen Spot-EUAs im Vergleich zu rund 14M EUAs pro Tag im Februar - sowie steigendes Kaufinteresse der Energiekonzerne am Futures-Markt sorgte schliesslich für einen Schlusskurs von EUR 11,87 für den EUA-Dez09 Kontrakt.

Der an der BlueNext gehandelte EUA-Spot Kontrakt schloss bei EUR 11,50.

Heute Freitag 13.3. öffnete der EUA Spot Kontrakt um weitere 30c stärker bei EUR 11,80.

Für die kommende Woche erwarten wir anhaltend schwache Liquidität am Spotmarkt bei Preisen zwischen 10,50 und 12,50 Euro.

US-Firmen müssen künftig CO2-Emissionen angeben

US-Präsident Barack Obama macht Ernst mit dem Umweltschutz: In einem ersten Schritt im Kampf gegen den Klimawandel müssen rund 13.000 Industrieunternehmen von 2011 an die Menge ihres Ausstoßes an Treibhausgasen bekanntgeben. Experten sehen dies als Vorstufe zu staatlichen Begrenzungen der Treibhausgas-Emissionen.

Wie die nationale Umweltschutzbehörde EPA mitteilte, produzieren die 13.000 Unternehmen zwischen 85 und 90 Prozent der Treibhausgase in den USA. "Unsere Anstrengungen gegen den Klimawandel müssen von den besten verfügbaren Informationen geleitet werden", teilte die Behörde mit. Es handele sich um einen "entscheidenden Schritt" beim Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit.

Der US-Kongress hatte die EPA bereits 2007 aufgefordert, den Ausstoß an Treibhausgasen genau zu erfassen. Ex-Präsident George W. Bush hatte solche Initiativen stets blockiert und bindende Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen abgelehnt.
Quelle: APA/dpa

Meeresspiegel steigt bis 2100 um einen Meter

Aktuelle Studien weisen laut Klimaforscher darauf hin, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um einen Meter oder mehr ansteigen wird. Mit dieser alarmierenden Ankündigung hatte am Dienstag ein dreitägiger Forscherkongress zur Vorbereitung der großen UN- Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen begonnen.

Aus den Ergebnissen des Treffens mit 2.000 Wissenschaftern soll bis Juni ein 30-Seiten-Papier über den aktuellen Stand der Klimaforschung erstellt werden. Die UN-Klimakonferenz wird von 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen stattfinden. Dabei soll als Nachfolger des Kyoto-Protokolles ein weltweites neues Abkommen zur Verringerung der Treibhausgase beschlossen werden, die als wesentliche Ursache der Klimaerwärmung gelten.

Bereitschaft

Zum Abschluss des Fachtreffens wurde am Donnerstag neben den wesentlich härteren Auswirkungen der Erderwärmung aber auch die Handlungsbereitschaft festgehalten. "Es finden sich einfach keine Entwarnungslampen mehr. Die Botschaft der Wissenschaft ist so eindeutig, dass es für die Politik keine Ausrede mehr gibt", so der Potsdamer Physiker Hans Joachim Schellnhuber. Er sehe trotz der Wirtschaftskrise eine breit gewachsene Bereitschaft in der Politik zum Handeln: "Der ganze Skeptikerkram ist weg."

Neue Beobachtungen

Als wichtigsten Grund für die drastische Anhebung bisheriger Schätzungen nannte der australische Klimaexperte John Church das Vorliegen neuer umfassender Satelliten- und Bodenbeobachtungen. Sollte der Meeresspiegel sich in den kommenden 90 Jahren tatsächlich um einen Meter heben, würde dies die Wohngebiete von zehn Prozent der Erdbevölkerung "hart treffen", hieß es in Kopenhagen.

Church meinte, bei einem Eintreffen dieses Szenarios wären bisher als "Jahrhundertflut" eingestufte Überschwemmungskatastrophen mehrmals pro Jahr zu befürchten. Er sagte weiter: "Wenn wir nicht umgehend und massiv Schritte zur Begrenzung der Probleme ergreifen, könnte das Klima im 21. Jahrhundert eine Grenze überschreiten, nach der die Welt auch Erhöhungen des Meeresspiegels um mehrere Meter ausgesetzt werden kann."

Klimaflüchtlinge

Der britische Ökonom Lord Nicholas Stern erklärte, sein 2006 mit düsteren Prognosen weltweit beachteter Klimawandel-Report habe sich durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse noch als "zu optimistisch" erwiesen. Man müsse jetzt der Welt "nicht nur die Folgen von zwei Grad Erwärmung erklären, sondern laut und deutlich sagen, was fünf Grad bedeuten". Zu den Folgen würden unter anderem mehr als eine Milliarde Klimaflüchtlinge gehören. Dennoch sei er mit Blick auf die Kopenhagener UN-Klimakonferenz im Dezember optimistischer als vor zwei Jahren: "Die Wissenschafter arbeiten gut, nachhaltige Technologien entwickeln sich rasant, und wir bekommen immer mehr Selbstverpflichtungen von Staaten."
Quelle: APA

Klimakonferenz: 40 Prozent erneuerbare Energie bis 2050 möglich

Klimaexperten haben einen stark beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien auf 40 Prozent der globalen Energieerzeugung bis 2050 gefordert. Bei einem Forscherkongress zur Vorbereitung der großen UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen sagte der Energieforscher Peter Lund aus Helsinki, dies sei nach neuestem Wissensstand möglich, um den drohenden Klimawandel zu bremsen.
Bei der Eröffnung des Kongresses mit 2000 Wissenschaftlern aus 80 Ländern berichteten Forscher, dass ohne drastische Veränderungen ein Anstieg des Meeresspiegels in diesem Jahrhundert um einen Meter oder noch mehr zu befürchten sei.

Nach der bisherigen Prognose des Weltklimarates (IPCC) aus dem Jahr 2007 galt noch ein Anstieg von 18 bis 59 Zentimetern als wahrscheinlich. Als wichtigste Ursache für die globale Erwärmung gelten CO2- Emissionen aus der Verwendung fossiler Energiequellen. Lund sagte, wenn erneuerbare Energiequellen wie Wind, Sonne, Biotreibstoffe und Biomasse «an den Rand gedrängt werden, wird ihr Anteil künftig bei 15 Prozent herumkrebsen.»


Die Hydrologin Jeanette Whitaker aus dem britischen Lancaster meinte, Ethanol und andere Biotreibstoffe der zweiten Generation hätten erheblich geringeren Energiebedarf bei ihrer Gewinnung als die derzeitigen. Sie würden auch deutlich weniger selbst zur Emission von Treibhausgasen beitragen als die umstrittenen Biotreibstoffe der ersten Generation.
Quelle: dpa

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