Spritzgießmaschine speziell für Kleinteile

Baureihe MW injection 50 wird um Standardmaschine erweitert

(PresseBox) (Mittweida, ) Nur ein Jahr, nachdem die Spritzgießmaschine MW injection 50-4 auf der Fakuma 2009 für Furore sorgte, beginnt in Mittweida für eine zweite Spritzgießmaschine die Zeit der Industrieerprobung. Im Oktober wird der Prototyp der MW injection 50-1 fertiggestellt sein. "Während die MW injection 50-4 für die Herstellung von Mikroteilen konzipiert ist und ein neues Verfahren für die variotherme Temperaturführung mit 4 Stationen aufweist, liegt der Fokus bei der Maschine MW injection 50-1 auf der Produktion von Kleinteilen zwischen 0,1 und 2,5 Gramm", erläutert Franziska Seidel, Geschäftsführerin von CKT und Ökoplast.

Wie bei allen Entwicklungen ließen sich die Mittweidaer Entwicklungsingenieure auch diesmal von den technologischen Anforderungen des späteren Fertigungsprozesses leiten. Deshalb verfügt die MW injection 50-1 über die im Zusammenhang mit der Mikrospritzgießmaschine entwickelte modifizierte Scheibenplastifizierung, die mit einer Kolbeneinspritzung kombiniert wird. Das Granulat wird in nur einem Schneckensegment dosiert, vorgewärmt und entgast und anschließend zwischen einer rotierenden Scheibe und einem Stator plastifiziert und homogenisiert. Diese Technik gewährleistet, dass die Schmelze nur kurze Zeit in der Plastifiziereinrichtung verweilt und thermische Schädigungen des Materials vermieden werden können. Auch die Inhomogenitäten, die bei der Kolbenvorplastifizierung häufig auftreten, sind durch die Kombination ausgeschlossen. Verzichtet wurde dagegen auf die bei der MW injection 50-4 eingesetzte variotherme Temperaturführung, da sie im Gegensatz zur Mikroteileherstellung für Kleinteile nicht zwingend benötigt wird.

Bei der MW injection 50-1 sollen wie bei der Spritzgießmaschine für Mikroteile die Kosten für den Werkzeugbau überschaubar bleiben. So kann ein Stammwerkzeug, das die Einsätze / Kavitäten für die jeweils zu produzierenden Teile aufnimmt, zum Einsatz kommen. Der Kunststoffverarbeiter kann flexibel auf Kundenwünsche reagieren und selbst kleine Serien wirtschaftlich fertigen, indem die formgebenden Einsätze schnell und unkompliziert gewechselt werden.

CKT und Ökoplast sind seit Jahren bekannt für Entwicklungen zur Optimierung der Spritzgießtechnik. Im Laufe der Zeit ist so ein Baukastensystem entstanden, auf das auch bei der neuen Maschine zugegriffen wird. Dadurch vermeiden die Mittweidaer Unternehmen zum einen teure Doppelentwicklungen, die den Preis einer Maschine in die Höhe schnellen lassen. Zum anderen erleichtert diese Bauweise auch das Zusammenspiel der Maschinen und Baugruppen in Automatisierungslinien.

Bei der Weiterentwicklung der 4-Stationen-Spritzgießmaschine MW injection 50-4 sind auch Ergebnisse eines ZIM*-Projektes eingeflossen, das Ökoplast gemeinsam mit der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Mittweida bearbeitet hat. Die beiden Unternehmen CKT und Ökoplast und die Fachgruppe Fertigungstechnik der Hochschule verbindet eine langjährige, erfolgreiche Forschungskooperation. Das Ziel des jüngsten Projektes, das dank der Unterstützung des BMWi und der AiF innerhalb eines Zeitraums von gerade einmal zwei Jahren realisiert werden konnte, bestand darin, den Energiebedarf für das Heizen und Kühlen des Werkzeuges zu reduzieren und damit die Energieeffizienz der Maschine signifikant zu steigern. Das erarbeitete Konzept beschreibt der Projektbearbeiter an der Hochschule, Michael Jost: "Der Wärmeübergang von der Heiz- bzw. Kühlstation auf das Werkzeug muss so effektiv wie möglich und in sehr kurzer Zeit erfolgen. Bei unserer Technologie werden nur die formgebenden Platten beheizt bzw. gekühlt, außerdem haben wir alle relevanten Maschinenbauteile werkstofftechnisch optimiert".

Geplant ist, die MW injection 50-4 und die MW injection 50-1 zunächst bei Ökoplast und später bei weiteren Kunststoffverarbeitern unter Fertigungsbedingungen zu erproben. Zur Fakuma 2011 wollen CKT und Ökoplast bereits die marktreife Standardspritzgießmaschine MW injection 50-1 für Kleinteile präsentieren.

* ZIM - Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, Projektträger ist die AiF, Geschäftsstelle Berlin

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