Schnittstellen leicht gemacht: Neue Software ermöglicht die Einrichtung von Schnittstellen nach dem Plug & Play-Prinzip – ohne Programmierung

Senkung der Maintenance-Kosten um 30%

(PresseBox) (Germering, ) Schnittstellenprogrammierung und -pflege machen in deutschen Unternehmen einen großen Teil der IT-Kosten aus. Ob externe IT-Fachleute oder unternehmenseigene Informatiker – die Realisierung einer Datenschnittstelle kostet Zeit und Geld und verlangt einen erheblichen Kommunikationsaufwand zwischen Anwender und Programmierer.
Die Software Infeos der bayerischen c.i.t.-professionals GmbH ermöglicht es nun auch des Programmierens unkundigen Angestellten aus Einkauf, Buchhaltung und Kundenbetreuung, selbst Schnittstellen einzurichten. Die neue Software dokumentiert zudem alle Informationen über die Schnittstelle und verhindert so, dass die Dokumentation im Tagesgeschäft untergeht.

Im Nachhinein staunt Reinhard Wehner darüber, dass niemand vor ihm die Idee einer Universalschnittstelle hatte: „Immerhin verursacht die Programmierung und Änderung von Schnittstellen in Unternehmen einen erheblichen Kosten- und Arbeitsaufwand und ist andererseits nicht zu umgehen“, weiß der Wirtschaftsinformatiker.
Schnittstellen steuern den automatisierten Datenaustausch zwischen den Abteilungen und IT-Systemen eines Unternehmens und sorgen somit dafür, dass den Angestellten alle benötigten Daten aktuell und im richtigen Format zur Verfügung stehen. Je besser die Schnittstelle diese Aufgaben erfüllt, desto effizienter ist der Datenverkehr und damit die Arbeit der Beschäftigten.

Reinhard Wehner gehört zu den führenden Powerbuilder-Spezialisten Deutschlands und hat schon zahlreiche IT-Projekte, unter anderem für die BMW-Bank, die Agfa-Gevaert-Gruppe, ESG GmbH und den Bayerischen Sparkassen- und Giro-Verband, durchgeführt. „Die Vorstellung einer Universalschnittstelle scheint den meisten Fachleuten fern zu liegen. Viele Interessenten können deswegen zunächst nicht glauben, dass Infeos funktioniert“, erzählt er von den Erfahrungen, die er kürzlich auf der Midvision/Midrange-Fachmesse in Karlsruhe machte. „Sobald sie aber verstehen, wie das Programm funktioniert, sind sie begeistert.“


Programmierer und Anwender reden oft aneinander vorbei
Bisher haben Unternehmen, die nicht über eigene Informatiker verfügen, genau zwei Möglichkeiten, Schnittstellen zu entwickeln. Sie können erstens einen externen IT-Spezialisten beauftragen. Vorteil: Er weiß auf jeden Fall, was er tut und kreiert gern komplexe Interfaces. Nachteil: Er kostet viel Geld und unternehmenseigene Abläufe sind ihm unbekannt, was nicht selten darin resultiert, dass die von ihm programmierte Schnittstelle nicht unbedingt das tut, was sich der Einzelhandelskaufmann oder Lohnbuchhalter, der damit arbeiten wollte, sich eigentlich gewünscht hatte. Wenn später Änderungen vorgenommen werden sollen, kann es passieren, dass der ursprüngliche Dienstleister nicht mehr zur Verfügung steht. Sein Nachfolger verbringt dann gezwungenermaßen einen Großteil der Zeit damit, die „Handschrift“ des Urhebers zu entziffern – also den Quellcode der Software zu analysieren – anstatt die Änderungen vorzunehmen.

Zweite Möglichkeit: Im Unternehmen finden sich Mitarbeiter, die auf der Basis von Access oder Datenbanksprachen wie SQL Queries zur Datenabfrage formulieren. Doch je mehr Köche, desto ungenießbarer der Brei: Mitarbeiter derselben Firma kennen und verwenden meist unterschiedliche Methoden, Queries zu erstellen. Konsequenzen: Die Mitarbeiter sind nicht in der Lage, gegenseitig mit den Schnittstellen anderer zu arbeiten und das Wissen um die Eigenschaften einer Schnittstelle verschwindet oft mit dem Mitarbeiter aus der Firma. Ständige Erweiterungen machen Queries außerdem so komplex und intransparent, dass sie ab einem gewissen Zeitpunkt kaum mehr zu warten sind: Niemand kann mehr zurückverfolgen, was zu welchem Zweck wie „programmiert“ wurde.

Eine neue Software könnte diese Probleme lösen: Infeos macht das Schnittstellenbauen so einfach, dass neben ausgebildeten IT-Spezialisten auch versierte Angestellte aus Einkauf, Buchhaltung oder Kundenbetreuung damit Schnittstellen einrichten können: Personen mit normalen PC-Anwenderkenntnissen sind nach einer zweitägigen Schulung in der Lage, mittels dieser Software den Datenfluss zwischen den Abteilungen selbst zu steuern und zu automatisieren. Nach dem Plug & Play-Prinzip können damit Schnittstellen erstmalig von denjenigen konzipiert und realisiert werden, die später auch mit ihnen arbeiten werden.
Laut Reinhard Wehner, Entwickler des Programms, reduziert allein der Abbau des Kommunikationsaufwandes zwischen Programmierer und Anwender die Kosten der Schnittstellenbetreuung um 30%. „Programmierer und Anwender reden nämlich oft aneinander vorbei. Eigentlich benötigen sie selbst eine Schnittstelle, die die Informationen erst übersetzt, bevor sie sie an den Empfänger weitergibt“, scherzt er.


Plug & Play für Schnittstellen
Besonders mittelständischen Unternehmen ohne eigene IT-Spezialisten komme die Software zugute, aber auch größere Nutzer könnten von ihr profitieren, meint er: „Für Großunternehmen, die sich eine eigene IT-Abteilung leisten, ist es schließlich genauso wichtig, dass ihre Mitarbeiter effizient arbeiten. Mit Infeos lässt sich eine Schnittstelle wesentlich schneller bauen, als die Programmierung dauern würde.“
Der Grund: Konzept und grundlegende Abläufe der Schnittstelle sind bereits vorgegeben – durch alle restlichen Entwicklungsstufen navigiert Infeos den Anwender in sechs Schritten. Er muss nur noch festlegen, zu welchem Zeitpunkt aus welchen Datenbanken welche Informationen geholt werden und wo sie in welcher Form abgelegt werden sollen. Im Hintergrund der graphischen Benutzeroberfläche werden die Informationen so aufbereitet, dass bei der Ausführung einer Schnittstelle die Programmstruktur dynamisch angepasst wird – Plug & Play für Schnittstellen.

Den Prototyp der Software entwickelte Reinhard Wehner bereits Ende der 90er Jahre. Zu den ersten Anwendern zählten damals die Agravis Raiffeisen AG und das Druck- und Verlagshaus Alois Erdl. Seither wurde das Programm ständig erweitert. Heute verfügt Infeos über eine intuitive Benutzerführung, einen Formeleditor für gängige Rechenoperationen und Bedingungsanweisungen sowie über bereits integrierte Konvertierungstabellen. Die Dokumentation des Schnittstellenaufbaus erfolgt automatisch durch das Programm und entsprechend der DIN ISO 9000/9002. Infeos arbeitet mit allen gängigen Datenbanken von Oracle, Microsoft und Sybase sowie mit allen Datenbanken, die über ein ODBC-Interface verfügen.

Auf der Systems 2005 vom 24.-28. Oktober in München wird die c.i.t.-professionals GmbH Infeos in Halle A2 am Stand Nr. 526 präsentieren.

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