CB Richard Ellis (CBRE) zum Einzelhandelsinvestmentmarkt in Deutschland Q3 2010

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) .
- Einzelhandelsinvestitionsvolumen in Deutschland steigt in den ersten drei Quartalen 2010 auf 5,96 Milliarden Euro und liegt damit um knapp 2,5 Milliarden Euro über dem Jahresendergebnis 2009
- Großvolumige Shopping-Center-Investments prägen das Transaktionsgeschehen seit Jahresbeginn - zunehmend wird in Fachmärkte und Discounter/Supermärkte investiert
- Verbesserte Rahmenbedingungen für Paketverkäufe
- Sicherheitsorientierte Anlagestrategie institutioneller Investoren sorgt für weiter anhaltenden Druck auf die Spitzenrenditen

em Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) zufolge stieg das Einzelhandelsinvestitionsvolumen in Deutschland in den ersten drei Quartalen auf 5,96 Milliarden Euro und lag damit knapp 2,5 Milliarden Euro (+ 72 Prozent) über dem Jahresendergebnis 2009. Aufgrund einiger großvolumiger Shopping-Center-Investments sowie diverser Fachmarkt- und Discounter/Supermarkt-Portfolio-Deals lag der Investitionsschwerpunkt in den ersten neuen Monate des laufenden Jahres bezüglich der Assetklassen mit rund 48 Prozent des Transaktionsvolumens auf Einzelhandelsimmobilien, gefolgt von Büroimmobilien (34 Prozent) und Logistik-/Industrieimmobilien (6 Prozent).

Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland: "Der äußerst dynamische Konjunkturaufschwung hierzulande, der zunehmend auch vom Binnenkonsum getragen wird, sorgt für einen regelrechten Run in- wie ausländischer Investoren auf großflächige Handelsimmobilien. Im Wesentlichen stehen Core-Shopping-Center und vermehrt auch Fachmärkte und Fachmarkzentren mit lang laufenden Mietverträgen und bonitätsstarke Mieter im Investorenfokus. Bemerkenswert waren im dritten Quartal vor allem die Paketverkäufe diverser Aldi- und Lidl-Discounter an institutionelle Investoren, die verstärkt ihre Multi-Asset-Portfolios in Richtung der weniger konjunkturabhängigen Einzelhandelsimmobilien umschichten."

Auf das Segment Shopping-Center entfielen in den ersten neun Monate 2010 knapp 45 Prozent bzw. 2,64 Milliarden Euro des Investmentvolumens, auf Investitionen in Fachmärkte und Fachmarktzentren 33 Prozent bzw. knapp 2 Milliarden Euro und auf innerstädtische 1A-Einzelhandelsimmobilien 20 Prozent bzw. rund 1,2 Milliarden Euro.

Jan Dirk Poppinga, Head of Retail Investment bei CBRE in Deutschland: "Aufgrund des sehr begrenzten Angebots an erstklassigen Shopping-Centern erweitern die Investoren ihren Aktionsradius auf höher rentierliche Handelsimmobilien wie eben Fachmarktzentren und Fach- bzw. Supermärkte. Dabei kommt auch hier der Sicherheitsaspekt bei der Investitionsentscheidungen zum Tragen und es wird fast ausschließlich in Core-Produkte mit langfristig gesicherten Mieteinnahmen investiert."

Der Retail-Investmentmarkt stand in den ersten drei Quartalen im Zeichen von Immobilienaktiengesellschaften/REITs, auf die knapp 28 Prozent (rund 1,65 Milliarden Euro) des Investitionsvolumens entfallen. Hierfür haben die börsengelisteten Immobiliengesellschaften in den vergangenen Monate umfangreiche Kapitalerhöhungen durchgeführt, um ihre Objektakquisitionen vorzubereiten. Der Erwerb diverser Geschäftshäuser in 1A-Lagen sowie der Übernahme zweier Discounter-Portfolios durch die Allianz Real Estate bzw. Generali Versicherungen ließen den Anteil von Versicherungen/Pensionskassen am Transaktionsvolumen auf knapp 19 Prozent (ca. 1,13 Milliarden Euro) ansteigen. Daneben stellten in den ersten neun Monaten Offene Immobilienfonds und Spezialfonds mit einem Volumen von mehr als einer Milliarden Euro (rund 17 Prozent) die drittgrößte Investorengruppe. Auffallend ist auch der Anteil der Geschlossenen Immobilienfonds am gesamten Einzelhandels-Transaktionsvolumen von über 12 Prozent. Gerade vermögende Privatpersonen und Family Offices engagieren sich indirekt verstärkt am heimischen Markt für Einzelhandelsimmobilien. Direkte Investments von Privatpersonen machten zusätzlich knapp 5 Prozent am Investmentvolumen aus.

Infolge der zahlreichen, großvolumigen Paketverkäufe stieg die Portfolioquote am gesamten Transaktionsvolumen auf nunmehr 55 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 12 Prozent.

Die Renditen für erstklassige Shopping-Center liegen derzeit in A- bzw. B-Standorten bei 5,25 % bzw. 6,00 % (jeweils minus 25 Basispunkte im Vgl. zum Vorquartal). Für Fachmarktzentren und Fachmärkte registrieren wir derzeit Spitzenrenditen von 6,40 % bzw. 7,25 % (minus 10 bzw. 25 Basispunkte). 1A-Einzelhandelsimmobilien erzielen in deutschen Investmentzentren Spitzenrenditen zwischen 4,50 % (in Hamburg und München) und 4,90 % (in Berlin). Nach wie vor kann die limitierte Objektverfügbarkeit im Core-Segment die Nachfrage nicht befriedigen.

"Die Spitzenrenditen für Shopping-Center und Fachmarktzentren stehen aufgrund der unverändert großen Nachfrage und einem rückläufigen Angebot an Objekten im Core-Segment weiterhin unter Druck. Vor dem Hintergrund des nachhaltigen Aufschwungs kann damit gerechnet werden, dass der Aktionsradius der Investoren wieder über das gesamte Rendite-Risiko-Spektrum ausweiten wird. So werden auch wieder vermehrt Projektentwicklungen mit adäquaten Vorvermietungsständen akquiriert", so Poppinga abschließend.

CBRE GmbH

CB Richard Ellis Group, Inc. (NYSE:CBG), das Fortune 500- und S&P 500-Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, ist das - in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2009 - weltweit größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit ca. 30.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundunternehmen) ist CB Richard Ellis Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien. Die Dienstleistungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Capital Markets, Vermietung, Valuation, Corporate Services, Research, Retail, Investment Management, Property- und Project-Management sowie Building Consultancy. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München. www.cbre.de.

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