Zusätzliche klinische Anwendungen für trockene AMD und Glaukom mit dem neuen Cirrus HD-OCT von Carl Zeiss Meditec

(PresseBox) (Jena, ) FDA-Zulassung für neues Cirrus HD-OCT-Anwendungspaket wurde heute erteilt

Die Plattform Cirrus(TM) HD-OCT von Carl Zeiss Meditec bietet ab sofort zusätzliche Diagnosefunktionen für trockene altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und Glaukomerkrankungen, wie das Unternehmen heute bekanntgab. Die neue Version 6.0 der Cirrus HD-OCT-Software erhielt heute die Zulassung von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA).

"Das Cirrus-Anwendungspaket wurde entwickelt, um Augenärzte bei der Behandlung einer wachsenden Zahl von Patienten mit schwerwiegenden Augenerkrankungen zu unterstützen. Die neue Version bietet einen noch umfassenderen Diagnoseansatz mit aussagekräftigen klinischen Analysefunktionen für Retina- und Glaukom-Arbeitsplätze", erläuterte Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG.

Zu den neuen Retina-Anwendungen von Cirrus HD-OCT zählt die Analysefunktion "Advanced Retinal Pigment Epithelium (RPE) Analysis", mit der Veränderungen bei trockener AMD objektiv verfolgt werden können. Mit dieser Anwendung werden Veränderungen der Fläche und des Volumens von Erhebungen im retinalen Pigmentepithel dokumentiert, die auf Drusen hindeuten können. Zudem wird die Fläche transparenter Regionen im RPE ermittelt, die im Zusammenhang mit geographischer Atrophie auftreten können. Im Unterschied zur Fundus-Autofluoreszenz (FAF) mit Blaulicht wird die Aussagekraft von Messungen mit Cirrus nicht durch Makulapigment in der Netzhautgrube beeinträchtigt. Somit kann eine objektive Einschätzung des Status der geographischen Atrophie im Rahmen der standardmäßigen OCT-Untersuchung gegeben werden.

Als weitere Ergänzung für den Retina-Arbeitsplatz von Carl Zeiss Meditec umfasst das neue Cirrus HD-OCT-Anwendungspaket Enhanced Depth Imaging (EDI). Diese Technologie ermöglicht eine bessere Visualisierung tieferliegender Gewebeschichten wie der Aderhaut, um die Rolle dieser anatomischen Bereiche bei Retinaerkrankungen genauer untersuchen zu können.

"Mit der neuen, integrierten RPE-Analysesoftware können Ärzte alle Stadien der altersbedingten Makuladegeneration präzise analysieren, insbesondere das Fortschreiten der trockenen AMD. Mit einer einzelnen Bildgebungsplattform - dem Cirrus HD-OCT - können Messungen zu Drusen und geographischer Atrophie sowie zu choroidaler Neovaskularisation (CNV) und RPE-Erhebungen im Zusammenhang mit feuchter AMD erstellt werden", sagte Dr. Philip J. Rosenfeld, Professor für Ophthalmologie am Bascom Palmer Eye Institute und wissenschaftlicher Berater für Carl Zeiss Meditec bei der Entwicklung der Technik für die neuen Anwendungen. "Jetzt müssen wir mit unseren Patienten nicht mehr zwischen verschiedenen Geräten hin- und herwechseln, wenn bildgebende Verfahren für Drusen, geographische Atrophie und CNV eingesetzt werden sollen. Die neuen Analysetools werden Ärzten helfen, das Stadium der Erkrankung präzise zu bestimmen und den Verlauf zu überwachen - eine entscheidende Voraussetzung für zukünftige Therapien, wenn neue Behandlungsmöglichkeiten auf den Markt kommen."

Darüber hinaus bietet die neue Cirrus HD-OCT-Version auch zusätzliche Funktionen für die Glaukomdiagnose mit neuen Möglichkeiten zur Verlaufsanalyse für Ganglionzellen und Sehnervpapille. Mit der Ganglionzellanalyse lässt sich die Dicke der Ganglionzellschichten sowie der inneren plexiformen Schichten bestimmen und mit Normdaten abgleichen. Die Guided Progression Analysis(TM) (GPA(TM) ) wurde mit der neuen Version erweitert und ermöglicht nun Verlaufsmessungen für die Cup-to-Disc-Ratio (CDR) und andere Parameter der Sehnervpapille.

Mit diesen neuen klinischen Anwendungen umfasst Cirrus HD-OCT jetzt das gesamte Spektrum der Bilddarstellung und strukturellen Analyse für Glaukomerkrankungen: Untersuchung des Kammerwinkels, Messungen der zentralen Hornhautdicke und Analysen der retinalen Nervengewebeschicht, der Ganglionzellschicht und der Sehnervpapille.

Das neue Softwarepaket wird weltweit vertrieben. Neben der Originalversion in englischer Sprache steht die Benutzeroberfläche auch in deutscher, französischer, italienischer, spanischer, japanischer, chinesischer und koreanischer Sprache zu Verfügung. Die Software hat im November 2011 das CE-Zeichen für den Vertrieb auf wichtigen europäischen Märkten erhalten.

Carl Zeiss Meditec AG

Die im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) ist einer der weltweit führenden Medizintechnik-Anbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern. In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Abgerundet wird das Medizintechnik-Portfolio der Carl Zeiss Meditec durch viel versprechende Zukunftstechnologien wie die intraoperative Strahlentherapie. Die rund 2.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2010/11 (30. September) einen Umsatz von EUR 759 Millionen.

Der Hauptsitz der Carl Zeiss Meditec befindet sich in Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiter an Standorten in USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. 35 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen 65 Prozent werden von der Carl Zeiss AG gehalten, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie. Mit den Unternehmensbereichen Industrial Solutions, Research Solutions, Medical Technology und Consumer Optics bietet Carl Zeiss innovative Lösungen für zukunftsorientierten Märkte an. Die rund 24.000 Mitarbeiter des Unternehmens erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von etwa 4,237 Milliarden Euro. Die Carl Zeiss AG befindet sich im Alleinbesitz der Carl Zeiss Stiftung. Gegründet im Jahr 1846 in Jena, befindet sich der Hauptsitz der Carl Zeiss AG heute in Oberkochen in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.meditec.zeiss.de

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