Klinische Daten zu INTRABEAM von Carl Zeiss Meditec für die gezielte intraoperative Strahlenbehandlung werden auf der ASCO 2010 präsentiert

In der zehnjährigen internationalen multizentrischen randomisierten TARGIT-A-Studie wird die Teilbrustbestrahlung mit einer INTRABEAM-Einzeldosis der herkömmlichen Ganzbrust­bestrahlung über drei bis sechs Wochen gegenübergestellt

(PresseBox) (Jena, ) Die multizentrische klinische TARGIT-A-Studie (TARGeted Intraoperative radiation Therapy), bei der das INTRABEAM®-Gerät von Carl Zeiss Meditec eingesetzt wurde, wird Thema einer aktuellen Präsentation auf der 46. Jahreskonferenz der ASCO (American Society of Clinical Oncology) in Chicago sein. Diese randomisierte kontrollierte Studie dient der Beurteilung, ob eine gezielte intraoperative Einmalbestrahlung mittels INTRABEAM® gleichwertig ist zu einer herkömmlichen, drei- bis sechswöchigen externen Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation bei Patientinnen über 45 Jahren mit invasivem duktalem Karzinom. TARGIT-A ist die erste klinische Studie auf dem Gebiet der intraoperativen Strahlentherapie bei Brustkrebs, über die berichtet wird.1

Die ASCO-Präsentation unter dem Titel "Safety and efficacy of targeted intraoperative radiotherapy (TARGIT) for early breast cancer: First report of a randomized controlled trial at 10 years maximum followup" wird von Michael Baum, emeritierter Professor für Chirurgie am University College London und Vorsitzender des TARGIT-Komitees, am 7. Juni 2010 auf der ASCO-Konferenz gehalten. Im Rahmen der TARGIT-A-Studie wurden bis zum Abschluss im April 2010 die ursprünglich anvisierten 2.232 Brustkrebspatientinnen in 28 Therapie­zentren in neun Ländern in Europa, Nordamerika und Australien behandelt.

"Wir hoffen, dass die Ergebnisse für das TARGIT-Verfahren, bei dem INTRABEAM die zugrundeliegende Technologie ist und das in dieser internationalen klinischen Studie getestet wurde, einen Paradigmen­wechsel in Wissenschaft und Klinik auslösen kann", so Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG. "Carl Zeiss Meditec leistet Pionierarbeit auf dem Gebiet innovativer medizinischer Technologien, die Patienten wesentliche Fortschritte auf dem Weg zur Gesundheit bringen. Unserer Meinung nach hat INTRABEAM außerdem das Potenzial, die Verfahren zur Behandlung bestimmter Arten von Brustkrebs in naher Zukunft grundlegend zu verändern."

Die miniaturisierte INTRABEAM-Röntgenstrahlquelle gibt niederenergetische Röntgenstrahlung unmittelbar nach der Tumorentfernung direkt in das Tumorbett ab. Dies erlaubt eine gezielte intraoperative Behandlung genau des Gewebes, in dem die Gefahr eines lokalen Rezidivs besteht. Ziel der klinischen TARGIT-A-Studie war die Beurteilung der Wirksamkeit einer lokalen, gezielten intraoperativen Einmal­bestrahlung mit INTRABEAM im Vergleich zur herkömmlichen externen Strahlentherapie, bei der in einer Behandlungsserie über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen die gesamte Brust mithilfe eines Linearbeschleunigers extern bestrahlt wird.

"TARGIT-A ist die längste Brustkrebsstudie ihrer Art und zudem die erste randomisierte Studie über Teilbrustbestrahlung, über die berichtet wird", erklärt Professor Baum, einer der Prüfärzte der Studie und gemeinsam mit Jayant S. Vaidya und Professor Jeffrey Tobias Wegbereiter des TARGIT-Verfahrens. "Diese Studienergebnisse, die ein Jahrzehnt interdisziplinärer klinischer Erfahrung führender Chirurgen, Radioonkologen und Physiker widerspiegeln, haben das Potenzial, das Primärmanagement von Brustkrebs im Frühstadium und darüber hinaus die Kosten einer entsprechenden Behandlung für das Gesundheitssystem grundlegend zu verändern."

"Die neun deutschen Zentren haben zusammen mehr als ein Viertel der Patientinnen in die Studie eingebracht und stellen damit das größte nationale Kontingent", so Professor Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der Universitätsmedizin Mannheim und Mitinitiator der Studie, zur Teilnahme deutscher Zentren an der TARGIT-A Studie. "Es zeichnet sich ab, dass die Behandlung für ausgewählte ältere Patientinnen mit kleinem Brustkrebs in Zukunft nicht nur einfacher, sondern auch schonender werden kann."

Die TARGIT-Einzeldosisbehandlung mit INTRABEAM bietet eine Reihe von potenziellen Vorteilen, darunter folgende:

- Deutliche Verkürzung der Behandlungsdauer für die Patientin.
- Besserer Zugang zu Strahlentherapie in ländlichen Gebieten und in Entwicklungsländern.
- Potenziell geringere Toxizität als bei der externen Strahlen­therapie.
- Geringere Belastung gesunder Gewebe und Organe.
- Keine Verzögerung der Strahlenbehandlung für Patientinnen, die sich im Rahmen der Brustkrebsbehandlung auch einer Chemo­therapie unterziehen müssen.
- Kosteneinsparungen für Klinken und Brustkrebstherapiezentren.

1999 erhielt das INTRABEAM-System sowohl die Zulassung durch die USamerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) als auch die CE-Kennzeichnung für EU-Richtlinien­konformität zur Verabreichung einer vorgesehenen Strahlendosis im Tumorbett und rand während einer intrakavitären oder intraoperativen Strahlenbehandlung. Das Gerät ist zudem für den Einsatz in den meisten Ländern der Welt zugelassen.

Über die TARGIT-A-Studie

Die internationale TARGIT-Forschungsgruppe befasst sich seit 1996 mit der Erforschung einer neuen Methode für die Anwendung von Strahlentherapie bei Brustkrebs, bei der die Behandlung auf eine Einmalbestrahlung während der Operation reduziert werden kann. So kann gezielt das betroffene Gewebe im Tumorbett von innen heraus bestrahlt werden. Zum Einsatz kommt hierfür das Bestrahlungssystem INTRABEAM von Carl Zeiss. In der Studie wird geprüft, ob sich mit der Einzelstrahlendosis die Gefahr des Wiederauftretens von Krebs in der betroffenen Brust ebenso wirksam eindämmen lässt wie mit der etwa sechswöchigen herkömmlichen Nachbehandlung. Nach einem Zufallsverfahren wurden der einen Hälfte der teilnehmenden Frauen eine konventionelle Strahlentherapie angeboten, während die andere Hälfte intraoperativ bestrahlt werden konnte. Die Ergebnisse der Studie werden erstmals auf der bevorstehenden Jahreskonferenz der ASCO (American Society of Clinical Oncology) in Chicago von 4. bis 8. Juni 2010 vorgestellt.

www.targit-research.org,
www.targit.org.uk

Über das INTRABEAM®-System

INTRABEAM®, das bahnbrechende Bestrahlungssystem von Carl Zeiss Meditec, bietet die schonendste Behandlungsmethode für Brustkrebs im Frühstadium, die derzeit verfügbar ist. Dabei wird die Strahlungsdosis des INTRABEAM® noch im OP-Saal in das Tumorbett abgegeben. Das System umfasst eine miniaturisierte Röntgenstrahlquelle, ein hoch flexibles Stativ und eine breite Palette an Strahlungsapplikatoren. Da der Applikator direkt im Tumorbett platziert wird, kann die Strahlendosis präzise im Zielgewebe verabreicht werden. Nach der Behandlung werden der Applikator und die miniaturisierte Röntgenstrahlenquelle entfernt, die Operationshöhle wird geschlossen und die Behandlung ist beendet.2,3,

Carl Zeiss Meditec AG

Die im TecDAX der deutschen Börse notierte Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) ist einer der weltweit führenden Medizintechnik-Anbieter.

Das Unternehmen bietet innovative Technologien und applikations­orientierte Lösungen, die es Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsmaterialien. In der Mikro­chirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungs­lösungen bereit. Abgerundet wird das Medizintechnik-Portfolio der Carl Zeiss Meditec durch vielversprechende Zukunftstechnologien wie die intraoperative Strahlentherapie.

Die rund 2.100 Beschäftigten erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008/2009 (30. September) einen Umsatz von rund 640 Mio. EUR. Hauptsitz der Carl Zeiss Meditec ist Jena (Deutschland). Das Unternehmen hat weitere Niederlassungen in Deutschland und ist im Ausland mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiter an Standorten in den USA, Japan, Spanien und Frankreich vertreten.

35 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen 65 Prozent werden von der Carl Zeiss AG gehalten, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe in der Optik- und Optoelektronikindustrie. Carl Zeiss bietet innovative Lösungen für die Zukunftsmärkte "Medical and Research Solutions", "Industrial Solutions" und "Lifestyle Products". Hauptsitz der Carl Zeiss AG ist Oberkochen (Deutschland). Im Geschäftsjahr 2008/09 (Bilanzstichtag 30. September) verbuchte die Gruppe einen Umsatz von 2,1 Mrd. EUR. Carl Zeiss beschäftigt knapp 13.000 Mitarbeiter, davon über 8.000 in Deutschland.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.meditec.zeiss.com

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