Auszeichnung für Strahlentherapie mit INTRABEAM bei Wirbelsäulen-Metastasen

Neue klinische Anwendung mit INTRABEAM® von Carl Zeiss eröffnet Möglichkeiten bei der Behandlung von Wirbelsäulen-Metastasen. Jetzt wurde Carl Zeiss Meditec für das gemeinsam mit der Universitätsmedizin Mannheim entwickelte Verfahren mit dem renommierten

(PresseBox) (Jena, ) Der 2010 Spine Technology Crystal Award in der Rubrik Minimalinvasive Behandlung wurde in diesem Jahr von Orthopedics This Week, in Orlando, Florida an Carl Zeiss Meditec für sein Bestrahlungssystem INTRABEAM verliehen. Mit INTRABEAM verfügt Carl Zeiss über eine innovative Technologie in der Radiotherapie, deren Wirksamkeit bei der Behandlung von Brustkrebs durch die in diesem Jahr veröffentlichten Ergebnisse der internationalen TARGIT-A Studie eindrucksvoll bewiesen werden konnte. Jetzt zeigt die Strahlentherapie mit INTRABEAM auch bei der Behandlung von Wirbelsäulen-Metastasen erste vielversprechende Ergebnisse. Erstmals wird mit der INTRABEAM Applikation eine Behandlung ermöglicht, welche die äußerst schmerzhaften Wirbelsäulen-Metastasen durch die intraoperative Radiotherapie gezielt, minimalinvasiv und schonend bekämpft. Gleichzeitig wird bei dem kombinierten chirurgisch-strahlentherapeutischen Verfahren der durch den Krebs zerstörte Wirbel wieder hergestellt. Für Patienten bedeutet dies eine deutliche Reduktion der Schmerzen, die Wiederherstellung der Mobilität und damit eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

Dr. Ludwin Monz zum Gewinn des international anerkannten Preises im Bereich Wirbelsäulenchirurgie: "Nachdem INTRABEAM heute bereits erfolgreich zur Strahlentherapie bei der Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird, ist mit der Behandlung von Metastasen der Wirbelsäule eine weitere vielversprechende Anwendung des Strahlentherapiegerätes INTRABEAM auf den Weg gebracht worden. Wir freuen uns über die Auszeichnung aus den USA, die den innovativen Charakter der neuen Applikation auch im Hinblick auf seine klinische Relevanz hervorhebt und von einem Komitee aus amerikanischen Experten und Meinungsführern im Bereich der Wirbelsäulenbehandlung für den Preis ausgewählt wurde."

Pilotstudie belegt erste Behandlungserfolge

Bei dem kombinierten Therapieverfahren können schmerzhafte Wirbelsäulen-Metastasen durch die intraoperative Strahlentherapie mit INTRABEAM gezielt bekämpft werden. Gleichzeitig wird der durch den Tumor zerstörte Wirbel durch Einbringen von Knochenzement bei der sogenannten Kyphoplastie wieder stabilisiert. "Patienten profitieren von einer beträchtlichen Schmerzlinderung, mehr Beweglichkeit und einer Verbesserung der Gesamtkonstitution.", so Professor Dr. Udo Obertacke, Direktor am Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrum des Mannheimer Universitätsklinikum. Das Verfahren wurde zusammen mit der Universitätsklinik Mannheim entwickelt. Die Pilotstudie ergab, dass durch den kombinierten Eingriff, bei einer geringen Belastung des Patienten eine Stabilisierung des Wirbelkörpers durchführbar ist. Professor Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Mannheim: "Für unsere Patienten steht mit der neuen Strahlentherapie mittels INTRABEAM eine schonende Behandlung zur Verfügung, um Wirbelsäulen-Metastasen zu behandeln. Ich freue mich darüber, dass wir mit Carl Zeiss dieses innovative Verfahren auf den Weg gebracht haben."

Über INTRABEAM

INTRABEAM, das bahnbrechende Bestrahlungsgerät von Carl Zeiss, wird heute bereits erfolgreich in der klinischen Routine bei der intraoperativen Behandlung des Mammakarzinoms nach brusterhaltender Operation weltweit an über 100 Zentren eingesetzt. Neben der Strahlentherapie bei der Behandlung von Brustkrebs bietet INTRABEAM nun auch eine schonende Therapie bei der vor allem palliativen Behandlung von Wirbelsäulen-Metastasen, welche auch infolge eines Mammakarzinoms auftreten können. Dabei werden die Metastasen im Wirbelkörper über einen minimal-invasiven Zugang direkt im Wirbelkörper bestrahlt. Die INTRABEAM Strahlungsquelle wird dabei über einen speziellen Applikator durch einen nur wenige Millimeter großen Zugang in den befallenen Wirbelkörper eingeführt und die Strahlendosis präzise im Zielgewebe verabreicht. Anschließend wird der Wirbelkörper mittels der sogenannten Kyphoplastie stabilisiert.

Carl Zeiss Meditec AG

Die im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) ist einer der weltweit führenden Medizintechnik-Anbieter.

Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern.

In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Abgerundet wird das Medizintechnik-Portfolio der Carl Zeiss Meditec durch viel versprechende Zukunftstechnologien wie die intraoperative Strahlentherapie.

Die rund 2.100 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008/09 (30. September) einen Umsatz von EUR 640 Millionen. Hauptsitz der Carl Zeiss Meditec ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiter an Standorten in USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten.

35 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen 65 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie gehalten. Carl Zeiss bietet innovative Lösungen für die Zukunftsmärkte "Medical and Research Solutions", "Industrial Solutions" und "Lifestyle Products" an. Sitz der Carl Zeiss AG ist Oberkochen, Deutschland Im Geschäftsjahr 2008/09 (Bilanzstichtag 30. September) erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von rund EUR 2,1 Milliarden. Carl Zeiss beschäftigt knapp 13.000 Mitarbeiter, davon über 8.000 in Deutschland.

Weitere Informationen unter: www.meditec.zeiss.de

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