Videobrille von Carl Zeiss eröffnet neue Methoden für Vertrieb, Marketing und Schulung

Mit dem erstmals auf der IFA gezeigten cinemizer OLED realisiert der Optikspezialist Anbindung an PC und Laptop

(PresseBox) (OBERKOCHEN / BERLIN, ) Carl Zeiss präsentiert auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin den Prototyp seiner neuen Videobrille cinemizer OLED. Waren die Vorgängermodelle vor allem für mobile Endgeräte wie beispielsweise iPod und iPhone konzipiert, legt der Optikspezialist jetzt den Schwerpunkt auf die Anbindung an PC und Laptop. Damit kann nicht nur jeder Computer in ein privates Kino umgewandelt werden, es eröffnen sich gerade im B2B-Bereich zahlreiche Einsatzfelder. Da die Videobrille zu den wenigen Geräten gehört, die auch außerhalb der speziell hierfür eingerichteten Filmpaläste 3D-Inhalte wiedergeben können, sind Vertriebsmitarbeiter künftig in der Lage, ihren Kunden aufwändige und spektakuläre Filme zu ihren Produkten zu zeigen. Und dies nicht etwa bloß am Bildschirm ihres Laptops, der selten 3Dfähig ist, sondern in der Brille selbst. Diese simuliert mittels zwei eingebauter Mini-Displays eine zwei Meter entfernte Leinwand mit einer Diagonalen von 115 Zentimetern - das entspricht immerhin 45 Zoll. Der Betrachter bekommt so das Gefühl, in seinem persönlichen Kino zu sitzen. Ohrkanal-Kopfhörer sorgen für das zugehörige Klangerlebnis.

"Bilder sagen mehr als tausend Worte und haben speziell in 3D ihre ganz eigene Überzeugungs- kraft", bemerkt Andreas Klavehn, Leiter Sales & Marketing Multimedia Devices bei Carl Zeiss. "Häufig stehen doch die Außendienstler vor dem Problem, ein komplexes Produkt oder schwer vorstellbare Prozesse in Worte fassen zu müssen, was nicht immer gelingt. Jetzt können Unterneh- men einen kurzen 3D-Film produzieren, der die einzelnen Abläufe nicht nur verständlich macht, sondern den Kunden beeindrucken wird. Neben- bei stellt ein Betrieb, der sich so moderner Hilfs- mittel wie dem cinemizer OLED bedient, seine Fortschrittlichkeit unter Beweis." Ebenso denkbar ist der Einsatz in der Marketingabteilung und auf Messen. Mit einem 3D-Film über die Firma und der Betrachtung über den cinemizer OLED hebt sich das Unternehmen wohltuend von den allge- mein üblichen und dabei schnell ermüdenden Präsentationen ab. "Gerade was das Image und die Außendarstellung betrifft, kann dies ein entscheidender Faktor im Wettbewerb sein."

Aber auch unternehmensintern kann sich die Kombination aus PC oder Laptop, 3D und cinemizer OLED als vorteilhaft erweisen. So ergeben sich vollkommen neue Schulungs- und Trainingsmethoden, an denen die Mitarbeiter auch Spaß haben. "Ebenso wie den Kunden lassen sich auch den Angestellten die Produkte und Prozesse wesentlich besser näherbringen als dies bisher der Fall war. Ein einmaliges visuelles Erlebnis prägt sich erwiesenermaßen stärker ein als mehrfach Gelesenes", gibt Andreas Klavehn zu verstehen. So werden zum Beispiel komplexe mechanische Abläufe und detailreiche Konstruktionen in Stereo-3D viel leichter aufgenommen.

Eine Andeutung dessen, was in Zukunft möglich ist, stellt die Zusammenarbeit zwischen Carl Zeiss und dem Stuttgarter Visualisierungs- und Virtual-Reality-Experten Visenso unter Beweis. Der cinemizer Plus, die aktuelle cinemizer-Variante, ist Bestandteil des so genannten Cyber-Classrooms. Schüler lernen auf der Basis einer interaktiven und dreidimensiona- len Darstellung schwer erklärbarer Sachverhalte gerade im naturwissenschaftlichen Bereich mit mehr Freude und wesentlich effizienter. Ebenfalls realisiert wurde von den beiden Unternehmen die Simulation von Gefahrensituationen für die Feuer- wehr. "Das Üben in der virtuellen Umgebung hat den Vorteil, dass sich Rettungsteams beim Training nicht mehr tatsächlich in Gefahr bringen. Das richtige Verhalten in Extremsituationen kann auch wesentlich häufiger getestet werden, da der Aufwand für den Auf- und Abbau von entsprechen- den Trainingsfeldern entfällt. Die Simulation lässt sich natürlich auch auf andere Bereiche ausdeh- nen, ich denke dabei an die Polizei oder den Werkschutz von Unternehmen", so Andreas Klavehn.

Neben den neuen Anbindungsmöglichkeiten weist der cinemizer OLED im Vergleich zu früheren Videobrillen weitere Verbesserungen auf. Schon die Konstruktion der Brille ist eine tech- nische Meisterleistung: "Wir sind an die Grenze des physikalisch Machbaren gegangen", klärt Andreas Klavehn auf. "Bei einer Display-Größe von nur wenigen Millimetern ist leicht vorstellbar, wie klein die Pixel sind." Aufgrund der höheren Übertragungsdichte erreicht speziell die 3D-Bild- qualität eine neue Dimension. Die Farben weisen einen höheren Sättigungsgrad auf und erschei- nen so wesentlich lebendiger. Auch die Kontrastrate ist deutlich höher geworden.

Den Preis für die neue Videobrille und deren Verfügbarkeit wird der Konzern zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Das aktuelle Modell, der cinemizer Plus, kostet 299,- Euro und ist im Fachhandel erhältlich.

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