bvse fordert Unterstützung für die Recyclingmärkte

(PresseBox) (Bonn, ) "Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Recyclingmärkte in Bedrängnis gebracht. Den Unternehmen macht vor allem zu schaffen, dass die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen immer noch unbefriedigend ist. Hinzu kommt, dass aufgrund der Finanzkrise Banken bei der Kreditvergabe zu restriktiv geworden sind", erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. hat auf diese Entwicklung schon auf seiner Jahrespressekonferenz am 12. Februar hingewiesen. Inzwischen, so Rehbock, habe sich die Situation nicht verbessert, sondern verschärft.

Der Verband habe zudem den Eindruck, dass die Hausbanken der Unternehmen die Kredite der KfW blockierten. Trotz weitgehender Haftungsfreistellung seien die Banken bei der Darlehensvergabe sehr zurückhaltend und verhielten sich der Wirtschaftskrise nicht angemessen. Rehbock: "Wir haben eine Kreditklemme, auch wenn die Banken das nicht wahrhaben wollen."

Daher sei es nach Meinung des bvse kein Wunder, wenn die Nachfrage nach dem 15-Milliarden-Euro Programm für den Mittelstand sehr gering sei. Rehbock: "Hier muss eindeutig von der Politik gegengesteuert werden. Wir sind der Meinung, dass man sich sehr ernsthaft mit der Forderung beschäftigen muss, dass die KfW in die Lage versetzt wird, Kredite direkt zu vergeben und nicht mehr über die jeweilige Hausbank."

Ein ähnliches Problem besteht nach Auskunft des bvse auch bei den Kreditversicherungen. Es werden praktisch nur noch Absicherungen gewährt, wenn das Risiko so gering ist, dass man eigentlich auch keine Versicherung mehr bräuchte. Damit werde aber der Handel nachhaltig behindert und die wirtschaftliche Situation zunehmend verschärft, warnt Rehbock.

Um mittelfristig eine Stabilisierung der Nachfragesituation zu erreichen, sei es sicherlich sinnvoll, Anreize für die Industrie zu schaffen, damit sie verstärkt bereit sei, Sekundärrohstoffe und Recyclate einzusetzen. Nach Meinung des bvse sollte zudem bei öffentlichen Aufträgen mehr darauf geachtet werden, dass Recyclingmaterialien verwendet würden. Das könne zum Beispiel im Rahmen eines Green Public Procurement ("grünes Vergaberecht") ausgestaltet werden.

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