Studie des BKA zeigt gemeinsame Verantwortung für Online-Sicherheit innerhalb der Familie

Surfende Kinder stellen Risiko für den gemeinsamen PC dar

(PresseBox) (München, ) Eine Studie des BKA bestätigt, was lange Zeit nur vermutet wurde: Surfende Teenager sind ein Risiko für die Sicherheit des elterlichen PCs, inklusive kritischer Funktionen wie Online-Banking und vertraulicher Dokumente. 50 Prozent aller befragten Jugendlichen zwischen 12 und 20 verhalten sich demnach online riskant. Sie laden raubkopierte Programme herunter oder suchen aktiv illegale Inhalte. Dies ist umso bedenklicher, als in über 70 Prozent der Fälle ein gemeinsamer Familien-Rechner zum Surfen genutzt wird. Meist haben die Jugendlichen volle Administratorenrechte (66 Prozent), in der Hälfte aller Fälle findet kaum oder keine elterliche Kontrolle statt.

Software aus unsicheren Quellen stellt ein eklatantes Risiko dar. Jede vierte Website, auf der raubkopierte Software oder gefälschte Produktkeys angeboten wurden, verbreitet Malware. (Quelle: "The Risks of Obtaining and Using Pirated Software," IDC White Paper) Bei Peer-to-peer-Quellen liegt der Anteil sogar bei 59 Prozent. Direkte Gefahr etwa für die Sicherheit des Online-Bankings stellen schädliche Programme dar, welche Tastatureingaben wie etwa Passwörter aufzeichnen oder unbemerkt Phishing-Sites ansteuern.

Laut dem BKA geben zwei Drittel aller Jugendlichen an, auf ihrem Rechner volle Administratorenrechte zu haben. Sie sind technisch in der Lage, unwissentlich Malware und Spionageprogramme zu installieren, die alle Nutzer des PCs betreffen.

Kenntnis der Risiken führte dabei nicht zu vernünftigerem Verhalten - im Gegenteil. Je höher das Verständnis für die Gefahren, die etwa aus illegalen Downloads entstehen, desto häufiger legen die Jugendlichen riskantes Verhalten an den Tag.

Eltern und Schule müssen besser aufklären

Das BKA hebt die Bedeutung von größerer Kontrolle durch die Eltern hervor. Sie sei in der Lage "präventive Wirkung [zu entfalten], im Sinne einer Reduzierung der Gefährdung des Rechners und der Wahrscheinlichkeit, Viktimisierungserfahrungen zu machen."

Auch Georg Herrnleben, Director Zentral-, Osteuropa, Naher Osten und Afrika der BSA, unterstreicht die Bedeutung der elterlichen Aufsicht und Begleitung: "Eltern müssen die Computernutzung ihrer Kinder ernst nehmen. Auch die Schulen müssen hier eine aktivere Rolle übernehmen. Wir möchten die zuständigen Ministerien und Ämter auffordern und einladen, mit uns und unseren Mitgliedern gemeinsam Studienprogramme und Inhalte zu entwickeln."

Die Studie des BKA kann unter http://www.bka.de/kriminalwissenschaften/sirup.pdf heruntergeladen werden.

Business Software Alliance

Die Business Software Alliance (BSA) ist das weltweite Sprachrohr der Softwarebranche. Sie arbeitet in 80 Ländern an der Förderung der Softwaremärkte, um die bestmöglichen Bedingungen für Innovation und Wachstum zu schaffen. Regierungen und Wirtschaft verlassen sich bei Gesetzgebung und rechtlichen Themen auf Konzepte und Anregungen der BSA und tragen damit entscheidend dazu bei, dass Software weltweit eine entscheidende Rolle für das wirtschaftliche Wachstum und gesellschaftlichen Fortschritt spielt. Die Mitgliedsfirmen der BSA investieren jährlich Milliardenbeträge in lokale Wirtschaftsräume, in hoch bezahlte Arbeitsplätze und wegweisende Lösungen, um die Menschen weltweit produktiver, enger miteinander verbunden und im Netz sicherer zu machen. Deutsche Mitglieder der BSA sind unter anderem Adobe, Altium, Apple, Asseco Poland S.A., Autodesk, AVEVA, Bentley Systems, CNC, Corel, Dassault Systèmes SolidWorks Corporation, Microsoft, Progress Software, Siemens, Symantec, Tekla und The MathWorks. BSA-Websites - Deutschland:

http://www.bsa.de; International: http://www.bsa.org

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