10 Jahre EURO-Einführung durch BDGW-Mitglieder

(PresseBox) (Bad Homburg, ) Vor 10 Jahren standen die Mitgliedsunternehmen der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) als offizieller EURO PARTNER mitten in der gewaltigsten Herausforderung ihrer Geschichte. Nach jahrelanger Vorbereitung begann am 1. September 2001 die so genannte Frontloading-Phase zur Einführung des EURO-Bargeldes. Bis zum 31. Dezember 2001 wurden druck- beziehungsweise prägefrische EURO-Noten und -Münzen an Banken und Sparkassen verteilt. "Das waren insgesamt 2,6 Milliarden Banknoten im Wert von 60 Milliarden Euro und 10,8 Milliarden Münzen mit einem Gegenwert von 3,6 Milliarden Euro. Für einige Dienstleister bedeutete die Umsetzung, dass sie für einen begrenzten Zeitraum eine bis zu siebenfache Kapazität aufbauen und organisieren mussten. Unter dem Strich hat alles geklappt", erinnert sich Michael Mewes, heute BDGW-Vorstandsvorsitzender und damals noch mitten im operativen Geschäft, am Rande des 7. Parlamentarischen Abend der Bundesvereinigung in Berlin. Unter großen Anstrengungen habe es die Branche mit damals über 150 Unternehmen, über 2.000 Spezialgeldtransportfahrzeugen und circa 8.000 Transporteuren sowie Geldbearbeitern im Verbund mit der Deutschen Bundesbank (BBk) und dem Bundeskriminalamt (BKA) geschafft, dass pünktlich am 1. Januar 2002 über die neue Gemeinschaftswährung verfügt werden konnte.

Seit der EURO-Einführung vor zehn Jahren stieg der Banknotenumlauf im gesamten Währungsgebiet von 221 auf knapp 862 Milliarden Euro zum Ende 2010; Tendenz weiter steigend. "Vor dem Hintergrund, dass deutlich über 60 Prozent aller Transaktion in Deutschland bar getätigt werden, ist das für unsere Branche eine gute Entwicklung. Mit einer sicheren und reibungslosen Bargeldver- und -entsorgung des Einzelhandels, der Kreditinstitute sowie bundesweit über 55.000 Geldausgabeautomaten tragen wir wesentlich zur Stabilität der deutschen Volkswirtschaft bei", so Mewes weiter. Doch nicht nur bei der EURO-Bargeldeinführung haben Geld- und Wertdienstleister unter Beweis gestellt, dass sie vertrauensvolle und verlässliche Partner sind.

Auf dem vorläufigen Hochpunkt der Finanz- und Wirtschaftkrise 2008 waren es die Dienstleister der Kreditinstitute und Banken, die eine drastisch steigende Nachfrage an Bargeld flexibel und im Verbund mit der Bundesbank organisierten und so zur Inneren Sicherheit beitrugen. "Mit dieser Versorgung dürften wir nicht nur die physische Nachfrage sondern wohl auch die Psyche bei so manchem Nachfragenden, der seine Scheine zwischen den Fingern spüren wollte, befriedigt haben", so der BDGW-Vorsitzende. "Wir haben turbulente Zeiten und glaubt man der Online-Ausgabe des Wall Street Journal, ist die Zentralbank Irlands derzeit auf der Suche nach zusätzlichen Möglichkeiten zur Herstellung neuer Banknoten, um im Fall eines Euro-Ausstiegs die alte nationale Währung wieder einführen zu können. Die Deutsche Bundesbank dementierte am vergangenen Freitag, den 9. Dezember 2011 ausdrücklich in der FAZ den Druck von DM-Noten. Wir beobachten gespannt die weitere Entwicklung. Als gute Europäer sind wir gerne bereit, auf ein solches Szenario und die damit verbundenen Aufträge zu verzichten", so der Europabefürworter Michael Mewes abschließend.

Bildunterschrift: BDGW-Vorsitzender Michael Mewes (l) im Gespräch mit dem CDU/CSU-Abgeordneten Dr. Michael Meister, der Gastredner auf dem 7. Gemeinsamen Parlamentarischen Abend der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft war. Meister unterstrich die Bedeutung der Geld- und Wertdienstleister bei der deutschen Bargeldlogistik.

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