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Albers: Bundesregierung will bei Energiewende keinen Förderalismus
"Die Debatte um eine Deckelung der Windenergie an Land ist im Moment mehr geprägt durch Mythen und Annahmen als durch Tatsachen. Wer etwa, wie der Bundesumweltminister Altmaier, vor einem massiven Zubau der Windenergie warnt, verkennt die Realitäten über den Status der Windenergie in Deutschland. Tatsächlich weist sie in den vergangenen Jahren einen stabilen Zubau auf, der sich gerade einmal bei 2000 Megawatt installierte Leistung pro Jahr bewegt. Im Jahr 2010 lag der Zubau sogar nur bei 1500 Megawatt. Das ist die Hälfte dessen, was zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts gebaut wurde.
Der BWE begrüßt, dass die Bundesländer die Energiewende anpacken wollen und sich ambitionierte Ziele stecken. Diese Ambitionen sollten den Ländern nicht zum Nachteil gereichen, indem man ihnen jetzt anhand einer Obergrenze von Anfang an in die Umsetzung ihrer Pläne eingreift. In Berlin will man bei der Energiewende offensichtlich keinen Förderalismus.
Eine Deckelung der Windenergie an Land hätte auch volkswirtschaftlich nicht verantwortbare Konsequenzen. Denn gerade die Windenergie an Land ist die bei weitem kostengünstigste unter den Erneuerbaren Energien. Von ihrem Ausbau hängt sowohl die Bezahlbarkeit als auch das Gelingen der Energiewende ab. Darüber hinaus sorgt gerade die heimische Windindustrie mit ihrer hohen Exportquote und ihren etwa 101.000 Arbeitsplätzen für eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Wirtschaftsstandortes Deutschland.
Der BWE, der die gesamte Windbranche vertritt, warnt vor einer Reduzierung der Energiewende lediglich auf den Ausbau der Offshore-Windenergie. Vor dem Hintergrund sowohl der massiven Verzögerungen und noch zahlreicher ungelöster Probleme als auch der Kosten der Offshore-Windenergie, wäre diese Strategie dem Verbraucher gegenüber unverantwortlich."
Die aktuellen Ausbauzahlen der Windenergie in Deutschland finden sie hier.
Über den Bundesverband WindEnergie e.V.
Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) ist Partner von über 3.000 Unternehmen der Branche und vertritt rund 20.000 Mitglieder. Im BWE sind Know-how und Erfahrung der gesamten Branche konzentriert. Damit ist er erster Ansprechpartner für Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.
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