ANGA Cable 2010

(PresseBox) (Köln, ) .
- Abschaltung der analogen TV-Ausstrahlung über Satellit erfordert Umrüstung in Millionen Haushalten bis 30. April 2012
- BVT fordert Kabelnetzbetreiber auf, alle HD-Programme einzuspeisen

Durch die Analog-Abschaltung ergibt sich ein riesiges Marktpotenzial. Wie der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) anlässlich der ANGA Cable - der Fachmesse für Kabel, Satellit und Breitband in Köln - mitteilt, brauchen Millionen TV-Zuschauer bis zum Stichtag neue Receiver oder Geräte mit integrierten Empfangslösungen. Das gilt generell für alle digitalen Empfangswege, egal ob Satellit, Kabel, IPTV oder DVB-T.

Dem beratungsstarken Konsumelektronik-Facheinzelhandel erschließt sich mit der fortschreitenden Digitalisierung ein großes Markpotenzial. Willi Klöcker, Vorsitzender des BVT: "Der Siegeszug der digitalen Empfangstechnik mit ihren Vorteilen basiert in erster Linie auf der Übertragung durch Satellit, umfasst aber alle Empfangswege. Millionen analoge TV-Haushalte bieten ein riesiges Umsatz- und Umrüstungspotenzial. Die Endverbraucher profitieren dabei von einer großen Geräte-Vielfalt, angefangen vom einfachen Satellitenreceiver über komfortabel ausgestattete TV-Geräte mit Festplatte zur Aufnahme und zum zeitversetzten Fernsehen bis hin zu der Palette der TV-Geräte mit integrierten digitalen Tunern und Festplatte." Auch beim Kabelempfang gibt es noch viel zu tun, denn dort ist die Digitalisierung erst zu rund einem Drittel fortgeschritten. Klöcker weiter: "Als Interessenanwalt der Konsumenten fordert der Handel die Kabelnetzbetreiber auf, endlich alle HD-Programme - auch die der privaten Programmanbieter - einzuspeisen. Kabelkunden mit HDfähigen Geräten werden sonst von der Fernsehzukunft ausgeschlossen." Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft in HDTV, 3D TV, internetfähige Fernseher und das rasant wachsende hochauflösende Programmangebot stehen für die Attraktivität des neuen Fernsehzeitalters. Mit dem konkreten Fahrplan für die Umstellung auf digitalen Satelliten-Empfang ab Mai 2012 und dem Durchbruch von HDTV ist die Digitalisierung laut BVT die treibende Kraft der Marktentwicklung der kommenden Jahre.

Mit der Abschaltung der analogen Ausstrahlung über Satellit zum 30. April 2012 geht die Digitalisierung in Deutschland in eine neue Runde. Durch die damit verbundene höhere Bandbreiteneffizienz können die Sender mehr Programme in besserer Bild- und Tonqualität übertragen. Sie sparen zudem Kosten für die aufwändige parallele Übertragung von analogen und digitalen Programmen. Die ARD mit den jeweiligen Landesrundfunkanstalten, das ZDF und die großen privaten Sender der Mediengruppe RTL Deutschland GmbH und der ProSiebenSat.1 Media AG werden ihr Satellitensignal ab dem 30. April 2012 nur noch digital verbreiten. Ähnlich wie beim terrestrischen Empfang über die Dach- oder Zimmerantenne können Zuschauer mit Satellitenempfang dann nur noch auf digitalem Weg die gewohnten Programme empfangen. Sie benötigen dafür ein digitales Empfangsgerät, also einen Receiver für jedes Gerät. Ist kein digitaler Receiver integriert, muss pro Fernsehgerät oder pro Video- oder DVD-Recorder ein eigener digitaler Receiver angeschlossen werden. In 2009 wurden knapp drei Millionen digitale Satelliten-Receiver verkauft, so viel wie nie zuvor. Darunter bereits knapp 900.000 Stück für das hochauflösende Fernsehen HDTV. Das Marktpotenzial ist allerdings noch riesig. Die aktuellen Reichweitenzahlen aus dem jährlichen Satellitenmonitor, den der Satellitenbetreiber Astra traditionell in Auftrag gibt, zeigen, dass noch 25 Prozent der Satelliten-Haushalte in Deutschland analog empfangen. Dies sind 4,1 Millionen Haushalte, die einen oder auch mehrere Satelliten-Receiver betreiben (aktuelle Ausstattung: 1,7 Geräte pro Haushalt). Insgesamt müssen so noch bis zu sieben Millionen analoge Satelliten-Receiver in den Haushalten ausgetauscht werden. Den betroffenen TV-Haushalten bleiben dafür nur noch knapp zwei Jahre, bevor sie vor der schwarzen Mattscheibe sitzen.

Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT)

Der Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT) ist die berufspolitische und fachliche Interessenvertretung des technisch orientierten Fachhandels in Deutschland. Der Verband vertritt die Interessen von 19.000 Einzelhandelsunternehmen mit 23.000 Arbeitsstätten und 100.000 Beschäftigten aus den Branchen Konsumelektronik, Mobil-/Telekommunikation, Informationstechnik, PC/Multimedia, Foto/Imaging, Elektro-Hausgeräte, Küchen und Beleuchtung. Der BVT ist dem Handelsverband Deutschland - HDE - Der Einzelhandel angeschlossen.

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