Elektrische Langstreckenfahrt auf der 18. Tour de Ruhr

(PresseBox) (Münster, ) Leise - sauber - effizient. Dafür steht das Elektroauto. Ob 1 Millionen E-Autos in 2020 eine realistische Prognose sind, oder ob 2 Mio. Elektrofahrzeuge möglich und notwendig sind, wird sich zeigen. An diesem Wochenende demonstrieren jedoch Leicht-Elektromobile, das elektrisches Fahren schon seit Jahren sinnvoll, machbar und auch bezahlbar ist. Dass sich zur breiten Markteinführung noch einiges tun muss, weiß Gerd Bruns, Vorstandsmitglied des bsm, Bundesverband Solare Mobilität, der an dieser Tour mit einem aktuellen LION TWIKE der FINE Mobile teilnimmt, um auf dieser Rally die Leistungsfähigkeit diese neuen Modells persönlich zu testen.

Effizienz durch Leichtbau

"Die heutigen Autokonzepte sind auf die Charakteristika von Verbrennungsmotoren und auf die Spritpreise der letzten Jahrzehnte ausgelegt. Hier einfach das Antriebskonzept gegen ein elektrisches auszutauschen macht wenig Sinn", so Gerd Bruns. "Das ist etwa so, als wollen Sie ein Fahrrad konstruieren und tauschen dafür bei einem schweren Motorrad den Motor gegen Pedale. Damit können Sie vielleicht ein Stück fahren, aber sinnvoll ist das nicht."
Heutige Autos mit Gewichten von weit über einer Tonne brauschen zu viel Energie zur Fortbewegung und nutzen zudem den fossilen Kraftstoff mit Wirkungsgraden von etwa 10%, der Rest sind unerwünschte Abgase und Abwärme. Beim Elektroantrieb erzielt man problemlos eine Effizient von 70-80% und kann sofort bzw. direkt erneuerbaren Strom einsetzen.

Effizienz durch Elektroantrieb

Derzeit ist bei einem Elektroauto der Akku - der Energiespeicher - der Engpass und ein erheblicher Kostenpunkt. Leichte Elektro-Fahrzeuge sind hier im Vorteil, denn sie kommen auch mit einem kleinen Akku auf Reichweiten und kurze Ladezeiten, die für viele alltäglichen Einsätze völlig ausreichend sind. Insbesondere der Energiebedarf lässt sich durch den Elektroantrieb auf etwa ein 1/4 des bisherigen fossilen Bedarf reduzieren

Erneuerbar durch Elektroantrieb

"Die meisten Pendlerfahrzeuge könnten heute schon Leicht-Elektromobile sein" so Bruns. "Sie fahren effizient und können zudem sehr einfach über einen grünen Stromvertrag regenerativ betrieben werden. Ein TWIKE oder ein City-EL fahren mit 5kWh etwa 100 km weit. Der Strom für 100 km kostet also etwa 1€ und wenn wir über den CO2 Ausstoß sprechen, wird es wirklich interessant. Mit Energie aus dem Bundesdeutschen Strommix betrieben, erzeugt ein heutiges LEM, ein Leicht-Elektro-Mobil, etwa 30g CO2/km. Nehmen wir sogenannten Ökostrom, so kommen wir auf unter 10g! Es ist also heute schon möglich, mit E-Fahrzeugen umweltfreundlich aber auch zügig und effizient zum Ziel zu kommen, und das mit elektrisch sportlicher Beschleunigung und Reichweiten um die 200 km."
Das die heutigen Leichtfahrzeuge noch weit von Großserienfahrzeugen entfernt sind, bestreitet beim bsm keiner. Doch zeigen sie seit vielen Jahren, in welche Richtung die Entwicklung für eine zeitnahe Markteinführung gehen muss: effizient - elektrisch - erneuerbar

E-Mobil Rally Tour de Ruhr

Die 18. Solarmobil-Tour de Ruhr ist eine Initiative des ISOR, Initiative Solarmobil Ruhrgebiet e.V.. Jährlich treffen sich die Besitzer von Elektrofahrzeugen unterschiedlicher Hersteller um ihre Alltagstauglichkeit zu demonstrieren, aber vor allem auch um sich auszutauschen und Spaß zu haben. Im Vorfeld der diesjährigen 18. Tour traf man sich am 1. Juli für eine 300 km Etappe von Luxemburg nach Dortmund. Die eigentliche Rally widmet sich Themen wie einem Beschleunigungsrennen, oder der Alltagtauglichkeit der Fahrzeuge. Der Samstag steht z.B. unter dem Motto der Energieeffizienz, hier kann Punkten, wer mit der wenigsten Energie die weiteste Strecke zurück legen kann.

Gerd Bruns hat Spaß an der Tour, ist Sie doch eine der Gelegenheiten, die sonst noch vereinzelten E-Mobile und Ihre Fahrer schon heute geballt zu erleben.

Bundesverband Solare Mobilität e.V.

Im Bundesverband Solare Mobilität sind Hersteller und Nutzer elektrischer Fahrzeuge organsiert. Seit 1989 bringen sie ihr Fachwissen in die Arbeit des BSM ein, der sich für umweltverträgliche Verkehrssysteme und die Nutzung solarer Energien zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft einsetzt.

Die Kennzeichen "Solarer Mobilität" sind: geringer Energieverbrauch, kein Ausstoß von Schadstoffen, keine Lärmbelästigung und der Einsatz erneuerbarer bzw. nachhaltiger Energien.

Weitere Informationen unter www.bsm-ev.de

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