Nicht nur ein strategischer Leitfaden der Hafenpolitik

(PresseBox) (Berlin/Bonn, ) Die Verbände BÖB und DSLV sehen über die Inhalte des Nationalen Hafenkonzeptes für See- und Binnenhäfen hinaus weitere Potenziale für neue Angebote gegenüber Kunden und Politik / Entlastung bei der Energiebesteuerung und Kanalabgaben gefordert

Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) und der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) unterstützen die Idee des am 17.06.2009 von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgelegten Nationalen Hafenkonzeptes für die See- und Binnenhäfen. Nach Vorstellung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) stellt das Papier den strategischen Leitfaden der Hafenpolitik für die See- und Binnenhäfen in den nächsten zehn Jahren dar.

"Das Konzept formuliert die strategische Bedeutung der Gesamtbetrachtung von Seeverkehr und Seehafenwirtschaft, Hinterland- und Binnenlandverkehren sowie der Binnenhäfen im System Wasserstraße mit Binnenschifffahrt und Eisenbahngüterverkehr", lobt BÖB-Präsident Rainer Schäfer das Nationale Hafenkonzept. "Eine Potenzialbetrachtung gerade der Vernetzung von Binnenschiff und Bahn am Standort Binnenhafen bleibt aber aufgrund politischer Restriktionen leider aus."

Bei einer derart integrierten Betrachtungsweise vergrößert sich das zu bewertende logistische Netzwerk den Verbänden zufolge wesentlich über Korridore entlang der Wasserstraßen hinaus. Um diesen Ansatz zu stärken, fordern sie die Entlastung des Systems insbesondere bei der Energiebesteuerung im Umschlag. Darüber hinaus behindere die Erhebung von Kanalabgaben immer wieder die Gestaltung neuer Angebote. Ihre Abschaffung würde den Aktionsraum für das System Wasserstraße wesentlich erweitern.

BÖB und DSLV haben sich bereits in der Vergangenheit gemeinsam gegenüber der Politik aufgestellt, um die Potenziale einer vernetzten Logistik darzustellen. "Die Qualität der Schnittstellen hat eine wesentliche Bedeutung für die Logistik", betont Heinz Schollmeier als zuständiges Präsidiumsmitglied im DSLV. Deshalb ist für ihn eine gezielte Erhaltungs- und Ausbaustrategie besonders wichtig, "Im System Wasserstraße schlummern Potenziale, die erst durch verbesserte Rahmenbedingungen genutzt werden können."

Anmerkung für die Redaktion:

Die beiden Verbände sehen weitaus größere Potenziale des Systems Wasserstraße als das Nationale Hafenkonzept. Sie haben diese in einer gemeinsamen Stellungnahme formuliert und dem Bundesverkehrsminister am 25. Juni 2009 vorgelegt. Dieses gemeinsame Papier finden Sie als Anlage.

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