VÖB-Frühjahrs-Aktienmarktprognose

(PresseBox) (Berlin/Frankfurt am Main, ) .
- Aktienmärkte auch mittelfristig in sehr schwierigem Umfeld
- Auf internationale Finanzmarktkrise folgt tiefe Rezession
- Hoher Unsicherheitsfaktor beflügelt Kursschwankungen
- Spürbare Erholung mittelfristig aber möglich

"Selten war das Umfeld für eine Aktienmarkt-Prognose derart turbulent, schwierig und volatil, ist doch die aktuelle Krise gemessen an historischen Erfahrungswerten, wie auch an den Antworten von Notenbanken und Regierungen, einzigartig und in ihren Auswirkungen schwer abzuschätzen", so eröffneten die Chef-Volkswirte und Aktienstrategen Dr. Jürgen Pfister (BayernLB), Dr. Ulrich Kater (DekaBank), Markus Reinwand (Helaba), Dirk Gojny (HSH Nordbank) und Martin Gilles (WestLB) die Frühjahrs-Aktienmarkt-Pressekonferenz des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, in Frankfurt am Main. Deutschland befindet sich nach übereinstimmender Meinung der Volkswirte in der schwersten Rezession seit dem 2. Weltkrieg. Die Wachstumsaussichten für die wichtigsten internationalen Volkswirtschaften verschlechtern sich fast im Wochenrhythmus. Dabei werden die Märkte weiterhin von der taumelnden Finanzwirtschaft und der dramatisch eingebrochenen Weltwirtschaft beherrscht. Immer mehr Branchen sehen sich diesem Abwärtsstrudel ausgesetzt und müssen ihre Gewinnschätzungen weiter nach unten korrigieren.

Um die Märkte wieder zu stabilisieren und so Raum für positive Kursentwicklungen zu schaffen, ist eine nachhaltige Beruhigung des Finanzsektors eine elementar wichtige Voraussetzung. Trotz des Eingreifens der einzelnen Staaten sowie der massiven Unterstützungsmaßnahmen ist ein Ende der Krise bisher noch nicht absehbar. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass die nationalen und internationalen Konjunkturprogramme zum Jahresende 2009 für eine leichte Belebung der Märkte und folglich auch der Börsen sorgen können.

Trotz des krisenhaften Umfeldes neigen die Ökonomen der VÖB-Mitgliedsbanken nicht zur Schwarzmalerei. Die zuletzt oftmals aufgeworfene Frage nach einem Staatsbankrott eines EU-Mitgliedslandes beantworten sie mit einem klaren Nein und schließen diese Gefahr aus, da die Europäische Union bei größeren Problemen einzelner Mitglieder sach- und fallgerechte Lösungen finden wird. Ebenso wie die nationale Politik sei auch die EU-Kommission entschlossen, dort schnell zu handeln, wo schnelle Entscheidungen unabdingbar notwendig sein. Parallel mahnen sie eine dauerhafte Beseitigung der Verwerfungen im Finanzsektor an, was ihrer Überzeugung nach auch eine lange Phase von Aufräumarbeiten nach sich ziehen wird.

Nach Meinung der Volkswirte der VÖB-Banken lässt die augenblickliche Phase der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Finanzkrise noch nicht mehr als kurze Zwischenerholungen und Aufwärtsbewegungen der Kurse zu. Sobald es Zeichen für ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft gibt, kann von einer zurückhaltenden Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte ausgegangen werden. Eine Reihe von Indizien spricht bereits heute dafür, dass Aktien gegenwärtig nach unten übertreiben. Dies führt dazu, dass Anteilsscheine gerade jetzt, gemessen an der Substanz- und Gewinnbewertung, günstig sind. Sofern, auch durch die Maßnahmen der Politik bedingt, eine konjunkturelle Wende eintritt, kann es zum Ende des zweiten Halbjahres 2009 dann zu einer spürbaren Erholung an den Aktienmärkten kommen.

Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, vertritt die Interessen von 61 Mitgliedsinstituten, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Mit einer Bilanzsumme von 2.047 Mrd. EUR (Geschäftsjahr 2007) beläuft sich der Marktanteil der VÖB-Banken auf 27 Prozent des deutschen Bankenmarktes. Die VÖB-Banken beschäftigen 87.551 Mitarbeiter.

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